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WRC Rallye Spanien: Endergebnis Thierry Neuville im Hyundai i20 WRC bei der Rallye Spanien 2021
Motorsport Images

WRC Rallye Spanien 2021: Thierry Neuville siegt - WM-Entscheidung vertagt

Thierry Neuville feiert bei der Rallye Spanien 2021 einen souveränen Sieg: Sebastien Ogier verliert am Schlusstag Rang drei - WM-Entscheidung fällt beim Saisonfinale

Hyundai-Pilot Thierry Neuville hat die Rallye Spanien, elfter und vorletzter Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2021, gewonnen und damit seinen Erfolg aus dem Jahr 2019 wiederholt. Nach einer souveränen Vorstellung mit Siegen bei zehn der insgesamt 17 Wertungsprüfungen hatte der Belgier am Sonntag im Ziel der Asphaltrallye 24,1 Sekunden Vorsprung vor Elfyn Evans (Toyota).

"Ich bin froh, dass ich im Ziel dabei bin. Es war ein hartes Wochenende, aber wir haben sehr hart gekämpft. Wir hatten einen guten, sauberen Lauf und bis kurz vor Schluss war alles perfekt", sagt Neuville.

Während Neuville seinen zweiten Saisonsieg und den insgesamt 15. seiner WRC-Karriere feierte, hielt Evans mit Rang zwei seine WM-Chancen am Leben. Schützenhilfe bekam Evans dabei ausgerechnet von Hyundai-Pilot Dani Sordo. Der Lokalmatador verdrängte Evans' Teamkollegen Sebastien Ogier am Schlusstag um 6,8 Sekunden von Rang drei.

Ogier büßt sieben Punkte auf Evans ein

Dadurch büßte Ogier drei Punkte mehr seines Vorsprungs auf Evans ein. Einen weiteren Zähler machte Evans bei der Powerstage gut, wo er 0,3 Sekunden Schneller als Ogier fuhr. Vor der Rallye Monza, mit der die WRC-Saison 2021 vom 19. bis 21. November zu Ende geht, liegt Ogier aber 17 Punkte vor seinem Rivalen. Damit reicht dem Franzosen beim letzten Saisonlauf in jeden Fall ein dritter Platz zum Gewinn seines achten Fahrertitels in der WRC.

"Es geht um Punkte für die Meisterschaft. Als ich hierher kam, hatte ich mir mehr vorgenommen, aber aus irgendeinem Grund hat es nicht geklappt", sagt Ogier. "In einer schwierigen Zeit haben wir trotzdem das geholt, was wir für die Meisterschaft brauchten."

Neuville hatte von der ersten Wertungsprüfung an klargemacht, dass er bei der Rallye Spanien, die im Gegensatz zu den vergangenen Ausgaben 2021 als reine Asphalt-Rallye ausgetragen wurde, um den Sieg fahren will. Am Freitag stemmte sich ihm jedoch Evans entgegen, nur durch 0,7 Sekunden waren beide nach den ersten sechs WP voneinander getrennt.

Stress für Neuville vor der Powerstage

Am Samstag drückte Neuville dann aber der Rallye seinen Stempel auf, gewann sechs der sieben WP an diesem Tag (eine davon zeitgleich mit Ogier) und setzte sich an der Spitze ab. Am Schlusstag verteidigte der Belgier seinen Vorsprung und gewann nach dem Heimspiel in Ypern seinen zweiten Saisonlauf.

Kurz vor Schluss musste Neuville dann noch kurz um den Sieg zittern. Vor der Powerstage sprang sein Auto zunächst nicht an und musste angeschoben werden, wodurch er fast zu spät zum Start erschienen wäre. "Leider viel Stress vor der letzten Etappe - mal wieder. Ich bin wirklich enttäuscht darüber, denn sonst wäre das Wochenende perfekt und schön gewesen, aber jetzt ist es das nicht", sagt Neuville unmittelbar nach der Zieldurchfahrt.

Evans bilanziert sein Wochenende wie folgt: "Auf der einen Seite bin ich zufrieden, auf der anderen ziemlich frustriert. Es war kein perfektes Wochenende. Trotzdem haben wir einen ziemlich soliden Job gemacht. Nicht das, was wir wollten, aber so ist es eben."

Ott Tänak nach Crash früh draußen

Platz fünf sicherte sich Kalle Rovanperä (Toyota), dem die fehlenden Erfahrung auf Asphalt anzumerken war. Von WP zu WP wuchs sein Rückstand auf die führenden Fahrer kontinuierlich an. Takamoto Katsuta im vierten Toyota war am Freitag bei der ersten WP verunfallt, nahm die Rallye aber am Samstag wieder auf uns sammelte wertvolle Asphalt-Kilometer.

Hyundai-Pilot Ott Tänak war am Freitag ebenfalls verunfallt. Für ihn war die Rallye nach dem Ausrutscher aber endgültig beendet, da der Überrollkäfig seines Autos beschädigt war. Ein Spiegelbild seiner zweiten WRC-Saison bei Hyundai, in der der Weltmeister von 2019 die in ihn gesetzten Erwartungen nur allzu selten erfüllen konnte.

Spannend war der Kampf um Gesamtrang sechs, bei dem sich Gus Greensmith (Ford) gegen die beiden Hyundai-Nachwuchsfahrer Oliver Solberg und Nil Solans durchsetzte. Im Ziel waren die drei nur durch 17,6 Sekunden voneinander getrennt. Adrien Fourmaux (Ford) war am Samstag auf Rang sechs liegend mit seinem Auto angeschlagen und in der Folge aus den Top 10 herausgefallen.

WM-Entscheidungen fallen in Monza

Schnellster WRC2-Pilot war Eric Camilli (Citroen), der als Gesamtneunter auch zwei WM-Punkte mitnahm. Mit Nikolai Gryasin (Skoda) komplettierte ein weiterer WRC2-Pilot die Top 10.

Vor dem Saisonfinale führt in der Fahrerwertung wie erwähnt Ogier mit 204 Punkte vor Evans (187). Neuville, der mit 159 Punkten Rang drei belegt, hatte schon vor der Rallye Spanien keine Titelchancen mehr. Bei den Herstellern geht Toyota (474 Punkte) mit einer deutlichen Führung von 47 Zählern vor Hyundai (427) in die letzte Rallye der WRC-Saison 2021, wo maximal noch 51 Punkte zu holen sind.

Die Rallye Monza, die vom 19. bis 21. November im zweiten Jahr in Folge für die Rallye Japan einspringt, markiert nicht nur das Ende der Saison 2021, sondern auch den Schlussakt für die Ära der World-Rally-Cars, die in der kommenden Saison von den neuen Rally1-Autos mit Hybrid-Antrieb abgelöst werden.

Motorsport-Total.com

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