RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye Dakar: Etappe 11 Yazeed Al-Rajhi/Timo Gottschalk haben beste Chancen auf den Gesamtsieg
A.S.O.

Rallye Dakar 2025: Al-Rajhi/Gottschalk erobern Führung in Etappe 11 zurück

Nächster Führungswechsel in der vorletzten Dakar-Etappe! - Yazeed Al-Rajhi und Timo Gottschalk haben vor dem abschließenden Tag sechs Minuten Vorsprung

Yazeed Al-Rajhi und Timo Gottschalk haben die besten Chancen auf den Sieg bei der Rallye Dakar 2025 in Saudi-Arabien. Das Toyota-Duo eroberte in der elften Etappe die Führung von ihrem Markenkollegen Henk Lategan zurück. Mattias Ekström (Ford) behauptete mit dem Tagessieg Rang drei vor Nasser Al-Attiyah (Dacia).

Der Donnerstag war der letzte lange und womöglich entscheidende Tag. Es musste eine 516 Kilometer lange Schleife in der Wüste rund um Shubaytah zurückgelegt werden. Die Speziale betrug 276 Kilometer.

Aufgrund von Nebel musste der Start der Etappe verzögert werden, weil die Rettungshelikopter nicht fliegen konnten. Die Strecke für Motorräder und Autos war erneut getrennt. Deshalb haben gestern die Topfahrer gebremst, um eine hintere Startposition zu haben.

Lategan fuhr als Elfter los, während Al-Rajhi und Al-Attiyah als 27. und 28. angriffen. Ekström startete als 25. Vor dem Start hatte Lategan in der Gesamtwertung 2:27 Minuten Vorsprung auf Al-Rajhi. Dieser schmolz in der Sonne dahin.

Schon nach 94 Kilometern lag Al-Rajhi in der virtuellen Zwischenwertung nur noch vier Sekunden hinter Lategan. Bei der Zwischenzeit nach 138 Kilometern lag Al-Rajhi vor seinem Toyota-Markenkollegen. Dieses Bild setzte sich fort.

Nach 209 Kilometern hatte Al-Rajhi in der Gesamtwertung schon fast vier Minuten Vorsprung auf Lategan. Der Südafrikaner zählte zu den ersten Autos, die ins Ziel kamen. Als Al-Rajhi schließlich ankam, hatte die Führung endgültig gewechselt.

Al-Rajhi hat Lategan heute rund achteinhalb Minuten abgenommen. Damit führt Al-Rajhi vor dem abschließenden Tag mit sechs Minuten und elf Sekunden Vorsprung. Lategans Siegchancen wurden deutlich dezimiert.

"Wir hätten es heute nicht besser machen können", hält Lategan fest. "Ich habe alles gegeben. Ich bin in den Dünen kein Experte, aber ich bin glücklich, dass ich das Auto in einem Stück ins Ziel gebracht habe. Wir hatten eine gute Dakar mit Höhen und Tiefen. Insgesamt bin ich zufrieden."

Al-Rajhi steht vor seinem ersten Gesamtsieg. Für Beifahrer Gottschalk wäre es der zweite nach 2011. "Yazeed ist heute top gefahren", lobt der Deutsche. "Das war Dünen ohne Ende, nur von den schwersten und anspruchsvollsten."

"Zwischendurch mussten wir ein Auge auf den Spritverbrauch haben, denn der war extrem hoch - was am schweren Gelände lag. Wir haben uns gut geschlagen und gehen jetzt mit einem guten Vorsprung in die letzte Etappe!"

Ekström hält Al-Attiyah in Schach

Heiß war auch das Duell um den dritten Platz in der Gesamtwertung. Ekström sicherte sich den Tagessieg, den zweiten seiner Karriere in der Ultimate-Klasse, und hatte im Ziel 41 Sekunden Vorsprung auf Al-Attiyah. Damit ist Ekström weiterhin Dritter.

Al-Attiyah hat in der Gesamtwertung etwas mehr als vier Minuten Rückstand auf den Schweden. Somit hat Ekström bei seinem vierten Start die große Chance auf seinen ersten Podestplatz. "Ich habe mein Bestes gegeben", sagt der ehemalige Rallycross-Weltmeister.

