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Jännerrallye: Bericht Rosenberger
Foto: Harald Illmer

Starke Leistung - trotz einiger "Hoppalas"

Keine Vorbereitung, fehlende Teile – trotzdem starke Leistung von Kris Rosenberger - Dank BRR hält der unmittelbar vor der Rallye gelieferte VW Polo R5 GTI problemlos - Rallyefans bringen Rosenbergers Heckstoßstange gleich zwei Mal ins Service zurück

Dass Kris Rosenberger mit Co-Pilot Sigi Schwarz bei der Jännerrallye überhaupt an den Start gehen konnte, war vor allem dem Engagement von Raimund Baumschlagers BRR-Truppe, aber auch dem Entgegenkommen des tschechischen Fahrzeug- Vorbesitzers geschuldet. BRR nahm sich dem Update der stark gebrauchten Polo- Technik an, aus Tschechien kamen Papiere und Kennzeichen für das Auto.

Dennoch gab’s kurz vor dem Start eine kleine Hiobsbotschaft: das Schotterfahrwerk war zwar per Expressversand und Kurierdienst gerade noch rechtzeitig angekommen, allerdings enthielt das Paket nicht alle benötigten Teile. Somit startete Kris Rosenberger zwar mit kleiner Bremse und schmalen Spikereifen, aber statt mit Schotter-, musste er mit (zu niedrigem) Asphalt-Fahrwerk auf die eisigen Straßen. So kam es, wie es kommen musste, und nach einer soliden Auftakt-Sonderprüfung am Freitagabend brachte die lange Samstags-Etappe mit stark wechselnden, aber immer winterlichen Verhältnissen einige „Hoppalas“, aber auch starke SP-Zeiten. Unter anderem verabschiedete sich dabei die Heckstoßstange des VW Polo R5 GTI nicht ein, sondern gleich zwei Mal.

Beim ersten Mal, weil die Kombination aus zahlreichen Cuts, Neuschnee und Schmutz in Kombination mit der zu niedrigen Fahrzeughöhe irgendwann zu viel für die Befestigungen der Stoßstange waren.

Beim zweiten Mal, weil sich einer von zwei Bremsflüssigkeitskreisläufen verabschiedet hatte, und Kris Rosenberger ohne funktionierende Handbremse in einer Schikane einen Strohballen „volley“ übernahm. Mehr als erfreulich war, dass die Stoßstange – samt der darauf befindlichen, „geborgten“ tschechischen Nummerntafel – dank engagierter Fans beide Male ihren Weg zurück ins Service fand. Kris Rosenberger: „Danach haben mir die BRR-Jungs die Nummerntafel auf die Heckscheibe geklebt, offensichtlich haben sie mir zugetraut, dass ich die Stoßstange auch noch ein drittes Mal verliere...“

Auf den restlichen Sonderprüfungen bis zum Zieleinlauf am Sonntagnachmittag ging aber erfreulicherweise nichts mehr verloren, ganz im Gegenteil lieferte Kris Rosenberger noch einige starke SP-Zeiten ab und sicherte sich gemeinsam mit Co- Pilot Sigi Schwarz den achten Gesamtrang im international stark besetzten Starterfeld.

Entsprechend zufrieden fiel Kris Rosenbergers Fazit nach dem Zieleinlauf in Freistadt auch aus: „Dafür, dass ich ursprünglich gar nicht starten wollte und dafür, wie viele Troubles wir mit dem Auto und den notwendigen Papieren bis unmittelbar vor dem Start hatten, ist das ein wirklich ausgezeichnetes Ergebnis, über das sich Sigi und ich total freuen. Vielen Dank an das Organisationsteam für eine tolle Jännerrallye, vielen Dank an die zehntausenden Fans an den Sonderprüfungen, und vielen Dank an den Wettergott, der uns gerade rechtzeitig Schnee und Eis ins Mühlviertel geschickt hat!“

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