RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Hartbergerland Rallye 2022: Bericht nach SP4
Harald Illmer

60 Starter und ein erwarteter Zweikampf

Bei der Hartbergerland Rallye 2022 diktiert Titelverteidiger Simon Wagner das Geschehen und führt nach Halbzeit des ersten Tages. Wie erwartet macht es ihm Hermann Neubauer aber nicht leicht. Der Vorsprung ist klein

Bei etwas kühlen, aber trockenen Bedingungen wurde heute in der Früh die Hartbergerland Rallye 2022 gestartet. 60 Teams nahmen den dritten Staatsmeisterschaftslauf des Jahres in Angriff, 32 davon kämpfen auch um Punkte in der unterklassigen Austrian Rallye Challenge. Während die Rallye für die Staatsmeisterschafts-Piloten 13 Sonderprüfungen umfasst, ist diese für ARC-Starter nach acht Prüfungen, also nach dem heutigen Tag Ende. Schon gestern Abend wurden die Teilnehmer auf dem Hauptplatz in Hartberg im Rahmen eines Zeremonienstarts gefeiert. Unter der Moderation von Rallye-Sprecher Peter Bauregger wurden die Piloten und Beifahrer präsentiert und ernteten frenetischen Applaus.

Mittlerweile sind in Hartberg vier der heutigen acht und morgigen fünf Sonderprüfungen gefahren. Die komplett neue Prüfung Waldbach Kumpfmühle sowie der Rundkurs Greinbach wurden je zwei Mal bezwungen, und alle Herausforderungen meisterte Simon Wagner am schnellsten. Und das, obwohl er schon nach zwei Prüfungen das Getriebe und die Übersetzung seines Skoda Fabia Rally2 tauschen lassen musste. Hermann Neubauer klebt dem Titelverteidiger praktisch am Heck. Nach fast 50 Wertungskilometern liegt der Salzburger im Ford Fiesta Rally2 nur um 5,7 Sekunden zurück, womit das erwartete Sekunden-Duell zwischen den zwei Champions prolongiert ist.

Auf Platz Drei hat sich Günther Knobloch (Skoda Fabia Rally2) festgesetzt. Dem Grazer wurde nur auf SP 2, dem Rundkurs in Greinbach kurz heiß unterm Helm, als er eine Schikane zu spät anbremste und das Auto mit letzter Mühe wieder in die Spur brachte. „Das war ein echter Big Moment“, lachte der Steirer im Nachhinein, „jetzt bin ich munter.“

In Schlagdistanz zum Podium halten sich auch der Soda-Fabia-Rally2-Pilot Johannes Keferböck („Ich konnte vorher nicht testen, bin also noch in der Eingewöhnungsphase. Aber sonst läuft es ganz gut“), Kevin Raith im Ford Fiesta Rally2 („Die erste Prüfung hab‘ ich verschlafen. Mit Platz drei auf der zweiten bin ich aber sehr zufrieden“) und Luca Waldherr im Citroen DS3 R5 („Wir hatten auf SP1 Schwierigkeiten mit der Sprechanlage, sonst aber alles im Griff“).

Überraschend stark präsentierte sich bisher der Steirer Fabian Zeiringer in der 2WD-Klasse. Zwar zeigte dort Favorit Julian Wagner nach zwei Saisonsiegen abermals seine Klasse und liegt in Führung. Aber mit 8,7 Sekunden ist der Rückstand von Zeiringer erstaunlich gering. Julian Wagner: „Fabian fährt hier wirklich sehr stark. Ich persönlich schaue, dass ich mit so wenig Risiko als möglich durchkomme. Neben der österreichischen Meisterschaft bin ich noch im belgischen Stellantis Cup im Einsatz, also sollte ich das Auto heil ins Ziel bringen.“

Heute gibt es noch weitere vier Sonderprüfungen zu überwinden.

Hartbergerland Rallye 2022, Zwischenstand nach 4 von 13 Sonderprüfungen

Platz

Team

Nation

Fahrzeug

Zeit

1.

