WRC, Kroatien Rallye: Vorschau K4 | 05.04.2026
Keferböck & Minor wollen Führung im WRC Masters Cup zurückerobern
Nach dem Sieg in Monte Carlo kehren Johannes Keferböck und Ilka Minor zurück in den WRC Masters Cup: Bei der Kroatien Rallye und der Gran Canaria Rallye gibt es für das K4 Rally Team nur ein Ziel: Maximale Punkte und Rückeroberung der Tabellenführung!
Bei der Rallye Monte Carlo konnten Johannes Keferböck und Ilka Minor in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) die Wertung im WRC Masters Cup (für Piloten über 50) gewinnen und damit auch die Tabellenführung übernehmen. Das K4 Rally Team hat also beim Saisonauftakt das gesetzte Ziel, die maximale Punkteanzahl im WRC Masters Cup zu holen, erreicht.
Unterdessen hat die Weltmeisterschaft ihre Läufe in Schweden und Kenia abgehalten - die Tabellenführung ging nun an den Griechen Georgios Vasilakis, der in Schweden Platz fünf des Masters Cup belegen und bei der Safari Rallye den Masters Cup-Sieg einfahren konnte. Vasilakis führt nun mit 35 Punkten vor Keferböck und dem Polen Michal Solowow, die sich mit jeweils 25 Zählern den zweiten Tabellenrang teilen.
Jetzt kehrt das K4 Rally Team wieder zurück in die Weltmeisterschaft: Sowohl bei der Kroatien-Rallye (10. bis 12. April) als auch bei der Kanaren-Rallye (23. bis 26. April) zünden Johannes Keferböck und Ilka Minor wieder ihre bildhübsche „K4-Rakete“, den schwarz-grünen Toyota GR Yaris Rally2, der wieder vom französischen Semi-Werksteam Toyota Gazoo Racing France eingesetzt wird.
„Nur der Sieg zählt“
Die Herangehensweise ist für Johannes Keferböck sonnenklar: „Wir wollen natürlich wieder den Sieg im WRC Masters Cup einfahren - die Maximalpunkteanzahl ist stets unser Ziel, nur so kannst du am Ende den WRC Masters Cup gewinnen.“
Der Hintergrund: Von den 14 Rallyes im WRC-Kalender können die Teams des WRC Masters Cup sieben Rallyes auswählen, davon werden die sechs besten Ergebnisse für die Endabrechnung herangezogen. Tabellenleader Georgios Vasilakis und Michal Solowow werden die beiden kommenden Rallyes nicht bestreiten, doch es kommen andere starke Teams hinzu. Keferböck: „Man muss sie alle im Auge behalten. Vasilakis und Solowow sind zwar in Kroatien und Gran Canaria nicht am Start, doch sie können ja bei den darauf folgenden Rallyes punkten.“ Quasi ins Auge gestochen ist Johannes eine Pilotin aus Paraguay: „Andrea Lafaria ist mir bei der Safari Rallye aufgefallen, dort wurde sie Dritte im Masters Cup - sie fährt immer volle Kanne und sie startet auf den Kanaren - da müssen wir natürlich die Rallye vor ihr beenden.“
WRC3-Weltmeister Lefebvre an Bord
Zunächst jedoch steht Kroatien auf dem Programm - Johannes Keferböck ist dort bereits dreimal angetreten, weiß also, was auf ihn zukommt. Allerdings: Heuer sind rund 70 Prozent der Sonderprüfungen neu. Für Johannes kein Nachteil: „Es ist für alle eine neue Herausforderung.“
Laut aktuellen Wetterprognosen könnte es an den Rallyetagen regnen. Die erfahrene Copilotin Ilka Minor erachtet das als Vorteil: „Wenn es schmierig und schwierig wird, kommt das dem Fahrstil von Johannes entgegen, das liegt ihm.“
Wie schon in Monte Carlo überlässt das K4 Rally Team nichts dem Zufall und hat erneut eine professionelle „Gravel Crew“ engagiert - nämlich niemand geringeren als Stephane Lefebvre, den WRC3-Weltmeister 2014. Johannes: „Seine Erfahrung ist Gold wert und wir arbeiten gemeinsam auch intensiv an der laufenden Optimierung unseres Aufschriebs.
Heimkehr in den „WM-Zirkus“
Für Ilka Minor, die seit ihrem WM-Debüt 1997 als Copilotin von Achim Mörtl mit weiteren Größen wie Manfred Stohl, Evgeny Novikov oder Henning Solberg seit rund 25 Jahren regelmäßig in der Weltmeisterschaft am Start war, sind die gemeinsamen WM-Starts mit Johannes Keferböck immer auch so etwas wie eine „Heimkehr“ in den WM-„Zirkus“. Ilka schmunzelt: „Natürlich hat man über die vielen Jahre hinweg Freundschaften zu verschiedenen WM-Kollegen geschlossen und ich freue mich stets aufs Neue, in die WRC zurückzukehren. Bei der Besichtigung und beim Zeremonienstart ergibt sich ja doch immer wieder die Gelegenheit, mit den Kollegen zu plaudern.“
Ab der ersten Sonderprüfung jedoch zählt nur noch das gesteckte Ziel: Maximale Punkte im WRC Masters Cup einfahren! Die Kroatien Rallye ist zurzeit jene WM-Rallye, die für österreichische Rallyefans am nächsten gelegen ist. Johannes Keferböck sagt: „Wir freuen uns immer, wenn uns heimische Fans die Daumen drücken und sie uns im Servicepark besuchen kommen.“


















