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Jännerrallye: Nach SP1
Foto: Harald Illmer

Luca Waldherr und das Gespür für Schnee

Der Niederösterreicher absolvierte die Auftaktprüfung der 38. LKW FRIENDS on the road Jännerrallye powered by WIMBERGER am schnellsten und ist der erste Spitzenreiter. Morgen und übermorgen folgen noch 18 Hindernisse

Die Rallye-Staatsmeisterschaft 2025 ist eröffnet! Nachdem das 77 Teams umfassende Teilnehmerfeld bei der 38. LKW FRIENDS on the road Jännerrallye powered by WIMBERGER heute Nachmittag auf dem Hauptplatz in Freistadt über die Startrampe rollten, ging es anschließend in der KONSTANT Arena in Königswiesen um die ersten Zeiten und somit auch die ersten Standortbestimmungen. Die 8,3 Kilometer lange Sonderprüfung war auch die einzige des ersten Tages. Weil diese von hinten nach vorne gestartet wurde, kam auf die Topstars der Rallye die Dunkelheit und teils starker Schneefall zum extrem rutschigen Witterungsbild hinzu. Die Entscheidung der ersten Sonderprüfung und also auch des ersten Tages war auch im ORF Sport+ live zu sehen.

Doch neben den TV-Konsumenten konnte auch eine riesige Anzahl an Rallyefans die winterliche Rallye-Show direkt an Ort und Stelle in Königswiesen genießen. Denn eine Jännerrallye-Premiere war nicht nur die Nachtprüfung, sondern auch die mächtige Ausleuchtung der Arena. Und in diesem grandiosen Umfeld hielt Vizemeister Luca Waldherr seinen Gasfuß am längsten am Pedal seines Citroen C3. Der Niederösterreicher setzte mit 6:08,9 Minuten eine Zeit in den Schnee, an die kein anderer Konkurrent herankam. Am nächsten schlitterte mit 1,7 Sekunden Rückstand noch der vierfache Staatsmeister Simon Wagner auch für ihn brandneuen Hyundai i20 an Waldherrs Teufelsritt vorbei. Lediglich 0,2 Sekunden dahinter brachte sich Vorjahrssieger Michael Lengauer in Lauerstellung. Hinter dem Tschechen Jan Cerny konnte sich Philipp Kreisel mit einer starken Vorstellung im Toyota Yaris auf Rang fünf setzen und etwas überraschend den Salzburger Doppel-Staatsmeister Hermann Neubauer (Ford Fiesta) hinter sich lassen.

Der Rundkurs in Königswiesen war freilich nur ein beeindruckender Auftakt zum dreitägigen Winter-Spektakel im oberösterreichischen Mühlviertel. Morgen und übermorgen stehen noch weitere 18 Wertungsabschnitte auf dem Programm.

Probleme hatte der Jännerrallye-Sieger von 2018 Johannes Keferböck. Unmittelbar vor dem Start musste er seine Reifen am Toyota Yaris austauschen und kam deshalb um sechs Minuten zu spät zur Zeitkontrolle. Dafür musste er eine Strafe von einer Minute hinnehmen. Zwar fuhr er die achtbeste Prüfungszeit, doch in der Gesamtwertung liegt er durch die Strafzeit nur auf Platz 30.

In der ORM 2 führt der Deutsche Hermann Gassner im Renault Clio das Feld an. Die Wertung in der ORM 3 sieht den letztjährigen Junioren-Staatsmeister Marcel Neulinger (Opel Corsa vorne. Und last but not least übernachtet der Freistädter Markus Oßberger im Audi Coupe Quattro als Spitzenreiter in der Historischen Staatsmeisterschaft und ließ sich dafür am Abend nach dem Auftakt bei der Fahrerpräsentation von den einheimischen Fans in der überfüllten Messehalle lautstark feiern.

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