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WRC übernimmt F1-Technik In Sardinen testet die WRC erstmals bei einer Rallye eine Helmkamera (Symbolbild)
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WRC übernimmt Formel-1-Technik: Helmkamera vor Live-Premiere

Formel-1-Technik hält Einzug in die WRC: Auf Sardinien testet M-Sport eine FIA-zugelassene Helmkamera für mögliche Livebilder aus dem Rallye-Auto

Die Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) wird beim Saisonfinale in der kommenden Woche in Italien eine Helmkamera im Stil der Formel 1 testen. Damit soll das Bildmaterial der TV-Übertragungen auf ein neues Niveau gehoben werden.

Helmkameras haben sich im Rundstreckensport etabliert: Rennserien wie die Formel E, die Supercars und die Formel 1 nutzen diese Technologie bereits erfolgreich, um den Fans noch spektakulärere Einblicke zu bieten.

Die WRC hatte die Technik bereits 2024 gemeinsam mit dem italienischen Helmhersteller Stilo evaluiert, der damals einen Prototyp entwickelte. Fahrer hatten die Kameras in der Vergangenheit zwar bei Tests vor den Veranstaltungen eingesetzt, bei offiziellen WRC-Rallyes war die Nutzung bislang jedoch nicht gestattet.

Erster Live-Test mit M-Sport

Auf Sardinien wagt die WRC nun allerdings einen Live-Test mit einer integrierten Helmkamera von Bell, die von der FIA zugelassen ist und auf derselben Technologie wie jene in der Formel 1 basiert. Der Test wird vom Team M-Sport-Ford durchgeführt. Verläuft er erfolgreich, könnten die Aufnahmen bereits am Rallye-Wochenende direkt in die Live-Übertragung eingebunden werden.

"Wir werden die Medienabteilung verstärken, um sicherzustellen, dass wir beim Content einen neuen Ansatz verfolgen", erklärt WRC-Geschäftsführer Eric Boullier gegenüber der englischsprachigen Ausgabe von Motorsport.com. "Schon bei der nächsten Rallye auf Sardinien werden wir diese Helmkamera testen. Es ist dieselbe Technologie wie in der Formel 1, daher habe ich mich mit ihnen in Verbindung gesetzt, um sicherzustellen, dass wir sie testen können."

"Eines der M-Sport-Autos wird [auf Sardinien] damit ausgerüstet sein, und wir wollen einen Live-Test machen. Die Technologie wurde von der FIA genehmigt und in der Formel 1 offensichtlich erfolgreich getestet und eingesetzt. Genau das wollen wir nun auch tun", so Boullier weiter. "Wir werden es am Donnerstag und Freitag testen. Wenn es funktioniert, sieht man die Aufnahmen vielleicht schon in der Live-Berichterstattung."

Was der neue WRC-Promoter sonst noch plant

Die Verbesserung des Storytellings und des TV-Produkts gehört zu den Kernaufgaben, die sich die neuen Eigentümer der WRC auf die Fahnen geschrieben haben. Die Helmkamera ist dabei nur der erste Schritt einer ganzen Reihe von Neuerungen.

Bei seinem ersten Medienauftritt seit der Übernahme des WRC-Promoters durch das französische Automobilunternehmen Cosmobilis und den privaten Kreditinvestor Park Square Capital enthüllte Boullier zudem Pläne, den Servicepark der WRC in eine Arena umzugestalten. Dies ist Teil einer umfassenderen Initiative zur Aufwertung des Fangerlebnisses. Mehr Einblicke hinter die Kulissen der neuen WRC-Arena zu zeigen, soll künftig ein zentraler Baustein der Berichterstattung sein.

"Wir arbeiten außerdem daran, die Technologie zu verbessern und aufzurüsten, um eine höhere Bandbreite aus dem Auto heraus zu ermöglichen. So können wir mehr Daten aus dem Fahrzeug holen, mehr Kameras einsetzen, aber auch mehr Daten erfassen, die wir unseren Fans in Zukunft über die verschiedenen Plattformen präsentieren können", ergänzt Boullier.

"Wir werden an all dem arbeiten. Es wird also weniger [Bilder von] springenden Autos geben, dafür aber etwas mehr Emotionen und mehr Einblicke in das Leben in der WRC-Arena - dem ehemaligen Servicepark. Darüber hinaus wollen wir neue Persönlichkeiten und neue Fahrer auf den Plattformen in den Vordergrund rücken, um insgesamt mehr Content zu bieten."

Motorsport-Total.com

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