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Georg Gschwandner im Interview
Foto: privat

„Sind sehr glücklich mit dem Starterfeld“

ARC Rallye Triestingtal-Veranstalter Georg Gschwandner im Interview: Wie es zur Rückkehr des Rallyesports ins Triestingtal kam und warum er sich besonders geehrt fühlt…

Noir Trawniczek

Georg Gschwandner hat bereits sein Veranstalter-Talent beweisen können, als er 2021 mit der Blaufränkischland Rallye die erste Rallye unter Corona abhalten konnte. Auch bei der ARC Rallye Triestingtal scheint der Obmann der Austrian Rallye Challenge ein „goldenes Händchen“ zu haben. Wir baten zum Interview.

Du hast mit der ARC Rallye Triestingtal den Rallyesport zurück ins Triestingtal gebracht - dieses Comeback scheint ein voller Erfolg zu werden…

Davon gehen wir aus und das hoffen wir auch sehr. Wir haben uns als Veranstalter sehr bemüht und sind extrem glücklich über die vielen Nennungen. Auch von prominenten Teilnehmern wie zum Beispiel Manfred Stohl, der natürlich noch immer ein extremes Vorbild in unserem Sport ist. Da werden sicher einige ARC-Teams stolz darauf sein, mit ihm im gleichen Bewerb starten zu dürfen.

Stimmt es, dass du in deinen ganz jungen Jahren mit dem Rudi Stohl mitgefahren bist zu den Rallyes wie in Griechenland - dass du das als ganz junger Fan erlebt hast?

Ja, wir haben uns 1984 kennengelernt, bei der Halkidiki Rally, wo mein Onkel und mein Papa dabei waren, beim Rudi Stohl im Service. Damals ist der spätere Beifahrer von Manfred Stohl, der Peter Müller mit einem ehemaligen Klubmitglied, dem Rudi Brandstätter am Start gestanden. Das war unsere erste Begegnung 1984 in Halkidiki.

Hättest du dir damals vorstellen können, dass du später einmal eine Rallye veranstalten wirst, bei welcher Manfred Stohl als Hommage an den Peter Müller - und damit auch an dich - an den Start gehen wird?

Natürlich nicht. Wir waren Kinder und haben nicht gewusst, was unser Leben bringen wird. Ich sehe es aber nicht als Hommage an mich sondern wie es Manfred gesagt hat als Hommage an den Peter Müller und aber auch an die Triestingtal Rallye, wie es sie früher gegeben hat, wo ja Peter Müller eine maßgebliche Rolle gespielt hat.

Als wir im MCL68 darüber gesprochen haben, diese Rallye zu veranstalten war für uns klar: Diesen Geist, wie es ihn früher im Triestingtal gegeben hat, können wir wiederbeleben. Dass es diesen Geist immer noch gibt in der Bevölkerung, hat uns schon geholfen.

Ganz klar war aber auch, dass eine Schotter-Rallye in der heutigen Zeit nicht mehr möglich ist. Aber auch wenn es möglich wäre - mit nur einer Schotter-Rallye im Jahr wäre das nicht machbar. Da stehe ich als ARC-Obmann auch in der Verantwortung, dass wir einen leistbaren Rallyesport bieten wollen. Und wegen einer Schotter-Rallye in Fahrwerk und Reifen investieren zu müssen, wäre kontraproduktiv gewesen Außerdem haben wir uns bei der ARC Rallye Triestingtal auf Asphalt auch leichter getan mit den Behörden. Und ich möchte ausdrücklich betonen: Sowohl die BH Baden als auch die Landesregierung waren uns von Anfang an sehr wohl gesonnen und haben es natürlich auch begrüßt, dass es auf Asphalt stattfindet, Und weil es dann einfach weniger Gegner geben kann, die sich beispielsweise mit dem Umweltgedanken beschäftigen. Und wir haben ja im Prinzip nur Landesstraßen gesperrt für die Rallye - von daher ist der Widerstand der Bevölkerung Gott sei Dank gering.Somit war das mit den Behörden und den Bürgermeistern kein Problem.

Wir haben sehr viele freiwillige Helfer aus der Region, darunter viele junge Leute. Was ich auch betonen möchte, ist: Es ist sehr ergreifend, wenn du im Triestingtal von 16 bis 80 Lebensjahren durchgehend alle Generationen als Helfer dabei hast. Das ist schon eine coole Sache

Du bist auch Obmann der Austrian Rallye Challenge - die ARC hatte im Vorjahr eine eigene ARC-Rallye, heuer gibt es deren vier - das ist eine gewaltige Steigerung…

Im Vorjahr musste ja leider die Perger Mühlsteinrallye absagen. Dass wir im Vorjahr dann bei manchen ORM-Rallyes am zweiten Tag mitgefahren sind, war nicht schlecht - es war eine Win/Win-Situation für alle Beteiligten. Die ARC konnte ihre Meisterschaft ausfahren und auch die ORM hatte etwas davon. Wenn man zum Beispiel die ET König Murtal Rallye oder die OBM Land der 1.000 Hügel Rallye nimmt, so hatte die ARC schon einen massiven prozentuellen Anteil im Starterfeld.

Aber natürlich war der Wunsch der ARC-Teams, dass sie reine ARC-Rallyes haben wollten.Nachdem es m Burgenland mit der Blaufränkischland Rallye aus Gemeinde-Gründen nicht mehr möglich gewesen ist, haben wir eben mit dem Gedanken gespielt, die ARC Rallye Triestingtal zu machen. Und wie es aussieht, wurde das sowohl von der Bevölkerung als auch von den Teilnehmern dankend angenommen. Jetzt hoffen wir auf das Beste.

Und wir freuen uns natürlich auf unser Rahmenprogramm - ich mache immer ein Rahmenprogramm. Das war im Burgenland genau so. Jetzt bringen wir am Vorabend der Rallye die Legenden aus dem Triestingtal und wir haben bereits sehr prominente Zusagen. Gabi Husar, Peter Müller, Manfred Stohl kommen alle. Der in der Welt weit über das Triestingtal hinaus bekannte Anton Seewald, der für Gabi Husar, Rudi Stohl oder sogar einmal Shekhar Mehta geschraubt hat. Da kommen schon Kapazunder. Beide Schirnhofers kommen, die Tochter Pia plus der Papa Leo, der in den Siebzigerjahren mit einem Käfer bei der Akropolis Rallye mitgefahren ist. Dann Gerhard Openauer aus dem Triestingtal, noch immer aktiv. Der Hans Zwickl kommt. Das Who is Who des Rallyesports im Triestingtal, über mittlerweile vier Generationen verteilt - es ehrt mich sehr, dass die alle kommen…

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