RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ERC: Rallye Ungarn
Fotos: FIA ERC

Scharfe Kante: Österreícher starten bei selektiver Ungarn-Rallye

Im Vorjahr hatte nur der Sieger keinen Reifenschaden - Niki Mayr-Melnhof und auch Simon Wagner starten bei der selektiven, zur ERC zählenden Ungarn-Rallye...

Noir Trawniczek

Etwas mehr als 500 Kilometer östlich von Wien findet am kommenden Wochenende die zur Rallye-Europameisterschaft (ERC) zählende Rally Hungary statt. Für Niki Mayr-Melnhof und Poldi Welsersheimb ist es bereits die zweite Rally Hungary., das Duo pilotiert wieder einen vom Drift Company Rallye Team eingesetzten Ford Fiesta MkII R5. Teamchef Beppo Harrach erklärt gegenüber motorline.cc:

„Im Vorjahr hatten wir einen Getriebeschaden, sind aber am zweiten Tag weitergefahren - denn das ist eine äußerst schwierige Rallye, auf der sich jeder Kilometer an Erfahrung bezahlt macht. Es sind abwechslungsreiche Strecken, zum Teil schmale asphaltierte Wege durch den Wald, in den Kurven hast du Cuts, jedoch zum Teil mit scharfen Betonkanten, die dir die Reifen aufschneiden. Im Regen siehst du diese Kanten nicht, du siehst nur noch einen Schlammhaufen, wie bei der Safarai-Rallye. Im Vorjahr hat der Sieger keine eizige Bestzeit errungen - doch er war der Einzige ohne Reifenschaden.“

Wie schätzt Beppo Harrach die Chancen seiner Schützlinge ein? Harrach bleibt vorsichtig: „Wir haben ein extrem stark besetztes Feld - denn es könnte für heuer die letzte Rallye sein. Niki hatte zuletzt Probleme mit der Konstanz - doch vom Speed her wäre er absolut in der Lage, vorne mitzufahren. Es wird jedoch vor allem darauf ankommen, wer am besten Reifenschäden vermeidet.“

Informationen, die vielleicht auch Simon Wagner interessieren könnten. Denn auch er wird in Ungarn starten, zum ersten Mal - gemeinsam mit Gerald Winter zündet er einen von Eurosol eingesetzten Skoda Fabia R5 evo2. Wagner sagt: „Die Rallye war im Vorjahr erstmals in der ERC und es gibt wenige Erfahrungswerte und auch nicht so viele Onboardvideos.“ Der Teamkollege von Simon Wagner heißt Oliver Solberg, bei einem Test am Mittwoch konnte Wagner „leider nur 20 Kilometer abspulen“ - eine konkrete Platzierung wagt auch er nicht als Ziel zu nennen...

Ebenfalls am Start ist das Baumschlager Rallye Racing Team, das den VW Polo GTi R5 von Lokalmatador Norbert Herczig (im Vorjahr vier Reifenschäden) sowie den Skoda von Albert von Thun und Taxis (Copilot Bernhard Ettel) einsetzt. Ebenfalls wieder im Einsatz: Ursula Mayrhofer als Copilotin von Dominik Dinkel. Insgesamt sind 23 R5-Boliden am Start, gelenkt von Größen wie Alexey Lukyanuk, Andreas Mikkelsen oder Craig Breen. Die Rallye beginnt am Freitagabend mit einer Superspecial, am Samstag sind acht, am Sonntag sieben Sonderprüfungen zu absolvieren.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Die Austrian Rallye Challenge 2026 wird mit der Premiere der ARC Rallye Triestingtal eröffnet. Am kommenden Wochenende kehren die Rallye-Boliden nach 15 Jahren zurück in das Triestingtal. Alle Infos zum bevorstehenden Rallye-Happening.

Sepp Pointinger im Interview

„Hätten 10-15 Historische mehr!“

Rallye-„Urgestein“ Sepp Pointinger erzählt von seinem Start bei der Monte Historique, erklärt warum er seit 2011 nicht mehr in Österreich startet und bringt einen Vorschlag zur Bewertung von Sitzen, Gurten und dergleichen ein.

ARC Rallye Triestingtal: Vorschau Neulinger

Marcel Neulinger: Testrallye im Triestingtal

Doppelstaatsmeister Marcel Neulinger nutzt die brandneue ARC Rallye Triestingtal im BWT Lancia Ypsilon Rally4 HF mit Co-Pilot Jürgen Heigl als Testrallye für die bevorstehenden Asphalt-Events.

Jonne Halttunen, als Beifahrer von Kalle Rovanperä zweimal Rallye-Weltmeister, arbeitet nach dessen Wechsel in den Formelsport nun in völlig anderer Funktion