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WRC-Verkauf vor Abschluss Malcolm Wilson verhandelt mit potenziellen Investoren der WRC
DPPI

Neuer Promoter soll bald verkündet werden

Ein 25-Jahres-Deal für die WRC? Die FIA sucht einen langfristigen Partner statt kurzer Investment-Deals - Die Entscheidung steht nun unmittelbar bevor

Die Suche nach einem neuen Inhaber der kommerziellen Rechte für die Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) biegt auf die Zielgerade ein. Wie Malcolm Wilson, der stellvertretende FIA-Präsident, im Rahmen des Saisonauftakts in Monte Carlo bestätigte, stehe ein Abschluss kurz bevor. Eine offizielle Bekanntgabe werde innerhalb der nächsten zwei Monate erwartet.

Die Zukunft der WRC-Vermarktung ist bereits seit dem vergangenen Jahr ein zentrales Thema im Fahrerlager. Nachdem Berichte laut wurden, dass die bisherige WRC Promoter GmbH (ein Joint Venture von Red Bull und der Investmentgesellschaft KW25) einen Verkauf anstrebt, leitete die FIA im August 2025 ein offizielles Ausschreibungsverfahren ein. Die aktuellen Rechteinhaber führen die Geschäfte der Weltmeisterschaft bereits seit dem Jahr 2013.

Nach Informationen der englischsprachigen Ausgabe von Motorsport.com, einer Schwesterpublikation von Motorsport-Total.com, gab es anfänglich Interessenten aus Europa, Amerika und dem Nahen Osten. Inzwischen hat sich der Kreis der Bewerber deutlich eingeengt. Aktuell findet eine sogenannte "Due Diligence" (eingehende Prüfung) mit einem potenziellen Käufer statt, der seinen Sitz in Europa haben soll.

Langfristige Vision statt schneller Ausstieg

FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem hatte bereits zuvor betont, dass der neue Vertrag eine Laufzeit von bis zu 25 Jahren umfassen könnte. Die Erlöse aus dem Verkauf der Rechte sollen zudem direkt wieder in die Meisterschaft investiert werden. Malcolm Wilson hob in einer Medienrunde hervor, dass man gezielt nach einem Partner mit langfristigen Absichten gesucht habe.

"Wir sind sehr nah dran und erwarten innerhalb der nächsten Monate eine Bestätigung. Es war ein langer Prozess und eine massive Herausforderung", erklärte Wilson. "Viele Interessenten waren Investmenthäuser, die auf einen Ausstieg nach fünf oder sieben Jahren aus sind. Das ist für sie lukrativ, aber für mich war es wichtig, jemanden mit einer langfristigen Vision und Verpflichtung gegenüber der WRC zu finden, um den Sport wieder dorthin zu bringen, wo er meiner Meinung nach sein muss."

Enge Zusammenarbeit mit der FIA gefordert

Ein wesentliches Kriterium für den neuen Rechteinhaber wird die räumliche und strategische Nähe zum Weltverband sein. Wilson betonte, dass der künftige Promoter eng mit der FIA-Zentrale in Genf zusammenarbeiten müsse, um das Wachstum der Serie voranzutreiben.

"Wir brauchen jemanden, der sehr nah an Genf dran ist oder in der Anfangsphase sogar direkt bei der FIA sitzt", so Wilson weiter. "Wir müssen gemeinsam arbeiten, um den Sport zu vergrößern. Der neue Partner wird frische Ideen mitbringen, und wir müssen offen dafür sein." Er zeigte sich zuversichtlich, dass der Deal bald finalisiert werden kann, mahnte jedoch zur Geduld, bis die Verträge tatsächlich unterzeichnet sind.

Motorsport-Total.com

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