RALLYE

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ARC, Vipavska Dolina: Bericht Friedl
Foto: Marek Pleha

„On the roads again in Slovenia"

Eugen Friedl und Helmut Aigner vom MCL 68 konnten bei ihrer zweiten Rallye mit dem Ford Fiesta Proto erstmals das Ziel erreichen und den Bewerb richtig genießen.

Diese Rallye in Slowenien ist die Nachfolgeveranstaltung der aus den 90er Jahren bekannten SATURNUS-Rallye, die damals zur EM und ÖM zählte.

Eugen war Mitte der 90iger Jahre drei Mal auf VW Golf GTI Gr. A dabei, und erreichte dabei das Ziel jedes Mal mit sehr guten Gesamtergebnissen.

Dieser Bewerb ist der einzige Auslandslauf im Rahmen der ARC Austrian-Rallye-Challenge, hatte 9 Sonderprüfungen mit 96 SP-Kilometern und eine Gesamtlänge von 301 km.

107 internationale Teams !! hatten Ihre Nennung abgegeben.

Zusätzlich zählte diese Rallye auch zum ALPE ADRIA Rallye Cup und gehört zu Eugens Favorits bei den Asphaltrallyes im Ausland. 2023 feierte Helmut bei dieser Veranstaltung erstmals am Co-Pilotensitz an der Seite von Eugen im Mitsubishi Evo IX das erfolgreiche Debüt im Rallyesport.

Heuer waren fast alle Sonderprüfungen neu oder anders, lediglich der Stadtrundkurs und ein Teil der bekannten Kurven in den Weinbergen von Zablje wurden wieder wie 2023 und 2025 gefahren. Die gesamte Strecke war generell wieder sehr selektiv mit allen Arten von Kurven und unterschiedlichen Asphaltoberflächen.

Im Gegensatz zu den kroatischen Rallyes wie QUATTRO RIVER Rallye Ende März, wo fast nur in der „Botanik“ die Kurven geschnitten werden, war hier fast kein „cutten“ möglich, bedingt durch natürliche und künstlich aufgestellte Hindernisse.

Dass auch der Shakedown (=Testsonderprüfung) vor der Rallye ins Programm genommen wurde, erwies sich im Nachhinein als Glücksfall: Beim ersten Durchgang wurde ein auffälliges Antriebsproblem festgestellt, welches nach dem Tausch des vorderen Differentials in „Rekordzeit“ behoben wurde. Somit konnte sogar noch der zweite Durchgang des Shakedowns innerhalb des Zeitrahmens absolviert werden. Jetzt war alles OK und dem eigentlichen Rallyestart stand nichts mehr im Wege.

Freitag abends fand im Stadtzentrum von AJDOVSCINA als Auftakt wieder die legendäre Publikums-SP vor tausenden Zuschauern statt. Es war Volksfeststimmung und ein noch größeres Spektakel als 2025. Leider wählte Eugen die falsche Reifenmischung,
was sich auch an einer mäßigen Fahrzeit zeigte. „Klassisch verwachst“ würde man als Schifahrer sagen!

Am Samstag früh ging es neu motiviert so richtig los.

Als SP 4 wurde die bekannte sehr schnelle Sonderprüfung PREDMEJA am Hochplateau des Gebirges erstmals in die Gegenrichtung gefahren. Auch in der anderen Richtung war es spannend. Leider waren die Tunnels bergauf (ähnlich wie in Monte Carlo) heuer nicht dabei, sondern wurden nur bergab als Verbindungsetappe passiert. Eine landschaftliche Kulisse zum Genießen war es trotzdem. Selten, dass sich sogar auf einer normalen Etappe bei den Tunnels einige Fotografen für Schnappschüsse positionierten.

Ein weiteres Highlight war die Sonderprüfung ZABLJE mit ihren legendären Bergabkehren in den Weinbergen. Auf den letzten Kurven waren so viele begeisterte Zuschauer, es war wie eine kleine Arena!

Vor allem am Nachmittag kamen beide immer besser in Schwung und das sonnige warme Wetter trug natürlich auch zu gehörigem FUN im AUTO bei.

Auf der letzten Sonderprüfung wurde das Tempo vorsichtshalber herausgenommen, denn Eugen wollte keinen weiteren Ausfall so kurz vor Schluss riskieren.

Die Rallye selbst verlief ohne technische Probleme. Ein Danke an das Serviceteam RACE RENT mit Wolfgang Schmollngruber, die einen sehr engagierten und professionellen Job gemacht haben.

Fazit: Eugen und Helmut waren, nach dem technischen Pech Ende März in Kroatien, diesmal besonders happy über die Zielankunft und das Team hat die Rallye sehr genossen. Schlussendlich war im Mittelfeld ein 46. Gesamtrang und 3. Platz in der Klasse die Bilanz. Mit den gefahrenen Sonderprüfungszeiten war Eugen nur teilweise zufrieden aber in der Nachanalyse ergaben sich einige Erkenntnisse, wo noch Potential zum schneller werden ist.

Der hohe Genussfaktor an diesem Wochenende war auf jeden Fall vorhanden.

Der vorliegende Teambericht wurde im Rahmen des ARC-Presseservice im Zuge der Kooperation von Austrian Rallye Challenge und motorline.cc veröffentlicht.

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