RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Kalle Rovanperä in Teilzeit Kalle Rovanperä ist mit seinen Leistungen nicht zufrieden
Motorsport Images

Kalle Rovanperä in Teilzeit: "Habe bisher keinen guten Job gemacht"

Rallye-Weltmeister Kalle Rovanperä startet als Teilzeitpilot für Toyota in die WRC-Saison 2024 - Der 23-Jährige hat mit seinen bisherigen Leistungen zu kämpfen

Kalle Rovanperä ist der aktuelle Champion der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC), doch der Toyota-Pilot verteidigt seinen Titel nicht. Der 23-Jährige bestreitet die Saison 2024 nur als Teilzeitpilot und hat somit keine Chance auf seinen dritten Titel. Der Finne hat bisher drei Rallyes bestritten und ist mit seinen Leistungen alles andere als zufrieden.

In Kenia siegte der Toyota-Pilot, in Schweden und Portugal schied er aus. Dabei hatte Rovanperä die besten Voraussetzungen, um bei den ausgewählten Rallyes zu glänzen, denn seine Position in der Meisterschaft verschafft ihm durch die Startposition am Freitag einen Vorteil. Doch der Youngster konnte diesen Vorteil nicht in gute Ergebnisse ummünzen.

Rovanperä geht die Rennen entspannter an, da er nicht unter dem Druck steht, konstant Punkte sammeln zu müssen. Aber hält ihn diese Alles-oder-Nichts-Einstellung zurück? Kann er sein Potenzial nicht ausschöpfen, weil für ihn außer einem Sieg nichts zählt? Toyota-Teamchef Jari-Matti Latvala hat Zweifel geäußert, will die Kritik am Champion aber im Keim ersticken.

Doch was sagt Rovanperä selbst? "Es ist anders, denn vorher hatte ich ein anderes Ziel und einen anderen Druck [den Titel zu holen]. Wenn du um einen Titel fährst, dreht sich dein ganzes Leben nur noch darum. Du steckst so viel Arbeit hinein und wenn du nach Hause kommst, wartet schon die nächste Rallye auf dich. Das beeinflusst alles."

"Jetzt kann ich einfach nur Rallye fahren", so der Finne über seinen Teilzeitjob in der WRC. "Natürlich habe ich in diesem Jahr bisher keinen guten Job gemacht und nur einen Sieg geholt. Angesichts meiner Startposition hätte ich besser abschneiden müssen. Also habe ich bisher nicht gut abgeschnitten. Aber ich konzentriere mich immer nur auf die eine Rallye, an der ich teilnehme. "

Rovanperä genießt die Zeit, denn um Sieg und Ergebnis geht es ihm nur während der Veranstaltung. In seiner Freizeit ist er "frei" und kann sich auf andere Dinge im Leben konzentrieren. "Ich denke nicht daran, dass ich eine Woche später wieder ein Rennen bestreiten muss", sagt er. "Manchmal sind es drei Wochen oder sogar ein Monat."

Rovanperä wird 2024 noch weitere Rallyes bestreiten. In Polen wird er nicht dabei sein, aber beim WRC-Debüt in Lettland wird der 23-Jährige am Start erwartet. Danach stehen noch fünf Läufe auf dem Programm, bevor ein neuer Champion gekrönt wird. Dazu gehört auch die Zentral-Europa-Rallye, die in Deutschland, Österreich und Tschechien ausgetragen wird.

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Manfred Stohl im Interview, Teil 2

„WRC lässt mich emotional werden“

Manfred Stohl im großen Interview. Im zweiten Teil werfen wir einen Blick auf die Rallye-Weltmeisterschaft, auf das ab 2027 geltende Reglement. Dieser Blick wirkt eher sorgenvoll…

Jännerrallye: Vorschau Knobloch

ORM2-Podium im Fokus

Wie bereits in den vergangenen Jahren hat Günther Knobloch am 27. Dezember für Projektpartner & Rallyefreunde am Trainingsgelände von Reini Sampl im Lungau einen Eis-Drift Event veranstaltet...

Nach Unfall und Amputation

Baumel gibt tatsächlich Dakar-Comeback

Er verlor bei einem Verkehrsunfall sein Bein - Doch Mathieu Baumel gibt nicht auf - Der vierfache Dakar-Sieger wagt mit X-raid das unglaubliche Comeback 2026

Manfred Stohl im Interview, Teil 1

„Lang ersehnten Traum verwirklicht“

Manfred Stohl im großen zweiteiligen Interview. Teil 1 handelt vom Erwerb des Fahrtechnikzentrums Pachfurth und stellt die Frage, warum die großen Talente Lichtenegger und Neulinger von Partner WMS zu BRR abgewandert sind…

Jännerrallye: Vorschau Roßgatterer & Wurm

Generalprobe für neues Rallye-Dreamteam

Die Lokalmatadore Martin Roßgatterer und Manuel Wurm absolvierten mit ihren neuen Boliden Testfahrten vor der anstehenden Jännerrallye.

Sainz und Ekström überzeugt

"Ford kann die Dakar gewinnen"

Nach starken Auftritten 2025 peilt Ford 2026 den großen Wurf in Saudi-Arabien an - Mit Sainz, Ekström und Roma soll der Durchbruch gelingen - Sieben Raptor im Feld