RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
"Niemand hatte so viel Talent" Günther Steiner im Gespräch mit Colin McRae bei der Rallye Monte Carlo 1999
Motorsport Images

Günther Steiner über Rallyelegende Colin McRae: "Niemand hatte so viel Talent"

Günther Steiner hat in seiner Karriere mit Colin McRae in der WRC zusammengearbeitet - Laut dem Südtiroler war der Schotte extrem talentiert

Günther Steiner hat seine Wurzeln im Motorsport in der Rallyeszene und deshalb traf der Südtiroler lange vor seinem Engagement in der Formel 1 auf Colin McRae. Der heutige Haas-Teamchef hat nur lobende Worte für den Schotten, der der "talentierteste Fahrer" gewesen sei, den Steiner in seiner Laufbahn getroffen hat.

Steiner hat in den Jahren 1999 und 2000 mit dem Rallye-Weltmeister des Jahres 1995 in der Rallye-WM (WRC) zusammengearbeitet. Damals ging McRae für M-Sport an den Start. Das Team übernahm damals den Werkseinsatz von Ford und bereitete die Autos vor.

Steiner war als Technikdirektor für M-Sport tätig, nachdem er seit 1986 bei Mazda als Mechaniker involviert gewesen war. Steiner hatte außerdem für Lancia (1991 bis 1996) und Prodrive im Jahr 1997 gearbeitet.

Bevor Steiner in der Saison 2001 in die Formel 1 zu Jaguar wechselte, arbeitete er mit McRae und Carlos Sainz zusammen. Der heutige Haas-Teamchef, der auch für Red Bull in der NASCAR-Serie aktiv war, sprach kürzlich im offiziellen WRC-Podcast über seine Zeit mit McRae, der im Jahr 2007 tragisch bei einem Helikopterabsturz ums Leben gekommen ist.

Steiner: "Jeder wollte Colin damals haben"

"Ich kam gut mit ihm zurecht", so Steiner. "Jeder wollte Colin damals haben und natürlich war Geld involviert, da war ihm auch wichtig. Natürlich was das für ihn nicht alles, denn ich glaube, dass M-Sport-Chef Malcolm Wilson ihn damals bezüglich der Zukunft überzeugt hat. Malcolm war selbst Ford-Fahrer und konnte Colin gut erklären, wohin er mit dem Projekt wollte."

"Colin war der Mann und ich glaube nicht, dass es noch einmal so jemanden geben wird. Natürlich gibt es immer irgendwen, aber ich habe nicht noch einmal so ein pures Talent gesehen, das Colin damals hatte", berichtet Steiner. "Für ihn war alles sehr natürlich und er brauchte nicht viel Energie aufbringen, um ein Auto schnell zu fahren. Er konnte es einfach."

Deshalb ist sich Steiner sicher: "Colin war der talentierteste Fahrer, den ich jemals getroffen habe!" Das Feedback für die Ingenieure hat genauso gepasst, wie sein fahrerisches Können auf den Etappen der WRC. "Wenn etwas nicht funktioniert hat, konnte er es sehr gut erklären. Er war auch immer sehr direkt", erinnert sich Steiner an die Zusammenarbeit.

Was McRace von Sainz unterschied

Im Vergleich zu Sainz hat McRae immer ein klares Nein oder ein klares Ja gegeben. Der Spanier habe hingegen, so Steiner, mehr in den Details verharrt, während McRae kurz und knackig sein Feedback gab. "Das war damals schwarz oder weiß", so der Haas-Teamchef, der sich an die Tests erinnert. "Lief es gut, war es klasse, lief es schlecht, war es kein Genuss, da Colin dann auch mal angepisst war, da er seine Zeit verschwendet hatte."

Während Steiner in Erinnerungen schwelgt, schließt er selbst eine Rückkehr zu seinen Wurzeln nicht aus. "Sag niemals nie", so der Südtiroler. "Ich habe auch nie geplant, Formel-1-Teamchef zu werden und bin trotzdem hier hin gelangt. Ich habe mir das erarbeitet und weiß nicht, was als nächstes kommt." Deshalb schließt Steiner eine Rückkehr in die WRC nicht kategorisch aus.

Motorsport-Total.com

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

ORM/ARC, OBM Rallye: Fotos Freitag

Die besten Bilder vom Freitag

motorline.cc-Fotograf Daniel Fessl präsentiert seine besten Bilder vom ersten Tag der OBM Land der 1.000 Hügel Rallye.

ORM/ARC, OBM Rallye: Bericht

Hermann Neubauer holte die Rallye-Krone 2026

Mit einem Sieg bei der OBM Land der 1000 Hügel Rallye in Krumbach gewann der Salzburger seinen dritten Titel in der TEC7 Rallye-Staatsmeisterschaft / Der fünffache Champion Simon Wagner musste nach einem Unfall aufgeben / Auch der dritte Meisterkandidat Michael Lengauer flog im Finish von der Strecke

ORM/ARC, OBM Rallye: Nach SP9

Der Titelkampf ist noch immer offen!

Vor den fünf Nachmittagsprüfungen liegt Simon Wagner bei der OBM Land der 1000 Hügel Rallye in Führung / Hermann Neubauer hat mit seinem derzeitigen zweiten Platz die besten Titelchancen / Michael Lengauer muss hoffen

ARC, OBM Rallye: Bericht Baumschlager

Unerwartetes Podium im Titelshowdown!

Das Saisonfinale der TEC7 ORM bot wie erwartet Spannung und Dramatik bis zum Schluss. Mit einer Podiumsplatzierung hatte Rekordstaatsmeister Raimund Baumschlager bei der OBM Land der 1000 Hügel Rallye allerdings nicht gerechnet.

ORM/ARC, OBM Rallye: Rallye Radio

Rallye Radio bei der OBM Rallye

Noir Trawniczek ist auch bei der OBM Land der 1.000 Hügel Rallye wieder auf Stimmenfang unterwegs - die Einstiegszeiten vom Samstag.