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WRC, Zentraleuropa: Nach SP5 Sebastien Ogier liegt bei der Rallye Zentraleuropa weiter vorne
Toyota Gazoo Racing

WRC Rallye Zentraleuropa 2025: Sebastien Ogier führt - Neuville patzt

Sebastien Ogier baut bei der Rallye Zentraleuropa am Freitagvormittag seine Führung aus: Thierry Neuville fällt nach Fahrfehlern deutlich zurück

Sebastien Ogier hat seine Führung bei der Rallye Zentraleuropa, zwölfter Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2025, weiter ausgebaut. Der Franzose liegt nach der ersten Freitags-Schleife 3,9 Sekunden vor seinem Toyota-Teamkollegen Kalle Rovanperä. Während die beiden Toyota-Piloten auf den schwierigen Asphaltprüfungen den Ton angaben, sorgten Fehler von Thierry Neuville und Gregoire Munster für Aufsehen.

Ogier ging mit einem Vorsprung von 1,6 Sekunden in den Tag und konnte diesen im Verlauf der Vormittagsetappen leicht ausbauen. Den Auftakt bildete die Prüfung "Granit und Wald" in Deutschland, die Hyundai dominierte. Neuville setzte die Bestzeit vor Ott Tänak und Adrien Fourmaux, nur 0,4 Sekunden trennten das Trio. Ogier, der als Erster auf die Strecke musste, belegte Rang vier und berichtete von Staub auf der Strecke, sodass die nachfolgenden Piloten bessere Bedingungen vorfanden.

Trotzdem war Ogier schneller als Rovanperä und baute seinen Vorsprung zunächst auf 2,7 Sekunden aus. Elfyn Evans, Ogiers engster Verfolger in der Meisterschaft, lag zu diesem Zeitpunkt nur auf Platz acht. Der Brite hatte sich am Donnerstag eine Fünf-Sekunden-Strafe eingehandelt, nachdem er einen Strohballen touchiert hatte - Toyota legte dagegen Protest ein.

Ogier zeigt bei schwierigen Bedingungen seine Klasse

In der vierten Prüfung "Böhmerwald", die auf österreichischem Boden ausgetragen wurde, schlug Rovanperä zurück. Der Finne sicherte sich den Bestwert, 0,1 Sekunden vor Teamkollege Sami Pajari. Ogier verlor 2,1 Sekunden und beklagte erneut Staub auf der Strecke. Rovanperä verkürzte den Rückstand auf 0,6 Sekunden.

Ogier konterte auf der fünften Prüfung "Col de Jan" in Tschechien. Auf den welligen, teils feuchten Straßen setzte der achtfache Weltmeister eine überragende Bestzeit - 3,3 Sekunden schneller als Rovanperä. Evans folgte als Dritter, jedoch bereits 12,9 Sekunden zurück.

"Das war eine anspruchsvolle Prüfung. Besonders zu Beginn war es schwierig, überall am Limit zu fahren", erklärte Ogier. "Einmal bin ich etwas gerutscht, aber insgesamt war es in Ordnung. Unter diesen Bedingungen ist es fast unmöglich, überall am Limit zu sein."

Neuville verliert mehr als eine Minute

Tänak war als Vierter schnellster Hyundai-Pilot, liegt aber bereits 22,7 Sekunden hinter Ogier. "Es gibt keine große Geschichte. Auf den rutschigen Passagen ist das Auto zu steif, auf Asphalt dann zu weich, fast wie ein Boot. Es ist schwer zu verstehen, wo wir stehen", sagte der Este enttäuscht.

Evans verlor auf dieser Prüfung Zeit durch einen weiten Ausritt in einer Linkskurve, profitierte aber von besseren Streckenbedingungen als Zweiter auf der Straße. Damit verbesserte er sich auf Rang vier, 24,2 Sekunden hinter Ogier.

Neuville und Munster wurden auf derselben Prüfung Opfer der schwierigen Bedingungen. Neuville beschädigte sein Auto bei zwei wilden Momenten - ein Sprung führte zu einem Einschlag in eine Böschung, was eine Reifenpanne hinten rechts und eine beschädigte Felge vorne rechts verursachte. Der Belgier verlor 1:20,3 Minuten und fiel auf Platz acht zurück.

Munster scheidet mit defekter Aufhängung aus

Kurz darauf traf es Munster, der an derselben Stelle die Kontrolle verlor, sich beinahe überschlug und seinen Ford Puma mit beschädigter Hinterradaufhängung abstellen musste.

Takamoto Katsuta (Toyota) rückte auf Platz fünf vor, gefolgt von Fourmaux, der mit den zunehmend schwierigen Straßenverhältnissen kämpfte. Der Franzose war vor der fünften Prüfung noch Dritter, 3,2 Sekunden hinter der Spitze. Pajari fiel nach Zeitverlust auf Rang sieben zurück, vor Neuville und M-Sport-Pilot Josh McErlean, der nach einem Kontakt mit einem Stein Glück hatte, keinen Reifenschaden zu erleiden.

Im WRC2-Feld führt Oliver Solberg (Toyota), der jedoch keine Punkte sammelt. Dadurch liegt Alejandro Cachon (Toyota) aktuell in der WRC2-Wertung vorn. Am Nachmittag werden die drei Prüfungen des Vormittags wiederholt.

Motorsport-Total.com

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