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ARC, Lavanttal Rallye: Vorschau Nothdurfter
Foto: Harald Illmer

One more try – one more chance

Nach zwei Jahren steht für Alfons Nothdurfter wieder einmal ein Start in Wolfsberg und Umgebung auf dem Programm, es wird sein erstes Antreten im Lavanttal mit Christian Roschker und dem noch nicht lange im Besitz befindlichen Ford Fiesta Proto sein. Auch wenn bislang der „Neuerwerb“ ein wenig enttäuscht hat, soll das in der Ausführung noble, aber oftmals launenhafte Auto eine weitere Gelegenheit bekommen, eine erfolgreiche Bewährungsprobe abzulegen. Die bekannt anspruchsvollen Kärntner Strecken sind dafür ein gefragtes Prüffeld.

Auch im 42. Jahr nach dem Beginn seiner Rallye-Laufbahn, in der es nur kurze Unterbrechungen gab, ist Alfons Nothdurfter noch voller Tatendrang. Für die bereits begonnene Saison sind vor Allem Starts in der Austrian Rallye Challenge geplant, auch ein erweitertes Programm unter Einbeziehung der Alpe Adria Rally Trophy steht zur Disposition. Daneben werden auch fallweise Klein-Veranstaltungen zum gelegentlichen Testen und „Aufwärmen“ genützt, so wie zwischenzeitlich die Rallye Zorn, die leider mit einer gebrochenen Schaltstange wenige hundert Meter nach dem ersten SP-Start allzu unglücklich geendet hatte, oder zwei Wochen davor der ADAC SFG Rallyesprint Trostberg, wo der Ford Fiesta Proto als Vorausfahrzeug eingesetzt wurde. Da war der allgemeine Eindruck von den Qualitäten des Autos jedoch ganz gut.

Ein großer Fortschritt somit auch gegenüber der Triestingtal-Rallye, wo Alfons Nothdurfter und Christian Roschker bereits an den Start gegangen waren. Dort schon waren sie zwar mit sehr viel Herz und Einsatz bei der Sache, jedoch konnte die zuvor erfolgte Motor-Instandsetzung erst im letzten Moment abgeschlossen werden. Und um jedes Risiko auszuschließen, wurde der Ladedruck von 1,4 Bar auf 1 Bar herabgesetzt, was gerade auf den schnellen Asphaltstrecken ein fühlbarer Wettbewerbs-Nachteil war. Auch das fallweise aussetzende Lenk-Servo und eine Differentialsperre, die das Auto in Kurven sehr unbeweglich erscheinen ließ, machten Schwierigkeiten. Dennoch freuten sich Alfons und Christian darüber, das Ziel sicher erreicht zu haben, wenn auch deutlich entfernt von einem Proto-Podestplatz.

Für das Lavanttal ist auf jeden Fall wieder vorgesehen, die Motorleistung auf den standardmäßigen Level anzuheben, und auch sonst wird bestmöglich dafür gesorgt, technischen Mängeln vorzubeugen. Um zusätzlich Gewißheit zu bekommen, daß der Ford Fiesta mit dem japanischen „Herz“ und Alfons Nothdurfter gut für die Lavanttal-Rallye eingestimmt sind, wird wenige Tage davor noch beim Autoslalom-Staatsmeisterschaftslauf in Teesdorf ein bißchen Probe gefahren. Und natürlich so, daß auch bei noch sehr frühlingshaften Temperaturen die Reifen qualmen.

Alfons Nothdurfter unternimmt sehr viel, um für die Traditions-Veranstaltung im Lavanttal bestmöglich vorbereitet zu sein. Dieser blickt er ebenso wie Christian Roschker und das gesamte Team mit großer Vorfreude entgegen. Das Nennergebnis zeigt, daß die Rallye auch bei den Teilnehmern unverändert sehr gefragt ist, die Kategorie 8 ist zumindest hinsichtlich der Klasse der stärksten Gegner eine Herausforderung für Jeden, der mitfährt. Die größte Konzentration gilt aus der Sicht der Formation Nothdurfter/Roschker ohnehin der Platzierung in der Austrian Rallye Challenge. Da erfüllt die erste Tagesetappe als willkommenes „Vorspiel“ gute Zwecke.

Ob der Start im Lavanttal ein geglücktes Experiment sein wird, wird der Wettbewerb zeigen. Fest steht jetzt schon: Es wird ein sehr spannendes Experiment. Denn erlebnisreich waren die Rallye-Ausflüge in jener Region immer schon.

Der vorliegende Teambericht wurde im Rahmen des ARC-Presseservice im Zuge der Kooperation von Austrian Rallye Challenge und motorline.cc veröffentlicht.

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