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DRM: Sachsen-Rallye

Saisonhalbzeit bei der Sachsen-Rallye

Die Sachsen-Rallye ist der vierte von acht Saisonläufen. Die DRM-Spitze liegt noch eng beisammen, Spannung sollte garantiert sein.

Bildquelle: ADAC Motorsport

Halbzeit in der deutschen Rallyemeisterschaft: Bei der Sachsen-Rallye am 26./27. Mai 2017 findet rund um Zwickau der vierte von acht Saisonläufen statt. Die Entscheidungen fallen auf zwölf schnellen Asphaltsonderprüfungen mit einer Gesamtlänge von 124,32 Kilometern. Nach den spannenden Auftaktläufen reist René Mandel im Ford Fiesta R5 vor seinem Markenkollegen Chris Brugger als Tabellenführer an. Den dritten Platz teilen sich in ihren Škoda Fabia R5 Dominik Dinkel und Sandro Wallenwein. Der Sachse Carsten Mohe im Renault Clio R3T führt die 2WD-Wertung an.

Die Freitagsetappe steht ganz im Zeichen der SP Glück-Auf-Brücke inmitten von Zwickau. Die Kreuzung zweier Bundesstraßen verwandelt sich für einen Abend in eine Arena. Der erste Durchgang startet um 17:55 Uhr, die zweite Runde um 21:31 Uhr. Bei der Zielankunft am Samstag auf dem Kornmarkt in Zwickau gegen halb sechs am Abend steht fest, wer in den verschiedenen Wertungen als Tabellenführer in die zweite Saisonhälfte starten wird.

René Mandel, der zuletzt bei der Sulingen-Rallye seinen ersten Gesamtsieg erzielt hat, bleibt vor seinem erst fünften DRM-Start gelassen: "Ich bin da sehr bodenständig. Jetzt sind die anderen am Zug, und wir können das sehr locker angehen. Ich kenne die Sachsen-Rallye nicht, aber sie soll ja sehr schnell sein." Mandel wird von Armin Schwarz betreut, ebenso der Tabellenzweite Chris Brugger, an dessen Katrin Becker im Fiesta R5 sitzt. "Da zahlt sich aus, dass wir immer kontinuierlich Punkte gesammelt haben. Zudem hat uns vieles dabei in die Karten gespielt. Natürlich wollen wir in den Top-Drei der DRM-Tabelle bleiben. Die 'Sachsen' soll sehr schnell sein, das taugt mir", analysiert der österreichische Youngster.

Nach dem Ausfall von Fabian Kreim beim letzten Lauf in Sulingen lag Dominik Dinkel an der Spitze, bis er ebenfalls ausschied: "Das war für uns mehr als ärgerlich. Wir hätten gewinnen können. Nur leider ist bei der Leistungsdichte in der DRM keine Zeit zum Bummeln. Jetzt liegt die DRM-Spitze so dicht zusammen, das wird noch ein harter Kampf." Sein Ziel für Sachsen ist klar umrissen: "Voller Angriff und so viele Punkte wie möglich holen." Ähnlich sieht es Titelverteidiger Kreim: "Nach dem Ausfall in Sulingen ist es jetzt natürlich am wichtigsten, wieder in die Erfolgsspur zu kommen und den Vorjahreserfolg in Zwickau zu wiederholen."

Im vergangenen Jahr war Kreim in seinem R5-Škoda schnellster DRM-Pilot in Sachsen, in der Gesamtwertung musste er sich allerdings Rainer Noller im Porsche 911 GT3 knapp geschlagen geben, der in der DRM allerdings nicht gewertet wurde. Auf den durch das hohe Tempo für die Porsche idealen Strecken treten neben Noller auch der zweifache DRM-Champ Ruben Zeltner und Lokalmatador Maik Stölzel in ihren 911 GT3 an, die allesamt schon in Sachsen siegreich waren.

Zu den Topfavoriten auf die Podestplätze gehört auch der "Altmeister" Sandro Wallenwein in seinem Škoda Fabia R5, der den letzten Lauf auslassen musste. Ohne Druck geht Philipp Knof bei seinem zweiten Einsatz im Peugeot 208 T16 R5 an den Start. Bei seiner Premiere in Sulingen lag er auf Rang zwei, ehe er nach einem Überschlag aufgeben musste: "Ich habe mich im R5 direkt wohlgefühlt, und es gibt deutlich Luft nach oben, aber für unser Team Peugeot Deutschland Romo steht jetzt im Vordergrund, dass wir Erfahrung sammeln und ins Ziel kommen."

Für Carsten Mohe ist die "Sachsen" ein Heimspiel: "Da kenne ich die Leute, viele Bekannte sind dabei und vor allem der Serviceplatz: Wenn alles passt, kann ich mich in den Pausen in ein Café setzten und bei einem Espresso meinen Servicejungs zuschauen." Die Tabellenführung in der Wertung für Fahrzeuge mit nur einer angetriebenen Achse sieht er nüchtern: "Es ist ein schönes Gefühl, aber das kann sich von heute auf morgen wieder ändern, das musste ich im vergangenen Jahr leidvoll erfahren."

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