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Brugger: DRM-Saisonstart nach Maß

Behutsames Kennenlernen: Chris Brugger gab am Wochenende sein Debüt in der DRM, wobei das Resümee positiv ausfällt, es jedoch noch „Luft nach oben“ gibt.

Fotos: Ralf Hofacker

Mit Spannung wurde der erste Lauf der Deutschen Rallyemeisterschaft erwartet – auch in Österreich. Denn diese Saison wird der 21-jährige Salzburger Chris Brugger im DSK Junior Rallye-Team (Deutscher Sportfahrer Kreis) nach dem Titel in der stark besetzten Meisterschaft greifen. Bei der Saarland-Pfalz-Rallye ging Brugger nach nur 50 Testkilometern an den Start.

Da er zum ersten Mal seit zwei Jahren in einem hochkomplexen Ford Fiesta R5 von Hans Weijs Motorsport saß, fiel ihm der Anfang schwer. Denn viel hat sich aus technischer Sicht in den letzten beiden Jahren getan, und Brugger ging mit Vorsicht an die Sache heran. Zudem waren die Strecken der anspruchsvollen Rallye zwar zu 100 Prozent auf Asphalt, doch durch das Cutten der Kurven wurde viel Schlamm und Dreck auf die Fahrbahn befördert, wodurch mal schneller als einem lieb ist die Straße unfreiwillig verlässt.

Der erste Tag startete gleich einmal mit drei Sonderprüfungen bei Dunkelheit, die Brugger zwar mit der nötigen Vorsicht, aber mit respektablen Zeiten meisterte. Auch der zweite Tag gestaltete sich durch die verunreinigte Strecke und Regen auf der letzten SP alles andere als einfach, doch der junge Salzburger und sein Copilot Klaus Wicha meisterten alle Hürden und beendeten die Rallye auf dem 7. Gesamtrang.

Sein Teamchef, der langjährige WM-Starter Armin Schwarz zeigte sich mit der Leistung von Brugger zufrieden: „Angesichts der Tatsache, dass Chris jetzt zwei Jahre nicht im Rallyeauto gesessen ist, finde ich keinen Anlass zur Kritik. Er muss jetzt mehr zum Fahren kommen. Wenn er erst einmal das Auto kennt, wird er in seiner Fahrweise sicherer und dadurch automatisch schneller werden. Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit ihm. Er hat nichts kaputt gemacht und das Ziel in den Top-Ten erreicht. Und wer den Chris kennt weiß, dass er kein Ungestümer ist und die Sache bedacht und vorsichtig angeht. Wir haben uns jetzt dafür entschieden, nicht bei der Rebenland-Rallye an den Start zu gehen und stattdessen einen umfangreichen Test zu bestreiten. Das Hauptaugenmerk liegt immer noch bei der DRM und da nützt es dem Chris wenig, wenn er eine Rallye in seiner Heimat fährt, und daraus nichts lernt. Darum werden wir diesen Prestige-Lauf auslassen und uns mehr darauf konzentrieren, mehr zu testen“, erklärt der Rallye-Profi die weiteren Pläne.

„Jetzt im Nachhinein bin ich schon wenig enttäuscht, denn ich hätte mir mehr vorgenommen. Mein Ziel ist es eben nicht, Siebenter zu werden, sondern zu gewinnen. Dafür fehlt mir aber die Routine in diesem Auto. Darum wird jetzt erst einmal ausgiebig getestet, damit ich in Vogelberg wieder einen Schritt weiter nach vorne machen kann“, zeigt sich Brugger selbstkritisch. „Die Rebenland-Rallye wäre schon ein nettes Zuckerl gewesen, aber testen macht derzeit mehr Sinn. Ich werde im Rebenland aber sicher wieder am Start sein, weil es meine Lieblings-Rallye ist.“

Weiter geht es für den jungen Salzburger bei der Rallye Vogelsberg (7. – 8.4.), wo Chris Brugger sein Talent erneut unter Beweis stellen wird.

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