Desaster für Neuville | 29.01.2026
Warum Neuville bei der "Monte" baden ging
Thierry Neuville fängt sich mehr als zehn Minuten Rückstand auf den Rallyesieger bei der Rallye Monte-Carlo 2026 ein - woran es bei Hyundai hapert
Der Weltmeister von 2024 erlebte ein Desaster bei der Rallye Monte-Carlo 2026. Während Toyota beim Saisonauftakt der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) in einer eigenen Liga fuhr, quälte sich Thierry Neuville auf einen abgeschlagenen fünften Platz. Ein Ergebnis, das mehr Fragen aufwirft als Antworten liefert.
Schon vor dem ersten Meter der Rallye Monte Carlo klang Thierry Neuville ungewohnt kleinlaut. Wer zwischen den Zeilen las, merkte schnell: Der Champion hat sein "Popometer" verloren. Er würde "ein bisschen lügen", wenn er behaupten würde, Vertrauen ins Auto zu haben, gab er zu Protokoll. Das bittere Ende vom Lied: Über zehn Minuten Rückstand auf den Sieger Oliver Solberg.
Zweimal hat Neuville die "Monte" in der Vergangenheit bereits gewonnen (2020 und 2024), doch dieses Jahr schien er nur Passagier in seinem eigenen Hyundai i20 N zu sein. Die Bilanz nach 17 Wertungsprüfungen:
- Shakedown: Defekt an Antriebswelle und Aufhängung
- WP 9: Abflug in den Graben (drei Minuten Zeitverlust)
- WP 12: Dreher im Schnee-Chaos
- WP 15: Reifenschaden (weitere 2,5 Minuten Verlust)
Doch das eigentliche Problem waren nicht die Patzer, sondern das fehlende Gefühl. "Es war die schwierigste Monte, die ich je gefahren bin", bilanziert Neuville sichtlich bedient. "Ich hatte keine Kontrolle und habe sie viele Male verloren. Das Ziel war am Ende nur noch, alle Räder am Auto zu behalten."
Ändert sich der Grip, wird es kritisch
Es ist bekannt, dass der Hyundai i20 N kein Asphalt-Auto ist und gern zur Diva wird, sobald Gripverhältnisse sich ändern. Das Team hat zwar über den Winter versucht, die Frontpartie zu optimieren, um das Auto berechenbarer zu machen - zu wenig, wie sich bei der "Monte" gnadenlos zeigte.
Besonders deutlich wurde der Unterschied zu Toyota beim "Cutten". Während der Toyota GR Yaris stabil bleibt, wenn die Kurve am Innenrand geschnitten wird, quittiert der Hyundai solche Manöver mit einem nervösen Heck.
Teamkollege Adrien Fourmaux, der immerhin zwei WP-Siege holte, bringt es auf den Punkt: "Sobald es holprig wird oder sich der Grip ständig ändert, haben wir massive Probleme."
Hoffnung auf Schotter
Sportdirektor Andrew Wheatley versucht derweil, die Wogen zu glätten und schiebt das Debakel auf die extremen Bedingungen, die man so nicht getestet habe. Die Rallye Monte-Carlo 2026 galt als die wettertechnisch schwierigste sei mehr als einem Jahrzehnt.
Neuville selbst hofft auf den Untergrund-Wechsel. In Schweden (Schnee) und auf den späteren Schotter-Events fühlte sich der Hyundai zuletzt deutlich besser an.
Aber eines ist klar: Wenn Hyundai den Titel zurückerobern will, muss das Auto auch auf Asphalt funktionieren.
Thierry Neuville fängt sich mehr als zehn Minuten Rückstand auf den Rallyesieger bei der Rallye Monte-Carlo 2026 ein - Woran es bei Hyundai hapert
Der Weltmeister von 2024 erlebte ein Desaster bei der Rallye Monte-Carlo 2026. Während Toyota beim Saisonauftakt der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) in einer eigenen Liga fuhr, quälte sich Thierry Neuville auf einen abgeschlagenen fünften Platz. Ein Ergebnis, das mehr Fragen aufwirft als Antworten liefert.
Schon vor dem ersten Meter der Rallye Monte-Carlo klang Thierry Neuville ungewohnt kleinlaut. Wer zwischen den Zeilen las, merkte schnell: Der Champion hat sein "Popometer" verloren. Er würde "ein bisschen lügen", wenn er behaupten würde, Vertrauen ins Auto zu haben, gab er zu Protokoll. Das bittere Ende vom Lied: über zehn Minuten Rückstand auf den Sieger Oliver Solberg.
Zweimal hat Neuville die "Monte" in der Vergangenheit bereits gewonnen (2020 und 2024), doch dieses Jahr schien er nur Passagier in seinem eigenen Hyundai i20 N zu sein. Die Bilanz nach 17 Wertungsprüfungen:
- Shakedown: Defekt an Antriebswelle und Aufhängung
- WP 9: Abflug in den Graben (drei Minuten Zeitverlust)
- WP 12: Dreher im Schnee-Chaos
- WP 15: Reifenschaden (weitere 2,5 Minuten Verlust)
Doch das eigentliche Problem waren nicht die Patzer, sondern das fehlende Gefühl. "Es war die schwierigste Monte, die ich je gefahren bin", bilanziert Neuville sichtlich bedient. "Ich hatte keine Kontrolle und habe sie viele Male verloren. Das Ziel war am Ende nur noch, alle Räder am Auto zu behalten."
Ändert sich der Grip, wird es kritisch
Es ist bekannt, dass der Hyundai i20 N kein Asphalt-Auto ist und gern zur Diva wird, sobald Gripverhältnisse sich ändern. Das Team hat zwar über den Winter versucht, die Frontpartie zu optimieren, um das Auto berechenbarer zu machen - zu wenig, wie sich bei der "Monte" gnadenlos zeigte.
Besonders deutlich wurde der Unterschied zu Toyota beim "Cutten". Während der Toyota GR Yaris stabil bleibt, wenn die Kurve am Innenrand geschnitten wird, quittiert der Hyundai solche Manöver mit einem nervösen Heck.
Teamkollege Adrien Fourmaux, der immerhin zwei WP-Siege holte, bringt es auf den Punkt: "Sobald es holprig wird oder sich der Grip ständig ändert, haben wir massive Probleme."
Hoffnung auf Schotter
Sportdirektor Andrew Wheatley versucht derweil, die Wogen zu glätten und schiebt das Debakel auf die extremen Bedingungen, die man so nicht getestet habe. Die Rallye Monte-Carlo 2026 galt als die wettertechnisch schwierigste seit mehr als einem Jahrzehnt.
Neuville selbst hofft auf den Untergrund-Wechsel. In Schweden (Schnee) und auf den späteren Schotter-Events fühlte sich der Hyundai zuletzt deutlich besser an.
Aber eines ist klar: Wenn Hyundai den Titel zurückerobern will, muss das Auto auch auf Asphalt funktionieren.



















