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WRC Rallye Monte-Carlo 2022: Ogier auf Kurs zum neunten Sieg! Sebastien Ogier im Toyota GR Yaris Rally1 bei der Rallye Monte-Carlo 2022
Toyota Gazoo Racing

WRC Rallye Monte-Carlo 2022: Sebastien Ogier auf Kurs zum neunten Sieg!

Nach einem Reifenpoker kann sich Sebastien Ogier bei der Rallye Monte-Carlo von seinem Verfolger Sebastien Loeb absetzen - Weitere Dramen bei Hyundai

Sebastien Ogier (Toyota) hat im Duell gegen seinen Namensvetter Sebastien Loeb (Ford) um den Sieg bei der Rallye Monte-Carlo, Saisonauftakt der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2022, am Samstagnachmittag für eine Vorentscheidung gesorgt.

Ogier baute bei den beiden Wertungsprüfungen (WP) am Nachmittag seinen Vorsprung von 5,4 auf 21,1 Sekunden aus und hat am Schlusstag nun gute Chancen, die Rallye Monte-Carlo zum neunten Mal zu gewinnen. Der drittplatzierte Craig Breen (Ford) kann bei einem Rückstand von 1:26,0 Minuten auf Ogier aus eigener Kraft nicht mehr in den Kampf um die Top 2 eingreifen.

Die meiste Zeit machte Ogier bei der letzten WP des Tages gut, dem zweiten Durchgang von "Saint-Geniez - Thoard". Bei der in Abschnitten vereisten Strecke war die Reifenwahl entscheidend, und hier reagierte Ogier in letzter Sekunde auf Loebs Entscheidung.

Ogier kopiert Loebs Reifenwahl

"Ich hatte vor mit den Winterreifen zu fahren, weil das die sicherste Option war, aber ich sah, dass Seb auf Slicks fuhr, also wechselte ich in der letzten Minute vor dem Start", sagt Ogier, der bei dieser WP 16,1 Sekunden schneller als Loeb fuhr. "Es war stellenweise schwierig zu fahren, aber auf den trockenen Abschnitten machte es mehr Spaß."

Loeb wiederum weiß, dass er den Rückstand am Schlusstag aus eigener Kraft kaum mehr aufholen kann. "Jetzt ist es ein bisschen viel", sagt er. "Wir haben es versucht, aber Ogier hat es gesehen und in letzter Minute gewechselt. Es war wirklich knifflig mit den Slicks und sehr leicht, einen Fehler zu machen, aber wir sind hier."

Fahrer des Nachmittags war Kalle Rovanperä (Toyota), der sich mit zwei WP-Bestzeiten auf Gesamtrang vier verbesserte. Sein Teamkollege Takamoto Katusta rutscht bei der 13. WP hingegen von der Strecke und verlor mehr als zehn Minuten, womit er aus den Top 10 herausfiel. Auch dadurch rückte Gus Greensmith auf Rang fünf nach vorne.

Pleiten, Pech und Pannen bei Hyundai

Für Hyundai ging die Tour der Leiden auch am Samstagnachmittag weiter. Bei der zwölften WP brach am Auto von Neuville der rechte vordere Stoßdämpfer aus dem Domlager, woraufhin der Belgier nur noch in langsamem Tempo weiterfahren konnte. Zwischen den beiden WP gelang Neuville und Beifahrer Martijn Wydaeghe aber eine notdürftige Reparatur.

"Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Wir hatten gehofft, dass es besser wird. Aber es wurde schlimmer", lautet das Fazit des Tages von Neuville. "Wir wussten, dass uns Entwicklungszeit fehlt, aber wir hatten mehr erwartet." Mehr als der aktuell sechste Platz ist für Neuville aus eigener Kraft nicht möglich.

Zuvor hatte sein Teamkollege Ott Tänak aufgeben müssen. Nach seinem Einschlag bei der elften WP am Vormittag blieb sein Hyundai i20 N Rally1 auf der Verbindungsetappe zur Reifenwechsel-Zone liegen. Oliver Solberg fährt nach seinem Abflug am Vormittag ebenfalls außerhalb der Top 10.

Gesamt-Siebter und damit Führender in der WRC2-Wertung ist Andreas Mikkelsen (Skoda). Der früherer WRC-Laufsieger hatte wie einige seiner Rivalen bei der 13. WP Schwierigkeiten mit der glatten Straße, geht aber mit einem Vorsprung von 22,4 Sekunden auf den Tschechen Erik Cais (Ford) in den Schlusstag.

Am Schlusstag erwarten die Crews bei der Rallye Monte-Carlo ab 08:45 Uhr noch einmal vier Wertungsprüfungen über eine Gesamtdistanz von 67,26 Kilometern.

Motorsport-Total.com

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