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WRC-Rallye Belgien: Auch Neuville in Führung liegend raus Wieder einmal ist eine Rallye für Thierry Neuville vorzeitig beendet
Motorsport Images

Rallye Belgien: Neuville scheidet in Führung liegend aus, Tänak übernimmt

Thierry Neuville hat einen möglichen ersten Saisonsieg mit einem Unfall weggeworfen: Neuer Führender in Ypern ist Ott Tänak

Bitteres Ende für Lokalmatador Thierry Neuville: Der Belgier hat den möglichen Sieg bei der Ypern-Rallye in Belgien mit einem Unfall auf der 15. Etappe am Samstag aus der Hand gegeben. Bis dahin hatte der Hyundai-Pilot 17,2 Sekunden Vorsprung auf seinen Teamkollegen Ott Tänak herausgefahren und lag in Führung.

Neuville hatte drei von zuvor sechs Etappen am Samstag für sich entscheiden können und war auf dem Weg zu seinem ersten Saisonsieg, als sein i20 N in einer engen Linkskurve untersteuerte und Neuville in einen Graben rutschte.

Zuschauer versuchten noch, das Auto zurück auf die Strecke zu schieben, doch der Hyundai hatte im rechten vorderen Bereich einen zu großen Schaden erlitten, sodass der Belgier und Co-Pilot Martijn Wydaeghe auf einer Versorgungszufahrt parken mussten und die Rallye beendeten.

Neuville auf falschem Fuß erwischt

Neuville ist schon der zweite hochrangige Ausfall am Samstag, nachdem Craig Breen (M-Sport) auf der zehnten Etappe in einen Graben gefahren war und sich überschlagen hatte, woraufhin die Etappe abgebrochen wurde. Am Freitag hatte es schon WM-Leader Kalle Rovanperä erwischt.

"Es war eigentlich eine sehr einfache langsame Linkskurve, und es gab keine Informationen, dass sie schmutzig sein könnte, und auch als die Schotter-Crew durchgefahren war, schien sie recht sauber zu sein", sagt Neuville.

"Aber als wir ankamen, war leider sehr viel Staub in der Kurve und das war auf den Bildern gut zu sehen. Ich bin einfach in einen Graben untergesteuert", so der Belgier. "Die Bedingungen sind nicht das, was wir erwartet haben, denn beim ersten Durchgang war die Kurve sauber. Ich schätze, dass ein paar Autos vor uns sehr hart in die Kurve gefahren sind und viel Staub aufgewirbelt haben, und wir wurden überrascht."

"Ich spürte einen Schlag, als wir in den Graben fuhren, und ein seltsames Geräusch, sodass ich vermutete, dass etwas nicht stimmte, und leider war die Lenkung beschädigt, sodass wir nicht weiterfahren konnten."

Obwohl er zugab, dass er "in dem Moment nichts hätte tun können", um den Unfall zu vermeiden, glaubt Neuville im Nachhinein, dass ein Drehen des Autos, bevor es in den Graben rutschte, seine Rallye hätte retten können. "Ich denke, wir waren gut unterwegs und die Herangehensweise war gut. Es fühlte sich für mich wie eine große Überraschung an und ich konnte nichts tun."

"Ich hätte mich vielleicht drehen sollen, aber man versucht immer, weiterzufahren und keine Zeit zu verlieren. Aber leider wäre es besser gewesen, das Auto zu drehen und nur ein paar Sekunden zu verlieren, als in den Graben zu fahren."

Tänak in Führung

Größter Profiteur ist Teamkollege Ott Tänak, der den Samstag als Führender beschließt. Der Ex-Weltmeister hat nach der 16. Etappe 8,2 Sekunden Vorsprung auf Elfyn Evans (Toyota) und dessen Teamkollegen Esapekka Lappi, der mit 1:09.8 Minuten Rückstand auf Platz drei liegt.

Vierter ist Hyundai-Pilot Oliver Solberg (+2:51.6) vor M-Sports Adrien Fourmaux (+3:05.9) und Toyotas Takamoto Katusta (+5:39.3).

Der ehemalige Formel-1-Pilot Jos Verstappen, der in Belgien sein Rallye-WM-Debüt in einem Citroen C3 (WRC2) gibt, liegt nach 16 Etappen auf dem 63. Platz. Sein Rückstand beträgt mehr als 52 Minuten.

Am Sonntag stehen noch einmal vier Etappen zum Abschluss der Rallye Belgien auf dem Programm.

Motorsport-Total.com

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