TEC7 ORM2, Lavanttal Rallye: Bericht | 12.04.2026
Lokalmatador Lichtenegger holt ORM2-Sieg
Am Ende einer angesichts der wechselnden Witterungsbedingungen schwierigen Rallye gab’s den Premieresieg des jungen Kärntner Lokalmatadors Maximilian Lichtenegger, der gemeinsam mit seinem routinierten Copiloten Bernhard Ettel im Renault Clio Rally3 triumphierte. Knapp dahinter sicherten sich Günther Knobloch und erstmals auch Roland Stengg (beide ebenfalls in einem Renault Clio Rally3) die weiteren Podiumsplätze.
Mit einem stark besetzten Starterfeld und vielen Top-Teams war die 2026 erstmals als Staatsmeisterschaft ausgeschriebene TEC7 ORM2 auch beim dritten Meisterschaftslauf der Saison, der Kärntner Lavanttal-Rallye, ein Garant für packende Rallye-Action. Die Staatsmeisterschaft für seriennahe Allradfahrzeuge erfreut sich – wie nicht zuletzt 16 in der Klasse gestartete Teams beweisen – großer Beliebtheit. Wie schon bei der Jännerrallye und im steirischen Rebenland bekamen die tausenden Rallye-Fans an den Sonderprüfungen rund um die Bezirkshauptstadt Wolfsberg auch bei der LASERHERO Lavanttal-Rallye powered by Dohr Wolfsberg/SG Toolbox großartigen Rallyesport zu sehen.
Von Beginn an entwickelte sich ein intensiver Vierkampf um die Bestzeiten und um die Führungsposition, in dem gegen Ende des Tages der junge Kärntner Lokalmatador Maximilian Lichtenegger die Oberhand gewann. Zunächst hatten Christoph Zellhofer/Anna Maria Seidl im Suzuki Swift ZMX die erste Duftmarke mit der Auftakt-SP-Bestzeit gesetzt, danach waren es Günther Knobloch/Erik Fürst, welche auf SP 2 die schnellste Zeit in den feuchten Asphalt brannten. Ab der dritten Sonderprüfung übernahm jedoch Lichtenegger mit vier aufeinanderfolgenden SP-Bestzeiten das Kommando. Bei der Einfahrt in den Parc fermé am Ende des ersten Tages lagen er und „Co“ Berni Ettel 19,7 Sekunden vor Knobloch/Fürst, 25,3 Sekunden vor Zellhofer/Seidl und 29 Sekunden vor Roland Stengg und Copilotin Rebeka Kobal.
Youngster Lichtenegger begann dann den zweiten Tag der Lavanttal-Rallye so, wie er den ersten beendet hatte: mit einer klaren Bestzeit, womit er seinen Vorsprung in der TEC7 ORM2 auf 30 Sekunden ausbaute und von da an taktisch agieren konnte. Das tat der Spannung jedoch keinen Abbruch, denn hinter Lichtenegger gingen die beinharten Sekundenduelle weiter. Knobloch, Zellhofer und Stengg holten sich abwechselnd die SP-Bestzeiten, und Suzuki-Pilot Zellhofer war es schließlich auch, der die schnellste Zeit auf der Powerstage „Prebl-Perner 2“ erzielen konnte. Doch sein Schlussangriff kam zu spät, lediglich 2,7 Sekunden fehlten ihm auf Roland Stengg, der sich mit Platz drei hinter Knobloch sein erstes TEC7 ORM2-Podium sicherte.
Beim großen Heimsieger Maximilian Lichtenegger war der Jubel verständlicherweise besonders groß, zumal er nicht nur die TEC7 ORM2 gewann, sondern mit seiner tollen Fahrt auch noch als Dritter auf das Gesamt-Podium der TEC7 ORM fuhr: „Natürlich kann man nicht damit rechnen, dass so viele Rally2-Autos ausfallen und man dann plötzlich mit einem Rally3-Auto auf dem dritten Platz steht. Aber ich nehme es trotzdem gerne an, das ist ein absolutes Highlight für uns. Danke an unser Team, danke an die vielen Fans. Dass ich mit diesem dritten Platz den Status eines Prioritätsfahrers erhalte, ist natürlich ein absoluter Vorteil bei internationalen Rallyes.“ Rebenland-Sieger Günther Knobloch war ebenfalls zufrieden: „Ich nehme den zweiten Platz sehr gerne, Maxi war bei seiner Heimrallye top motiviert und hat den Sieg absolut verdient, Gratulation dazu! Wenn man einen Blick in die Gesamtwertung macht und sieht, dass von Platz drei bis sechs vier ORM2-Starter klassiert sind, dann sieht man, wie hoch das Niveau in der ORM2 ist!“ Außerordentlich zufrieden war schließlich auch Roland Stengg, der in Kärnten nicht nur seine erste TEC7 ORM2-SP-Bestzeit erzielte, sondern auch gleich sein erstes Podium einfahren konnte: „Eine mega Rallye für uns, ich bin überglücklich. Ein großes Dankeschön an meine Copilotin und an alle meine Sponsoren und Unterstützer. Das macht definitiv Lust auf mehr, ich kann die Judenburg-Rallye kaum erwarten!“
Die weiteren Plätze hinter dem viertplatzierten Christoph Zellhofer gingen an einen weiteren Lokalmatador: Andreas Schart mit Copilot Hannes Dettelbacher im Mitsubishi Lancer Evo IX belegte Platz fünf. Auf Platz sechs folgte das Duo Manuel Wurm/Michael Wenzel (Renault Clio Rally3), auf Rang sieben Gerolf Schuller/Kathrin Riedlingshofer-Milev (Mitsubishi Lancer Evo VI), Achte wurden die deutschen Gäste Robby Fechner/Florian Pitzk (Renault Clio Rally3), Neunte Peter Ölsinger/Petra Seher (Mitsubishi Space Star). Abgerundet wurden die ORM2 Top-Ten von Alfons Nothdurfter/Christian Roschker im Ford Fiesta Proto.
Der nächste Lauf zur österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft und somit auch zur TEC7 ORM2 findet am 12. und 13. Juni 2026 mit der „ET König Rallye powered by Erdbau-Mietpark Peter Hopf“ im steirischen Murtal bei Judenburg statt.

















