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DRM: Hessen-Rallye Ruben Zeltner, Porsche 911 GT3

Hochspannung im Hexenkessel

Topbesetzung beim Rallyefestival in Hessen: Erstmals im Jahr 2015 treffen Fabian Kreim, Ruben Zeltner und Mark Wallenwein aufeinander.

Fotos: ADAC Motorsport, DRM Presse

Bei der Hessen-Rallye Vogelsberg (17./18. April) können sich die Zuschauer auf ein sportliches Feuerwerk freuen. Auf den zwölf Sonderprüfungen tritt die versammelte Elite der deutschen Rallyepiloten an. Beim dritten von zwölf gemeinsam ausgetragenen Läufen von Rallye Masters und deutsche Rallyemeisterschaft treffen erstmals in dieser Saison alle Titelfavoriten aufeinander. Als DRM-Leader reist Fabian Kreim im Škoda Fabia S2000 an. Ihm ist in der Tabelle der amtierende Meister Ruben Zeltner im Porsche 911 GT3 dicht auf den Fersen, und auch der Ex-Champion Mark Wallenwein (Škoda Fabia S2000) liegt in Schlagdistanz.

Neben vielen weiteren Toppiloten sucht auch der vierfache dänische Rallyemeister Ib Kragh im Citroën DS3 R5 den Vergleich mit der nationalen Spitze. Ebenso spannend wird es beim Fight um die Führung im Rallye Masters. Hier tritt Carsten Mohe an, um seine Führung zu verteidigen. Die ersten der 143,26 Kilometer auf Bestzeit absolvieren die Teilnehmer am Freitag Abend: Nach dem Start steht am Freitag ab 18:30 Uhr der erste von zwei Durchgängen des abendlichen Zuschauerrundkurses in Willofs auf dem Programm. Den Tal-Kessel der kleinen hessischen Gemeinde machen die Rallyefans dabei traditionell zum Hexen-Kessel. Die Samstagsetappe startet um 7 Uhr und endet nach acht SP gegen 17:45 Uhr.

Die Spannung vor dem Rallyegipfel im Vogelsberg ist unter den Protagonisten groß. Auf den Prüfungen im größten zusammenhängenden Vulkangebiet Mitteleuropas treffen erstmals alle Titelanwärter und ihre Verfolger aufeinander. Der amtierende Meister Ruben Zeltner bekennt: "Bei mir kribbelt es schon ordentlich. Das Niveau der DRM 2015 ist seit langem das Beste, das wir in Deutschland hatten." Für den Porsche-Piloten, der erneut mit Ehefrau Petra als Co-Pilotin antritt, ist "die Vogelsberg" mit ihrem hohen Anteil an Schotterpassagen allerdings nicht das optimale Terrain. "Gegen die schnellen Allradler sind wir hier vermutlich chancenlos, und das ist jetzt keine Tiefstapelei", beteuert der Leiter des Sachsenrings. "Wir geben aber unser Bestes, damit wir möglichst ein paar Allradler hinter uns lassen und ein paar Pünktchen mit nach Hause nehmen können."

Auch Mark Wallenwein/Stefan Kopczyk, die Meister von 2012, sind von der aktuellen Saison begeistert. "Die Meisterschaft ist so stark wie schon lange nicht mehr", sagt Wallenwein. "Ich freue mich auf den Dreikampf mit Ruben [Zeltner; Anm.] und Fabian [Kreim; Anm.]. Nach den vielen Podestplätzen der vergangenen Jahre im Vogelsberg ist diesmal der Sieg das Ziel – wenngleich wir auch gerne die Punkte für einen anderen Platz mitnehmen, sollte der Sieg nicht möglich sein", ergänzt der Deutsche mit Blick auf die noch lange dauernde Saison.

Fabian Kreim ist der Shooting Star der Saison 2015. Seine Premiere im Škoda Fabia S2000 beim Auftaktlauf beendete er als Sieger. Gemeinsam mit Co-Pilot Frank Christian beeindruckte er inzwischen auch bei zwei Starts in Österreich. Dennoch erklärt der Youngster: "Unsere Ziele haben sich nicht geändert. Die Starts in Österreich haben gezeigt, dass noch ein langer Weg vor uns liegt. Ziel ist es erneut, soviel wie möglich zu lernen." Der Deutsche freut sich auf das Heimspiel im Norden seines Bundeslandes. "Jede Rallye in Hessen ist für mich als Hesse natürlich die Heimveranstaltung. Die Prüfungen sind toll, die Atmosphäre ist klasse und dazu kommt noch, dass viele Fans und Freunde an der Strecke stehen und einen anfeuern", blickt er voraus.

Etwas dichter dran in Sachen Heimspiel ist der 28jährige Nico Leschhorn. Er startet 2015 ebenfalls erstmals mit einem S2000-Boliden aus der familieneigenen Tuningschmiede. Nach zwei guten Top-Ten-Plätzen bei den beiden bisher absolvierten DRM-Läufen im Peugeot 207 S2000 hat er Ambitionen: "Ein Platz unter den ersten Fünf wäre bei der stark besetzten Rallye super." Auch für Nico Leschhorn, dessen Vater Ronald ebenfalls in einem 207 S2000 antritt, hat das Heimspiel eine besondere Bedeutung: "Es ist die Atmosphäre! Du triffst viele Bekannte, die dann später auch an der Strecke stehen und dich anfeuern. Das gibt schon einen enormen Schub. Zudem bietet die Vogelsberg alles fürs Rallyeherz: Schnelle Landstraßen, schmale Feld- und Schotterwege. Die Zuschauer haben als besondere Zugabe die Traditions-WP Willofs bei Nacht, es ist also für jeden etwas dabei."

Auch wenn Zeltner, Kreim und Wallenwein die Topfavoriten sind: Im Feld lauern einige weitere Teams, die ebenfalls berechtigte Ansprüche auf die vorderen Platzierungen anmelden. Frank Färber und Ronald Leschhorn in ihren beiden Peugeot 207 S2000, Sandro Wallenwein (der ältere Bruder von Mark) im Subaru Impreza R4, Peter Corazza in der R4-Version des Mitsubishi Lancer sowie der Däne Ib Kragh im R5-Citroën bilden die Spitze des Verfolgerfeldes. Nicht vergessen darf man auch die Piloten der Division 2, die vom vierfachen Meister Hermann Gaßner in der Evo-VIII-Version des Mitsubishi Lancer angeführt werden.

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