"Emil [Bergkvist] und ich haben immer unser Bestes gegeben. Jeder hat natürlich Schwierigkeiten gehabt. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich viel anders machen hätte können. Ich bin mit meiner Rallye zufrieden."

Nani Roma, der am Mittwoch den ersten Tagessieg für den neuen Ford Raptor erobert hat, blieb nach 138 Kilometern stehen. Es gab technische Probleme. Der ehemalige Gesamtsieger musste auf den Assistenztruck warten.

Am Freitag geht die Rallye mit einer kurzen Schleife südlich von Shubaytah zu Ende. Die gewertete Speziale beträgt nur noch 62 Kilometer.

Ergebnis der 11. Etappe (Top 10):
01. Ekström/Bergkvist (M-Sport Ford Raptor) - 4:19:27 Stunden
02. Al-Attiyah/Boulanger (Dacia Sandrider) +0:41 Minuten
03. Al-Rajhi/Gottschalk (Overdrive Toyota Hilux) +1:45
04. Guthrie/Walch (M-Sport Ford Raptor) +9:33
05. Lategan/Cummings (Toyota Hilux) +10:23
06. Ferreira/Palmeiro (X-raid Mini) +11:36
07. Baciuska/Mena (Overdrive Toyota Hilux) +11:54
08. Seaidan/Metge (Taurus) +12:42
09. Serradori/Minaudier (Century) +13:09
10. Price/Berriman (Can-Am) +15:39

Gesamtwertung nach 11 von 12 Etappen (Top 10):
01. Al-Rajhi/Gottschalk (Overdrive Toyota Hilux) - 51:53:36 Stunden
02. Lategan/Cummings (Toyota Hilux) +6:11 Minuten
03. Ekström/Bergkvist (M-Sport Ford Raptor) +22:34
04. Al-Attiyah/Boulanger (Dacia Sandrider) +26:50
05. Guthrie/Walch (M-Sport Ford Raptor) +59:26
06. Serradori/Minaudier (Century) +1:10:08 Stunden
07. Yacopini/Oliveras (Overdrive Toyota Hilux) +1:58:13
08. Ferreira/Palmeiro (X-raid Mini) +2:15:59
09. Quintero/Zenz (Toyota Hilux) +2:19:47
10. Baragwanath/Cremer (Century) +2:53:26

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

TEC7 ORM, Rebenland Rallye: Nach Tag 1 (SP7)

Lengi-Show im steirischen Süden

Michael Lengauer drückte der 13. Ausgabe der Rebenland Rallye in Leutschach seinen Stempel auf / Er hielt Topfavorit Simon Wagner auf Distanz und geht als Halbzeit-Führender in den entscheidenden morgigen Samstag

Bergrallye-Cup: Saisonvorschau

Junge Generation entdeckt die Bergrallye neu

Der steirische Bergrallye-Cup ist aus der heimischen Motorsport-Szene nicht wegzudenken. Seit weit über 40 Jahren werden die kurzen Bergrennstrecken in Angriff genommen und das Interesse reißt nicht ab...

TEC7 ORM, Rebenland-Rallye: Fotos Testtag

Die besten Bilder vom Rebenland-Testtag

motorline.cc-Fotograf Daniel Fessl präsentiert seine besten Bilder vom Test für die bevorstehende Rebenland-Rallye.

TEC7 ORM, Rebenland Rallye: Bericht HRM

Europameister mit klarem Sieg

Spannender Freitag mit je zwei Bestzeiten für Gaubinger, Wagner und Königseder. Am Samstag jedoch konnte Wagner klar dominieren. Königseder gibt Titelverteidigung vorzeitig auf. Der Italiener Laurencich gewinnt ORC

Rebenland Rallye: Vorschau Mitropa Cup

Saisoneröffnung des Mitropa Rally Cup

21 Teams des Mitropa Rally Cup (MRC) kämpfen beim Saisonauftakt in der Südsteiermark um die Punkte. Die Teilnehmer aus vier Nationen fahren auf 16 Sonderprüfungen mit 166 Kilometern Länge um den Sieg in den Wertungsgruppen.