RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Jännerrallye: Bericht Zellhofer
Foto: Daniel Fessl

Viel Schnee war kein Vorteil

Christoph Zellhofer hatte mit dem SUZUKI Swift ZMX keine Chance - der PS-Vorteil wirkte gegen die leichteren Rally3-Autos nicht

Die Freude im Hause von Juniorchef Christoph Zellhofer war groß, als feststand, dass in der heurigen Saison die ORM 2 von der Austrian Motorsport Federation mit einem Staatsmeisterschaftsprädikat aufgewertet wird. Weil er in dieser Kategorie schon einmal den Cupsieg und im letzten Jahr einen zweiten Gesamtplatz feiern durfte, war Zellhofers Optimismus groß, hier schon ab Saisonbeginn an der Spitze mitmischen zu können. Um die Attraktivität zu steigern, wurden die wesentlich leichteren Rally3 -Autos für die ORM 2 zugelassen. Dies wäre an sich kein größeres Problem, da die Prototypen, wie Christoph Zellhofers SUZUKI Swift ZMX wiederum mit mehr PS ausgestattet sind. Aber wenn wie bei der Jännerrallye viel Schnee liegt, fällt dieser Ausgleich fast weg und man befindet sich eher im Nachteil.

Christoph Zellhofer: „Wir wissen natürlich um diese Problematik, können dieses Manko aber auch mit erhöhtem Einsatz nicht wettmachen. Daher ist die Enttäuschung über den fünften Platz spürbar. Aber die Hoffnung lebt weiter. Es kommen wieder trockene Bedingungen, wo wir die Stärken unseres Autos voll ausspielen können. Auf diese Rallys warten wir natürlich.“

Bei der Jännerrallye hat es bis zum Start des Saisonauftakts in Freistadt durchaus positiv ausgeschaut, so Christoph Zellhofer weiter: „Die Straßen waren zwar nass, aber es lag kein Schnee. Damit durften wir auf eine Rallye hoffen, die auch unserem SUZUKI Swift ZMX mit seinen 310 PS sehr entgegenkommt. Leider kam die weiße Pracht aber in der Nacht vor dem Start in großen Mengen, uns damit begann unser Problem. Wir fuhren auf der ersten Prüfung in Freistadt sogar die fünfbeste Gesamtzeit und waren darüber frohen Mutes, dass es so weitergehen würde. Dann aber kamen die Schwierigkeiten. Auf den folgenden Prüfungen hatten wir einige Dreher mit Zeitverlust. Der Höhepunkt war dann ein Scheibenbruch mit einem riesigen Loch. Damit mussten wir noch eine ganze Prüfung fahren und waren quasi im Blindflug unterwegs. Damit sind wir aus den Top-ten hinaus- und auf den 15. Gesamtrang zurückgefallen.“

Am Schlusstag gab es für Christoph Zellhofer und seine deutsche Copilotin Anna Maria Seidl noch ein weiteres Aha-Erlebnis: „Wir rutschten in einen Graben und trafen dabei ein Verkehrszeichen. Selber konnten wir uns aus dieser Lage nicht gleich befreien, und so bekamen wir überdies noch 30 Strafsekunden, weil wir dadurch zu spät zur nächsten Zeitkontrolle kamen. So gesehen müssen wir sogar noch froh sein, in der ORM 2 wenigstens noch 19 Punkte erreicht zu haben. Beim nächsten Lauf Mitte März im Rebenland sollte es wesentlich besser für uns laufen.“

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

ERC, Rallye Rom: Vorschau BRR

Neulinger startet ins nächste ERC-Abenteuer

Marcel Neulinger stellt sich bei der Rally di Roma Capitale 2026 seinem nächsten Abenteuer in der Junior-EM. Der zweite Lauf der JERC führt den jungen Oberösterreicher nach Italien – auch Maximilian Lichtenegger sucht wieder die internationale Konkurrenz.

ORF-Legende und motorline.cc-Kolumnist Peter Klein erinnert sich an die Akropolis Rallye 1976 und stellt Rudi Stohl die Frage: „1976 oder 2026?“

ERC, Rom: Vorschau Opel Junior Team

Junioren gehen als Mitfavoriten in die Hitzeschlacht

Zweiter Lauf der Rallye-Junior-Europameisterschaft 2026 bei der Rally di Roma Capitale. Doppelführung für das ADAC Opel Rally Junior Team mit Timo Schulz und Tom Heindrichs. Claire Schönborn möchte vor historischer Kulisse das Momentum aus den Vogesen nutzen.

Rallye Weiz: Vorschau EHRC

Historic pur mit Latvala und Delecour

Die beiden Lichtgestalten der internationalen Rallye-Szene stehen nächste Woche im Rahmen der Historischen Europameisterschaft am Start des fünften ORM-Saisonlaufs in der Oststeiermark

Rally Zelezniki: Bericht AARC

Nervenkrieg noch vor dem Start

Nervenkrieg noch vor dem Start der AARC-Rally Zelezniki bei Thomas Regner und Tibor Érdi!

EHRC/ORM/ARC/GSE, Weiz: Vor Nennschluss

Countdown zur Rallye Weiz 2026 ist gestartet

Jetzt noch schnell eine Nennung abgeben und dann beim Motorsport-Spektakel rund um die oststeirische Bezirkshauptstadt aktiv dabei sein!