RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC: Safari-Rallye Toyota hat eine neue Radaufhängung entwickelt
Motorsport Images

Toyota: Mit neuer Radaufhängung zum Sieg bei der Safari-Rallye?

Toyota setzt bei der WRC-Rallye in Kenia eine neue Radaufhängung ein - Damit wollen die Japaner den ersten Sieg der Saison 2024 einfahren

Hyundai hat die ersten beiden Läufe zur Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2024 gewonnen, Titelverteidiger Toyota steht bislang mit leeren Händen da. Für die Safari-Rallye in Kenia haben die Japaner deshalb ein Upgrade am GR Yaris Rally1 vorgenommen: Die Radaufhängung wurde überarbeitet, um bei der legendären Veranstaltung die Nase vorn zu haben. Zuletzt war Toyota in Kenia bärenstark: Die Marke gewann dort die vergangenen drei Rallyes.

Die Veranstaltung gilt als eine der anspruchsvollsten im WRC-Kalender - für Mensch und Material. Bisher war der Yaris in der Rally1-Ära ein Erfolgsgarant, weshalb Toyota sowohl 2022 als auch 2023 den Herstellertitel gewann. Mit der neuen Radaufhängung soll die Vormachtstellung der Japaner in der WRC weiter gefestigt werden.

Die neue Lösung soll die Leistung und Haltbarkeit des Autos verbessern. Auch die legendären Schnorchel sollen in Kenia wieder zum Einsatz kommen. Diese sollen auch bei extremen Wetterbedingungen ein problemloses Fahren ermöglichen. Toyota hofft, Hyundai schlagen zu können, denn die Koreaner haben sowohl in Monte Carlo als auch in Schweden gewonnen.

"Es ist schwierig, das Auto für diese Veranstaltung wesentlich zu verändern, aber wir werden ein generelles Upgrade der Radaufhängung mitbringen", sagt Toyota-Teamchef Jari-Matti Latvala. "Es ist großartig, dass wir Schnorchel am Auto einsetzen können. Das sieht nicht nur cool aus, sondern hilft auch, wenn viel Wasser auf der Strecke ist."

Die Teams erwarten aufgrund der Regensaison viel Schlamm und Wasser auf den Wertungsprüfungen, weshalb nicht unbedingt der Fahrer mit der besten Pace gewinnen wird. Das Auto heil ins Ziel zu bringen und technische Probleme zu vermeiden, sind zwei wichtige Tugenden, um in Kenia erfolgreich zu sein.

Toyota setzt erneut drei Yaris Rally1 ein. Die Fahrer sind Elfyn Evans, Takamoto Katsuta und der aktuelle Champion Kalle Rovanperä, der 2024 nur ein Teilzeitprogramm fährt. Latvala sagt: "Wir freuen uns immer auf die Safari-Rallye. Wegen des anderen Termins könnte sie eine ganz andere Herausforderung werden: Es ist Regenzeit in Kenia und die Chance auf schwierige Bedingungen ist größer."

"Wenn es hier regnet, kann es auf den Wertungsprüfungen sehr rutschig werden und das wird eine größere Herausforderung für die Fahrer", so der Teamchef weiter. "Geduld ist immer sehr wichtig, besonders wenn das Wetter schwierig ist. Der Cleverste zu sein, kann der Schlüssel sein. Man muss nicht der Schnellste sein. Alle unsere Fahrer haben gezeigt, dass sie hier erfolgreich sein können. Wir würden gerne einen weiteren Toyota-Sieg sehen."

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

In knapp einem Monat steigt in Leutschach an der Weinstraße die 13. Auflage der Rebenland Rallye / 16 fordernde Prüfungen durch die von Weingärten gesäumte und faszinierende Gegend warten wieder auf die besten Piloten des Landes

Jonne Halttunen, als Beifahrer von Kalle Rovanperä zweimal Rallye-Weltmeister, arbeitet nach dessen Wechsel in den Formelsport nun in völlig anderer Funktion

ARC Rallye Triestingtal: Youngsters am Start

Österreichs schnellste Jungpiloten beim ARC-Auftakt im Triestingtal

Mit Marcel Neulinger und Maximilian Lichtenegger starten die zurzeit schnellsten Jungpiloten des Landes beim Saisonauftakt der Austrian Rallye Challenge. Das große Comeback des Rallyesports im Triestingtal wird auf Asphalt-Sonderprüfungen mit Flair und Geschichte abgehalten.

Sensation im Triestingtal

Manfred Stohl gibt Österreich-Comeback!

Erstmals seit 2012 startet Österreichs WM-Vierter 2006, Manfred Stohl wieder bei einer Rallye in Österreich! Seinen Start bei der ARC Rallye Triestingtal bezeichnet Stohl als Hommage an seinen Freund und Beifahrer Peter Müller. Die beiden Gr.N-Weltmeister 2000 begrüßen und veredeln das Comeback des Rallyesports im Triestingtal.

Dämpfer, Federn & Rätsel

Hyundai verzweifelt in Schweden

Hyundais Rallye-Team steht in Schweden vor einem Rätsel - Kein Speed trotz intensiver Vorbereitung - Selbst radikale Änderungen beim Set-up helfen kaum

Sepp Pointinger im Interview

„Hätten 10-15 Historische mehr!“

Rallye-„Urgestein“ Sepp Pointinger erzählt von seinem Start bei der Monte Historique, erklärt warum er seit 2011 nicht mehr in Österreich startet und bringt einen Vorschlag zur Bewertung von Sitzen, Gurten und dergleichen ein.