RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC, Kroatien Rallye: Vorschau K4
Foto: Gazoo Racing france

Keferböck & Minor wollen Führung im WRC Masters Cup zurückerobern

Nach dem Sieg in Monte Carlo kehren Johannes Keferböck und Ilka Minor zurück in den WRC Masters Cup: Bei der Kroatien Rallye und der Gran Canaria Rallye gibt es für das K4 Rally Team nur ein Ziel: Maximale Punkte und Rückeroberung der Tabellenführung!

Bei der Rallye Monte Carlo konnten Johannes Keferböck und Ilka Minor in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) die Wertung im WRC Masters Cup (für Piloten über 50) gewinnen und damit auch die Tabellenführung übernehmen. Das K4 Rally Team hat also beim Saisonauftakt das gesetzte Ziel, die maximale Punkteanzahl im WRC Masters Cup zu holen, erreicht.

Unterdessen hat die Weltmeisterschaft ihre Läufe in Schweden und Kenia abgehalten - die Tabellenführung ging nun an den Griechen Georgios Vasilakis, der in Schweden Platz fünf des Masters Cup belegen und bei der Safari Rallye den Masters Cup-Sieg einfahren konnte. Vasilakis führt nun mit 35 Punkten vor Keferböck und dem Polen Michal Solowow, die sich mit jeweils 25 Zählern den zweiten Tabellenrang teilen.

Jetzt kehrt das K4 Rally Team wieder zurück in die Weltmeisterschaft: Sowohl bei der Kroatien-Rallye (10. bis 12. April) als auch bei der Kanaren-Rallye (23. bis 26. April) zünden Johannes Keferböck und Ilka Minor wieder ihre bildhübsche „K4-Rakete“, den schwarz-grünen Toyota GR Yaris Rally2, der wieder vom französischen Semi-Werksteam Toyota Gazoo Racing France eingesetzt wird.

„Nur der Sieg zählt“

Die Herangehensweise ist für Johannes Keferböck sonnenklar: „Wir wollen natürlich wieder den Sieg im WRC Masters Cup einfahren - die Maximalpunkteanzahl ist stets unser Ziel, nur so kannst du am Ende den WRC Masters Cup gewinnen.“

Der Hintergrund: Von den 14 Rallyes im WRC-Kalender können die Teams des WRC Masters Cup sieben Rallyes auswählen, davon werden die sechs besten Ergebnisse für die Endabrechnung herangezogen. Tabellenleader Georgios Vasilakis und Michal Solowow werden die beiden kommenden Rallyes nicht bestreiten, doch es kommen andere starke Teams hinzu. Keferböck: „Man muss sie alle im Auge behalten. Vasilakis und Solowow sind zwar in Kroatien und Gran Canaria nicht am Start, doch sie können ja bei den darauf folgenden Rallyes punkten.“ Quasi ins Auge gestochen ist Johannes eine Pilotin aus Paraguay: „Andrea Lafaria ist mir bei der Safari Rallye aufgefallen, dort wurde sie Dritte im Masters Cup - sie fährt immer volle Kanne und sie startet auf den Kanaren - da müssen wir natürlich die Rallye vor ihr beenden.“

WRC3-Weltmeister Lefebvre an Bord

Zunächst jedoch steht Kroatien auf dem Programm - Johannes Keferböck ist dort bereits dreimal angetreten, weiß also, was auf ihn zukommt. Allerdings: Heuer sind rund 70 Prozent der Sonderprüfungen neu. Für Johannes kein Nachteil: „Es ist für alle eine neue Herausforderung.“

Laut aktuellen Wetterprognosen könnte es an den Rallyetagen regnen. Die erfahrene Copilotin Ilka Minor erachtet das als Vorteil: „Wenn es schmierig und schwierig wird, kommt das dem Fahrstil von Johannes entgegen, das liegt ihm.“

Wie schon in Monte Carlo überlässt das K4 Rally Team nichts dem Zufall und hat erneut eine professionelle „Gravel Crew“ engagiert - nämlich niemand geringeren als Stephane Lefebvre, den WRC3-Weltmeister 2014. Johannes: „Seine Erfahrung ist Gold wert und wir arbeiten gemeinsam auch intensiv an der laufenden Optimierung unseres Aufschriebs.

