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ARC, OBM Rallye: Bericht Friedl
Foto: BMP motorsportphotos Martin Butschell

„Serviceteam – volle Kraft voraus!“

Eugen Friedl und Helmut Aigner vom MCL 68 konnten trotz Getriebeschaden an Ihrem Mitsubishi Evo IX am 1.Tag Dank dem nächtlichen Einsatz der Service-Crew das Ziel erreichen.

Grundsätzlich war es für beide der erste gemeinsame Start in der Buckligen Welt, Eugen war allerdings bereits in den 90er Jahren bei der seinerzeitigen MOBIL-Rallye in dieser Gegend mehrmals erfolgreich am Start. Beim Besichtigen gab es lediglich auf der bekannten Sonderprüfung St. Peter ein „Deja vü“ von Eugen aus der Vergangenheit. Diese SP sollte sich später als „Schicksals-Sonderprüfung“ für die beiden herausstellen.

Die Veranstaltung mit 134 Sonderprüfungskilometern über 2 Tage zählte wieder nicht nur zur österreichischen Rallye-Meisterschaft, sondern auch als vorletzter Lauf zur ARC Austrian Rallye Challenge.

Am ersten Rallyetag am Freitag waren beide mit viel Vorfreude in die 1. Sonderprüfung gestartet und es lief recht gut. Auf SP 2 kam es jedoch anders: auf halber Strecke dieser Prüfung, kurz bevor die schnellen selektiven Bergab-Passagen begannen, war plötzlich ohne Vorwarnung kein Vortrieb mehr vorhanden und ließ sich kein Gang mehr einlegen.

Die Abzweigung in Unternberg mit Ihren vielen Zuschauern konnte gerade noch mit dem restlichen Schwung passiert werden. Mit viel Gefühl konnte nur noch der 4. Gang „gefunden“ werden, aber nachdem es nur mehr bergab ging, wollten beide irgendwie die restliche Prüfung mit Ihren 2 Schikanen beenden. Manchmal war dieser 4. Gang als einzig übriggebliebener plötzlich wieder weg, dann aber wieder da – ein Geduldsspiel. Die SP-Zeit war natürlich zum Vergessen! Jetzt war nur mehr der Gedanke, wie geht’s weiter?

Nach dem Stopp am Ende der SP beim Zeitnehmer war ein Wegfahren mit dem 1.Gang gerade noch irgendwie möglich, aber spätestens in der Ortschaft Aspang war bei der ersten steilen Bergauf-Passage endgültig Schluss: es gab kein Vorankommen mehr und die beiden mussten (vorerst) die Segel streichen. Nachdem für Eugen „Aufgeben“ ein Fremdwort ist, wurde sofort an den nächsten Tag und an einen Restart gedacht. Von einem ortsansässigen Fan aus einer Unternehmerfamilie wurden die beiden mit einem Pickup dankenswerterweise in die Servicezone geschleppt und es begann die Ursachenforschung der Servicecrew.

Schlussendlich stellte sich heraus, dass eine Getriebehalterung komplett abgerissen war und in der Folge das DOGBOX-Getriebe beschädigte wurde. An einem Getriebetausch führte kein Weg vorbei! Bis in die Nachtstunden wurde - nachdem eine neue Getriebeaufhängung organisiert war - erfolgreich von der Servicemannschaft der Getriebetausch auf das Reserve-Seriengetriebe durchgeführt. So war der Start am 2. Tag gerettet.

An dieser Stelle ein großes Dankeschön an das Mechaniker-Team von Rallye-ABST für den engagierten Einsatz!

Nachdem ausnahmsweise bei dieser Rallye für die ARC-Challenge sowieso nur der 2.Tag in die Wertung kam, begann die Rallye für die ARC-Teilnehmer so und so bei Null!

Eugen und Helmut waren wieder motiviert und fanden sofort in einen guten Rhythmus. Trotz der zu langen Getriebeübersetzung wurden akzeptable SP-Zeiten erreicht. Für beide gab es im AUTO wieder FUN.

Am Nachmittag wurde das Wetter wechselhaft und es zogen dunkle Regenwolken auf. Offensichtlich hat die Gegend um das Wechselgebiet wieder einmal ihrem Namen alle Ehre gemacht „Nomen est Omen“.

Vor den letzten 2 Sonderprüfungen war im Fahrerlager großes Rätselraten betreffend Reifenwahl angesagt: Die meisten Teams entschieden sich für Regenreifen, manche jedoch für „Slicks“.

Die sehr gute Gesamtzeit der vorletzten Sonderprüfung im starken Regen war für Eugen und Helmut sehr erfreulich und es wurde schließlich die Zielrampe erreicht.

Fazit: Mit dem 2. Rallyetag mit der getrennten ARC-Wertung als 17. in der Gesamtwertung unter 34 gestarteten ARC-Teilnehmern waren beide happy und auch die Servicecrew freute sich, dass sich der Getriebetausch bezahlt gemacht hat.

In der ARC-P Jahreswertung sind beide noch am 3. Gesamtplatz zu finden und das Saisonfinale bei der HERBST-Dobersberg Rallye wird spannend.

In der 2-Tages-Wertung der Österreichischen Meisterschaft war, bedingt durch die 10 Strafminuten wegen des Ausfalls am ersten Tag, nur ein Platz im „geschlagenen“ Feld möglich.

Der vorliegende Teambericht wurde im Rahmen des ARC-Presseservice im Zuge der Kooperation von Austrian Rallye Challenge und motorline.cc veröffentlicht.

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