RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Offener Kampf um WRC-Titel Elfyn Evans kann in Italien nicht auf Hilfe seiner Teamkollegen hoffen
Motorsport Images

Kampf um WRC-Titel: Toyota will (vorerst) auf Teamorder verzichten

Trotz einer komfortablen Ausgangslage in der Fahrerweltmeisterschaft will Toyota-Teamchef Tommi Mäkinen den Titel nicht durch Teamorder absichern

Zwei Rallyes vor dem Ende der verkürzten Saison der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2020 haben mit den drei Toyota-Fahrern Elfyn Evans, Sebastien Ogier und Kalle Rovanperä sowie die beiden Hyundai-Piloten Ott Tänak und Thierry Neuville noch fünf Fahrer realistische Chancen auf den Gewinn des Fahrertitels. Allerdings liegt der Vorteil klar bei Toyota.

Evans führt die Fahrerwertung vor der Rallye Italien in dieser Woche mit 97 Punkten an. Ogier ist mit 79 Zählern Zweiter, Titelverteidiger Tänak und Youngster Rovanperä haben beide 70 Zähler auf dem Konto.

Mit Hilfe seiner Teamkollegen könnte Evans daher möglicherweise schon in dieser Woche auf Sardinien den Titel vorzeitig vor dem Finale Ende November in Belgien einfahren. Doch Teamchef Tommi Mäkinen möchte noch keine Teamorder anwenden, um den Erfolg abzusichern.

"Wie Sie wissen, bis ich kein großer Freund von sowas", wird Mäkinen von 'DirtFish' zitiert. "Ich muss mit beiden Fahrern sprechen. In der Türkei gab es keine Möglichkeit dafür, und in Sardinien wird das höchstwahrscheinlich auch nicht der Fall sein. Elfyn hat die schlechteste Startposition, Seb die zweitschlechteste. Man weiß nicht, was passieren wird."

Da am ersten Tag der Rallye in der Reihenfolge der WM-Wertung gestartet wird, sind Evans und Ogier deutlich benachteiligt und könnten mit einem deutlichen Rückstand in den zweiten Tag starten, was nach Ansicht von Mäkinen die Anwendung von Teamorder unmöglich machen könnte.

Ohnehin stellt der Teamchef fest: "Das wichtigste ist für uns der Herstellertitel." Und da geht es deutlich enger zu, denn in der Teamwertung hat Toyota lediglich neun Punkte Vorsprung auf Hyundai. Dem Ziel, diesen Titel abzusichern, müssten sich seine Fahrer unterordnen.

Und da könnte laut Mäkinen irgendwann doch Teamorder ins Spiel kommen, wenn auch mutmaßlich erst beim WM-Finale in Belgien. "Natürlich können wir nicht riskieren, dass unsere Autos gegeneinander kämpfen und dann etwas passiert", sagt Mäkinen.

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Stohl/Müller bei Veszprem Rallye

Stohl/Müller haben Lust auf Schotter

Manfred Stohl und Peter Müller starten am Wochenende bei der legendären Veszprem Rallye - weiter südlich starten Lichtenegger/Ettel bei der Ciocco Rally.

Lavanttal Rallye: Erster Nennschluss

Erster Nennschluss verspricht tolles Starterfeld

Sicher dabei sind Simon Wagner (Hyundai i20N) u. Michael Lengauer (Skoda Fabia). Von der Streckenführung her wird es heuer zwei neue Sonderprüfungen geben

ARC & Motorline Kooperation 2026

ARC & Motorline-Kooperation auch 2026

Auch 2026 wird die Medienkooperation mit Motorline.cc fortgesetzt - wieder ein Plus für die Club & Teampräsenz der Austrian Rallye Challenge

ORM/ARC/MRC, Lavanttal Rallye: Vorschau

Hungrige Meute hetzt ein Favoriten-Trio durchs Lavanttal

Die österreichische TEC7 Rallye-Staatsmeisterschaft kennt auch im heurigen Frühjahr keine Pause. Besonders zwischen der Rebenland Rallye in der Südsteiermark und der Lavanttal-Rallye in Kärnten bleibt den Akteuren fast schon traditionell kaum Zeit, um richtig durchschnaufen zu können.

TEC7 ORM, Rebenland Rallye: Bericht HRM

Europameister mit klarem Sieg

Spannender Freitag mit je zwei Bestzeiten für Gaubinger, Wagner und Königseder. Am Samstag jedoch konnte Wagner klar dominieren. Königseder gibt Titelverteidigung vorzeitig auf. Der Italiener Laurencich gewinnt ORC

Alpenfahrt Revival 2026: 1. Vorschau

Starterfeld nimmt langsam Formen an

Bis jetzt haben bereits 24 Mannschaften ihre Nennung abgegeben - Super-Star wird Rallye Ex-Weltmeister Stig Blomqvist mit Arne Hertz sein