Heimkehr in den „WM-Zirkus“

Für Ilka Minor, die seit ihrem WM-Debüt 1997 als Copilotin von Achim Mörtl mit weiteren Größen wie Manfred Stohl, Evgeny Novikov oder Henning Solberg seit rund 25 Jahren regelmäßig in der Weltmeisterschaft am Start war, sind die gemeinsamen WM-Starts mit Johannes Keferböck immer auch so etwas wie eine „Heimkehr“ in den WM-„Zirkus“. Ilka schmunzelt: „Natürlich hat man über die vielen Jahre hinweg Freundschaften zu verschiedenen WM-Kollegen geschlossen und ich freue mich stets aufs Neue, in die WRC zurückzukehren. Bei der Besichtigung und beim Zeremonienstart ergibt sich ja doch immer wieder die Gelegenheit, mit den Kollegen zu plaudern.“

Ab der ersten Sonderprüfung jedoch zählt nur noch das gesteckte Ziel: Maximale Punkte im WRC Masters Cup einfahren! Die Kroatien Rallye ist zurzeit jene WM-Rallye, die für österreichische Rallyefans am nächsten gelegen ist. Johannes Keferböck sagt: „Wir freuen uns immer, wenn uns heimische Fans die Daumen drücken und sie uns im Servicepark besuchen kommen.“

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

ORM/ARC, OBM Rallye: Nach SP9

Der Titelkampf ist noch immer offen!

Vor den fünf Nachmittagsprüfungen liegt Simon Wagner bei der OBM Land der 1000 Hügel Rallye in Führung / Hermann Neubauer hat mit seinem derzeitigen zweiten Platz die besten Titelchancen / Michael Lengauer muss hoffen

ORM, OBM Rallye: Nach SP2

Führungs-Quartett in Krumbach

Nach zwei Prüfungen liegen bei der OBM Land der 1000 Hügel Rallye die ersten Vier fast gleichauf / Die erwartete Sekundenschlacht im Titelkampf wurde schon in der Anfangsphase bestätigt / Simon Wagner führt momentan

EHRC Gravel, East Sweden: Bericht Rosenberger

Rosenberger: Nur Latvala war schneller...

In Schweden holen Kris Rosenberger/Nicola Junschke-Bleicher ein wichtiges Podium. Mit starkem zweiten Platz erobert das Duo viele Punkte für die EHRC Gravel Wertung. Wie schon in Griechenland muss man sich nur Jari-Matti Latvala geschlagen geben

ARC, OBM Rallye: Bericht Baumschlager

Unerwartetes Podium im Titelshowdown!

Das Saisonfinale der TEC7 ORM bot wie erwartet Spannung und Dramatik bis zum Schluss. Mit einer Podiumsplatzierung hatte Rekordstaatsmeister Raimund Baumschlager bei der OBM Land der 1000 Hügel Rallye allerdings nicht gerechnet.

ORM/ARC, OBM Rallye: Rallye Radio

Rallye Radio bei der OBM Rallye

Noir Trawniczek ist auch bei der OBM Land der 1.000 Hügel Rallye wieder auf Stimmenfang unterwegs - die Einstiegszeiten vom Samstag.

Die mehrfachen Historic-Europameister Karl Wagner und Gerda Zauner kamen bereits als neue TEC7 HRM-Staatsmeister nach Krumbach und feierten ihren Titel mit einem überlegenen Sieg bei der OBM Land der 1000 Hügel Rallye. Das Ehepaar Gaubinger fuhr zum Vizemeistertitel.