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Rallyshow Santadomenica/Cro: Bericht
Foto: Wagner Motorsport

Gebrüder Wagner auf dem Podium

Ein Comeback der „Wagnerei“ (copyright Jimmy Riegler) gab es beim actionreichen Saisonabschluss bei der Rallyshow Santadomenica. Simon Wagner siegte, Bruder Julian auf Platz drei. Insgesamt waren elf Piloten aus Österreich am Start.

Noir Trawniczek

Bereits traditionell reisen einige österreichische PilotInnen und Teams zur kroatischen Rallyshow Santadomenica, um auf kurzen Schotterprüfungen in familiärer Atmosphäre die Saison würdig ausklingen zu lassen.

Österreichs fünffacher TEC7 ORM Staatsmeister Simon Wagner fuhr (und siegte) dort zum ersten Mal 2018, zwei weitere Siege folgten, zuletzt im Vorjahr. Und so verwundert es wenig, dass Simon in dieser für ihn so erfolgreichen Saison erneut als Sieger die Heimreise aus Kroatien antreten konnte.

Doch Simon winkt ab: „Selbstverständlich war das hier nicht. Denn ich hatte mit Giovanni Trentin einen sehr starken Konkurrenten. Er ist erst 18 Jahre alt aber hat bereits sehr gute Ergebnisse abliefern können.“ So konnte der Italiener, der seit dem 16. Lebensjahr Rallyes fährt, bereits Läufe der stark besetzten italienischen Schotter-Meisterschaft für sich entscheiden.

Simon Wagner gewann letztendlich 3,4 Sekunden vor Trentin - an seiner Seite Debütantin Susanne Mohr aus Deutschland. Simon erzählt: „Sie ist meine Freundin und ich habe sie nach der Rallye gefragt, ob ich ihr zum Sieg oder zum ersten Sieg gratulieren darf. Sie hat Zweiteres gewählt und könnte also noch öfter ins Rallyeauto steigen.“

Den Hyundai i20 N Rally2 teilte sich Simon mit seinem Bruder Julian, was bei der Rallyeshow möglich ist. Auch Simons Stamm-Copilotin Hanna Ostlender war bei dem Kurzzeit-Comeback „inkludiert“. Dafür, dass Julian nach seinem Rückzug aus dem Rallyesport heuer nur einmal als Pilot eines Rallyetaxis tätig war und im Vergleich zu seinem Bruder keine Erfahrungen im Hyundai aufweisen konnte, fuhr er geradezu sensationelle Zeiten und belegte mit 19,2 Sekunden Rückstand Platz drei. Simon: „Julian ist ein Naturtalent mit extrem hohem Grundspeed. Ich hatte meinen Hyundai-Ingenieur dabei und so konnten wir unsere Daten übereinanderlegen.“

Julian: „Nachdem ich ein ganzes Jahr lang so gut wie in keinem Rallyeauto gesessen bin, hatte ich keine Erwartungen. Für mich war das ein Familienausflug als Belohnung nach einem harten Arbeitsjahr. Es waren interessante Einblicke in das Team von Simon und in deren Arbeitsweise. Ich hätte mir die Eingewöhnung an den Hyundai schwieriger vorgestellt, es hat aber gleich gut funktioniert.“

Comeback des Bruderduells? Sponsor gesucht…

Hat das Rallyevirus nach diesem erfreulichen Ausflug Julian wieder gepackt? Wird es weitere Einsätze geben, beispielsweise bei der Jännerrallye? Julian lacht: „Diesen Infekt habe ich schon ewig und der wird auch nicht mehr weggehen. Und natürlich würde ich gerne wieder fahren, doch das ist finanziell nicht zu stemmen.“ Wenn sich jedoch „ein Sponsor melden“ würde, würde Julian wie er sagt „sofort fahren, auch die Jännerrallye, wobei da schon die Zeit knapp wird.“

Erfreulich verliefen auch die Einsätze von Leo Pichler und Andreas Höfler, die relativen Rallyerookies pilotierten jeweils mit Copilot und ORM3-Vizestaatsmeister Lukas Martinelli einen Ford Fiesta Rally2 und belegten die Plätze 13 und 23.

Nicht nehmen ließen sich den Saisonabschluss-Spaß Wolfgang Schmollngruber und seine Freunde von Race Rent Austria. Der Chef zündete wieder seinen Mitsubishi Colt Proto, begann mit einer starken elftschnellsten Zeit in dem 160 Teams starken Feld (mehr als 25 Rally2/R5-Boliden) und belegte am Ende Platz 18. Insgesamt sahen neun österreichische Fahrer die Zielrampe. Die letzte Prüfung musste nach einigen Zwischenfällen aus Zeitmangel abgesagt werden.

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