RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC: Plug-In-Hybrid ab Saison 2022 Die Rallye-WM wird ab 2022 mit Hybridsystemen ausgetragen
Motorsport Images

FIA beschließt Plug-in-Hybrid ab WRC-Saison 2022

Die "Rally1"-Kategorie, die die World Rally Cars beerbt, wird elektrifiziert - 136 PS Elektropower und mehr Sicherheit, trotzdem geringere Kosten ab 2022

Die Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) führt ab 2022 offiziell den Hybridantrieb ein. Ein System mit 100 Kilowatt (136 PS) wird den Verbrennungsmotor unterstützen. Das System ist als Plug-in-Hybrid ausgelegt, soll also von einer externen Stromquelle geladen werden können.

Das System soll nicht nur auf den Wertungsprüfungen für zusätzlichen Schub sorgen, sondern vor allem auch auf den Verbindungsetappen den ökologischen Fußabdruck der WRC reduzieren. Als Zulieferer für das Einheitssystem wurde bereits im März der deutsche Zulieferer Compact Dynamics ausgewählt.

Wie die Plug-in-Funktion genutzt werden soll, hat die FIA noch nicht bekanntgegeben. Was es natürlich zu verhindern gilt, ist, dass die Batterien mittels Generatoren am Start einer Wertungsprüfung aufgeladen werden.

Ebenso würde es nichts bringen, wenn die Fahrer den Hybridantrieb am Ende von Verbindungsetappen abstellen und die Batterie mit dem Verbrennungsmotor aufladen.

Neben der Elektrifizierung der Antriebe standen zwei weitere Ziele im Fokus: Verbesserung der Sicherheit und Kostensenkung. Ersteres wird über eine weitere Verbesserung des Überrollbügels mit einer zusätzlichen Strebe hinter Fahrer und Beifahrer erreicht. Damit soll die Steifigkeit bei Überschlägen erhöht werden. Auch der Seitenaufprallschutz wird verstärkt.

Mikro-Hybrid in der WRC2

Der FIA-Motorsport-Weltrat (World Motor Sport Council; WMSC) hat außerdem beschlossen, dass die Anzahl der Verbrennungsmotoren pro Saison und Fahrzeug künftig von drei auf zwei sinken. Außerdem wird ein Frischluftventil im Bereich des Anti-Lag-Systems (ALS) verboten.

"Unsere drei Kernpunkte sind heute noch wichtiger als vor zwei Jahren, als wir mit dem Reglement begonnen haben", sagt WRC-Chef Yves Matton. "Den Hybridantrieb einzuführen war äußerst wichtig, damit sich Hersteller auch 2022 engagieren. Deshalb konnten wir auch nicht [wie andere Rennserien während der COVID-19-Pandemie] die Einführung der Technologie verschieben."

Auch die "zweite Liga" der Rallye-WM, die WRC2, soll einen Hybrid erhalten, allerdings in Mikroform. Eine kleine Lithium-Ionen-Batterie soll ein 48-Volt-System speisen, das rund zehn PS erzeugen wird.

Der FIA zufolge ist das Ziel, "zu zeigen, dass existierende Serientechnologie in die Motorsportarena übertragen werden kann, während der Plug-in-Hybrid in der Rally1 Performance-orientiert ist."

Motorsport-Total.com

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

WRC, Sardinien: Kurzvorschau

Das Thriller Finale auf Sardinien

Drei Titelkandidaten beim vorgezogenen Grande Finale. Kevin Raith/Claudia Maier sind nach Absage von Keferböck/Minor die einzigen Österreicher.

Die FIA plant eine Änderung beim Turbobegrenzer, damit die neuen WRC27-Autos und Rally2-Kit-Fahrzeuge künftig einen klaren Leistungsvorteil haben

Peter Klein Kolumne

Dobersberg und die First Lady

Mit einem Blick voraus auf die kommende Herbstrallye erinnert sich motorline.cc-Kolumnist Peter Klein an Dobersberg, an die Semperit-Rallye und einiges mehr…

Monte 2027 ohne Ogier

Ogier lässt WRC-Zukunft offen

Der neunmalige Rallye-Weltmeister Sebastien Ogier wird erstmals seit 2011 beim Saisonauftakt der WRC in Monte Carlo fehlen - Programm 2027 offen

WRC, Sardinien: Bericht Raith Tag 2

Hoher Spaßfaktor im Ford-Fiesta-Cockpit

Kevin Raith und Copilotin Claudia Maier haben den zweiten Tag der WM-Rallye in Sardinien als 24. unter 51 Teams erfolgreich absolviert / Die Schotter-Prüfungen verlangen Mensch und Material alles ab