Simon Wagner / Gerald Winter

A/A

Skoda Fabia Rally2

23,47,0 Min

2.

Hermann Neubauer / Ursula Mayrhofer

A/A

Ford Fiesta Rally2

+5,7 Sek

3.

Günther Knobloch / Jürgen Rausch

A/A

Skoda Fabia Rally2

+47,5 Sek

4.

Johannes Keferböck / Ilka Minor

A/A

Skoda Fabia Rally2

+57,1 Sek

5.

Luca Waldherr / Claudia Maier

A/A

Citroen DS3 R5

+1:01,9 Min

6.

Kevin Raith / Christoph Wögerer

A/A

Ford Fiesta Rally2

+1:13,1 Min

7.

Kris Rosenberger / Sigi Schwarz

A/A

VW Polo GTI R5

+1:19,4 Min

8.

Martin Kalteis / Manuel Otter

A/A

Mitsubishi Evo VII

+1:46,7 Min

9.

Julian Wagner / Hanna Ostlender

A/D

Opel Corsa Rally4

+1:48,7 Min

10.

Fabian Zeiringer / Angelika Letz

A/A

Opel Corsa Rally4

+1:57,4 Min

Weitere Informationen findet man auf der Homepage www.hartbergerland-rallye.at

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

ET König Judenburg Rallye: Bericht ARC

Gaubinger gewinnt - Lindner baut Vorsprung aus!

Patrik und Verena Gaubinger feiern bei der ET König Judenburg Rallye im Audi Quattro den ARC-Sieg. In der Clubmeisterschaft konnte Hans Georg Lindner im historischen Escort seinen Vorsprung ausbauen - auf Platz zwei lauert nun der junge Subaru-Pilot Jan Dolzer. In der ARCP triumphiert Christoph Zellhofer, Raimund Baumschlager siegt beim Comeback in der ART.

ET König: TEC7 ORM3 & RP Tools Junioren

Neulinger in einer eigenen Welt

Marcel Neulinger ist in der ORM3 das Maß der Dinge. Der regierende ORM3- und Junioren-Staatsmeister holte bei der ET König Judenburg-Rallye 14 von 15 Bestzeiten und konnte die Führung in der Tabelle sowohl in der ORM3 als auch in der RP Tools Junioren-ÖM erheblich ausbauen

MRC, Rally Mecsek: Vorschau

Mitropa Rally Cup gastiert in Ungarn 

Bei der 59. Mecsek Rallye (11.-13.06.26) in Ungarn geht der Mitropa Rally Cup in seine 5. Runde der diesjährigen Meisterschaft.

ORM/ARC, ET König Rallye: Nach SP10

Alles beim Alten an der Spitze

Toyota-Pilot Hermann Neubauer hält bei der ET KÖNIG Rallye im Raum Judenburg nach wie vor die Führung / Sekunden-Duelle um Platz drei und in der ORM 2 (Foto zeigt Günther Knobloch, der knapp vor Christoph Zellhofer die ORM2 anführt)

ET König Rallye: Bericht TEC7 HRM & ORC

Wagner siegt - Karlhofer mit Sensations-Comeback

Karl Wagner und Gerda Zauner gewinnen eine turbulent-großartige ET König Judenburg-Rallye - für Aufsehen sorgte Lancia-Spezialist Martin Karlhofer, der erstmals seit 2004 wieder bei einer Rallye an den Start ging und prompt mit einigen Bestzeiten aufhorchen ließ. Bei den Österreichischen Rallye Classics gewannen Alex Strobl und Cathy Schmidt.

ARC, ET König Rallye: Bericht Baumschlager

Starkes Comeback nach Schulteroperation!

Das Comeback von Raimund Baumschlager nach seiner Schulteroperation verlief erfolgreich: Der Rekordstaatsmeister holte gemeinsam mit Co-Pilot Thomas Zeltner in Judenburg einen starken vierten Platz.