RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye-WM: News

Nationale Rallyes statt Testfahrten?

Wenn WM-Piloten mit ihren WRCs bei nationalen Läufen starten, sollten diese nach Ansicht von Citroën als Testfahrten gezählt werden.

Citroën fordert eine Regeländerung betreffs Testfahrten in der Rallye-WM. Die Franzosen stören sich daran, dass Konkurrenten mit WM-Fahrern und aktuellen World Rally Cars bei nationalen Rallyes antreten. Nach Ansicht von Citroën-Teamchef Pierre Budar werden damit die in der Weltmeisterschaft geltenden Testbeschränkungen unterlaufen. "Was momentan passiert, ist meiner Meinung nach nicht fair. Damit umgeht man die Testbeschränkungen der FIA. Wir haben beantragt, dass es als Testfahrt angesehen wird, wenn ein Prioritätsfahrer für einen Hersteller eine nationale Rallye bestreitet", so Budar.

Aktueller Anlass für die Forderung von Citroën war der Start von Sébastien Loeb in einem Hyundai i20 WRC am vergangenen Wochenende bei der Rallye Vosges Grand Est, einem Lauf zur französischen Meisterschaft in Loebs Heimatregion Elsass, den er mit 3:44,1 Minuten Vorsprung überlegen gewinnen konnte. Dieser fand auf ähnlichen Straßen wie die Deutschland-Rallye statt, die Ende August auf dem WM-Kalender steht.

Auch für Toyota haben Testfahrer Juho Hänninen und die japanische Nachwuchshoffnung Takamoto Katsuta im Yaris WRC bereits nationale Rallyes in Finnland bestritten. "Wenn es ein Herrenfahrer oder ein Nachwuchspilot ist, liegt die Sache anders, aber wenn es ein P1-Fahrer ist, dann ist es ein Test", sagte Budar. Das sieht man bei der betroffenen Konkurrenz jedoch anders. "Was machen wir, wenn ein Auto bei einer [WM-]Rallye ausfällt und dann wieder zurückkehrt? Ist das auch ein Test? Für mich sind Testfahrten und Rallyes zwei Paar Schuhe", sagte Toyota-Sportdirektor Kaj Lindström.

Dass die Teams eine solche Lücke im Reglement nutzen, kommt für den Finnen nicht überraschend: "Wenn man die Testtage reduziert, passiert sowas. Man streicht Tage, und die Teams nutzen diesen Rallyes." Für 2019 ist die Anzahl der erlaubten Testtage pro Hersteller von 55 auf 42 pro Saison reduziert worden. "Wenn das ein Problem ist, lasst uns die Anzahl der Tage erhöhen", so Lindström.

Auch Hyundai-Teamchef Andrea Adamo kann die Klagen seines Kollegen Budar nicht nachvollziehen: "Es geht nicht darum, ob ich das verstehe oder nicht, aber es kümmert mich nicht. Es gibt Regeln, und die nutzen wir aus. Pierre ist ein netter Kerl und guter Mann, aber manchmal muss er verstehen, dass es Regeln gibt, die bestimmte Dinge erlauben. Ich versuche hier das Beste aus dem geltenden Reglement zu machen. Wenn etwas erlaubt ist, darf man sich nicht beschweren."

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: News

Weitere Artikel:

ET König Judenburg Rallye: Bericht AARC

Steinbock/Bachmayer übernehmen AART-Führung

Steinbock/Bachmayer übernehmen die Führung in der AART Zwischenwertung und Max & Ben Maier sind nach der „ET-König Rallye powered by Peter Hopf“ die neuen Leader in der AARC!

Die 40. Auflage der Jännerrallye findet erst vom Donnerstag, 6. 1. 2028, bis Samstag, 8. 1. 2028, in Freistadt statt. Die Gründe dafür sind terminliche, organisatorische und menschliche

ARC, ET König Rallye: Bericht Zellhofer

Christoph Zellhofer bremste seine Gegner aus

Der Niederösterreicher hielt mit einem Triumph bei der ET KÖNIG Rallye im Murtal seine Titelchance in der ORM 2 am Leben / Auf dem Stadtkurs durch Judenburg stellte er im Suzuki Swift ZMX die Weiche auf Sieg

ET König Rallye: Bericht TEC7 ORM2

Hochspannung im Titelkampf

Jubeln durfte dieses Mal Christoph Zellhofer, der gemeinsam mit seiner deutschen Co-Pilotin Anna Maria Seidl im Suzuki Swift ZMX erstmals in dieser Saison die Nase vorne hatte. Günther Knobloch/Erik Fürst (Renault Clio Rally3) behielten mit Platz zwei die Meisterschaftsführung, während Roland Stengg/Rebeka Kobal (Renault Clio Rally3) nach starkem ersten Tag im Regen des zweiten Tages den Anschluss an die Spitze verloren, aber dennoch starke Dritte wurden.

ORF-Legende und motorline.cc-Kolumnist Peter Klein erinnert sich an die Akropolis Rallye 1976 und stellt Rudi Stohl die Frage: „1976 oder 2026?“