TEC7 ORM zur Halbzeit | 01.05.2026
TEC7 ORM: Wo noch Spannung herrscht…
Zur Saisonhalbzeit werfen wir einen Blick auf die Tabellen der TEC7 ORM. Einen knappen Kampf gibt es nur noch in der TEC7 ORM2…
Noir Trawniczek
Die TEC7 ORM befindet sich in der Halbzeit - drei von sechs Rallyes wurden absolviert, die Pause bis zur vierten Saisonrallye, der ET König Rallye powered by Erdbau Peter Hopf (12. & 13. Juni) beträgt noch etwas mehr als einen Monat. Eine gute Gelegenheit, auf sportlicher Ebene eine Zwischenbilanz zu ziehen…
Auf dem Papier scheint die Lage klar zu sein: Der fünffache Staatsmeister Simon Wagner hat bei den drei bislang absolvierten Rallyes stets die maximal mögliche Punkteanzahl an Land gezogen und führt mit 101 Punkten vor Michael Lengauer mit 54 sowie Hermann Neubauer mit 46 Zählern auf dem Konto.
Darf man Simon Wagner also bereits zum sechsten Titel in Folge gratulieren? Simon winkt ab: „Sicher haben wir in der ersten Saisonhälfte gute Arbeit geleistet - aber wir haben gerade erst gesehen, dass auch bei uns immer etwas passieren kann.“ Wagner spricht den Kühlerschaden beim tschechischen Saisonauftakt an und fügt hinzu: „Es kann auch ich einmal einen Fehler machen, wir sind alle nur Menschen. Es gibt im Motorsport extrem viele Fehlerquellen.“ Wagner hofft, dass sowohl Lengauer als auch Neubauer weiter eine „starke Konkurrenz“ bilden werden…
Lengauer bleibt kämpferisch
Michael Lengauer spricht von einer „ernüchternden Saisonbilanz“ - zweimal der zweite Platz und der Unfall im Lavanttal liegen dem zweimaligen Sieger der Jännerrallye freilich im Magen. Dennoch gibt sich der 32-jährige Lokführer kämpferisch: „Rein rechnerisch ist noch alles möglich - wir werden daher auf alle Fälle versuchen, das Blatt zu wenden. Grundsätzlich gilt für uns: Wenn wir das Beste aus unserem Paket herausholen können, bin ich guter Dinge, dass wir auch gewinnen können. An der ORM-Spitze ist es halt schon so, dass oft kleine Fehler entscheidend sind.“
Natürlich spielt der Erfahrungsschatz eine große Rolle. Wagner kann auf rund 144 Rallyes zurückblicken, bei Lengauer sind es gerade einmal 30. Lengauer: „Natürlich wird die Quality mit jeder gefahrenen Rallye immer besser. Doch Simon hat es sich erarbeitet, dass er viel fahren kann. Und das musst du erst einmal schaffen.“ Lengauer setzt mit dem Einsatzteam Baumschlager Rallye & Racing auf die Erfahrungswerte dieses Topteams: „Die Expertise von Raimund Baumschlager und seinem Team ist natürlich Gold wert und gleicht manches Erfahrungsmanko ein wenig aus.“ Vor der ET König Rallye wird noch ein Test abgehalten, denn: „Wir wollen nach dem Unfall im Lavanttal wieder ein Gefühl für das Auto bekommen und zudem bin ich die ET König Rallye noch nie gefahren.“
Ein möglicher Vizemeistertitel ist für den zweifachen Staatsmeister Hermann Neubauer kein Anreiz - wohl aber ein Sieg bei seiner „Heimrallye“, der Rallye Weiz: „Weiz steht ganz sicher auf unserem Plan - dort möchte ich alles geben und natürlich wollen wir dort wenn geht auch gewinnen.“ Die ET König Rallye sei aber noch nicht fix eingeplant, sagt der Salzburger. Doch als Vorbereitung auf die Rallye Weiz wäre ein Antritt im Murtal schon wichtig - es besteht also durchaus Hoffnung, dass Neubauer bei der nächsten ORM-Rallye starten wird…
Punkestand der TEC7 ORM
TEC7 ORM2 - knapper Dreikampf an der Spitze
Unsicher sei im Murtal leider auch der Start von Günther Knobloch, der im Renault Clio Rally3 in der TEC7 ORM auf Platz vier liegt und in der TEC7 ORM2 die Tabelle anführt: „Es gibt da eine beruflich bedingte terminliche Herausforderung - aber wir arbeiten an einer Lösung.“
Christoph Zellhofer, der im ZM Racing Suzuki Swift ZMX Proto zwölf Punkte hinter Knobloch den zweiten Tabellenrang belegt, startet ganz sicher im Murtal. denn: „Die Prüfungen dort liegen unserem Auto - da steht also der Sieg auf unserem Plan.“
Mit 26 Punkten Rückstand belegt Maximilian Lichtenegger den dritten Tabellenrang - er wird bei der ET König Rallye starten, aber: „Weiz werden wir eher nicht fahren.“ Denn: „Wir wollen weiterhin international Erfahrungen sammeln.“ Zuletzt konnten Lichtenegger und sein Copilot Bernhard Ettel in der ERC3 das Podium stürmen.
Auch der auf Platz vier liegende Roland Stengg scheint bereit für den Kampf um die ORM2-Spitze - er wurde zuletzt immer schneller...
Nüchtern betrachtet ist die TEC7 ORM2 bei Saisonhalbzeit die einzige Meisterschaft, die noch hart und knapp umkämpft wird. Hier geht es auch um einen spannenden Wettkampf zwischen der zurzeit boomenden FIA-Kategorie Rally3 und der nationalen Proto-Klasse.
Punkestand der TEC7 ORM2
TEC7 ORM3 & RP-Tools Junioren ORM
Sowohl in der TEC7 ORM3 als auch in der RP-Tools Junioren Staatsmeisterschaft dominiert der regierende ORM3- und Junioren-Staatsmeister Marcel Neulinger - in der ORM3 gefolgt von den weiteren Youngsters des Landes wie Lukas und Raphael Dirnberger, Nico Neulinger oder Thomas Traußnig.
Marcel Neulinger gilt neben Maximilian Lichtenegger als Ausnahmetalent und größte Hoffnung des Landes - in der JuniorERC/ERC4 sowie in der ERC3 wollen die beiden internationale Erfahrungen sammeln. Erfolge wie der erwähnte ERC3-Podestplatz von Lichtenegger bei der Rally Sierra Morena zeigen, dass in der ORM auf hohem Niveau gefahren wird.
Punkestand der TEC7 ORM3
Punkestand der RP-Tools Junioren ORM
TEC7 HRM & ORC
Auch in der Historischen Rallye Staatsmeisterschaft (TEC7 HRM) gibt es mit Karl Wagner und seiner Copilotin Gerda Zauner klare Favoriten an der Tabellenspitze. Volvo-Pilot Andreas Schögler, mit 44 Punkten Rückstand auf dem zweiten Tabellenrang liegend, hat wohl kaum reale Chancen, Wagner von der Spitze zu verdrängen. Vorjahres-Staatsmeister Günther Königseder sowie das Ehepaar Gaubinger weisen bereits Rückstände von 54 sowie 56 Punkten auf. Bei den neuen Rallye Classics (ORC) das gleiche Bild: An der Spitze der bisherige Seriensieger Federico Laurencich aus Italien - sein stärkster Verfolger, Sebastian Satzinger, weist bereits einen Rückstand von 60 Zählern auf.
Punkestand der TEC7 HRM
Punkestand der ORC


















