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Rallye Dakar 2021: 1. Etappe Carlos Sainz nutzte seine spätere Startposition optimal
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Rallye Dakar 2021: Sainz schlägt Peterhansel um wenige Sekunden

Das Mini-Duo Carlos Sainz und Stephane Peterhansel übernimmt zum Auftakt der Dakar die Spitze - Nasser Al-Attiyah und Sebastien Loeb verlieren schon an Tag 1 Zeit

Am Sonntag startete die 43. Ausgabe der Rallye Dakar mit der ersten langen Etappe richtig durch. Dank späterer Startposition holte sich Titelverteidiger Carlos Sainz den Tagessieg, knapp gefolgt von seinem Mini-Teamkollegen Stephane Peterhansel. Toyota-Speerspitze Nasser Al-Attiyah verlor wegen schwieriger Navigation zwölf Minuten.

64 Autos nahmen die erste Etappe in Saudi-Arabien in Angriff. Von Dschidda aus mussten in südlicher Richtung 677 Kilometer nach Bisha zurückgelegt werden. Die gezeitete Speziale betrug 277 Kilometer.

Das Terrain war zunächst von Schluchten und ausgetrockneten Flussbetten geprägt. Bei den Abzweigungen war die Navigation wichtig, um in den richtigen Canyon abzubiegen. Es wechselten sich kurvige, langsame Passagen mit sandigen, schnellen Abschnitten auf weiten Plateaus ab.

Al-Attiyah eröffnete den Tag. In Abständen von drei Minuten wurden die Autos auf die Jagd geschickt. Bereits im Laufe der ersten 100 Kilometer zeigte sich, dass die hinteren Starter bei der Navigation im Vorteil waren.

Al-Attiyah verliert von Beginn an Zeit

Sainz, der im Prolog einen Reifenschaden erlitten hatte, stand als 28. an der Startlinie. Nach 92 Kilometern führte der Titelverteidiger das virtuelle Klassement an. Auf der anderen Seite bereitete die schwierige Navigation Al-Attiyah an der Spitze des Feldes Mühe.

Nach 177 Kilometern hatte der Katari schon mehr als zehn Minuten verloren. Gleichzeitig lieferten sich die Teamkollegen Peterhansel und Sainz ein Fernduell. 100 Kilometer vor dem Ziel trennten sie nur neun Sekunden im virtuellen Zwischenklassement.

Als Peterhansel das Ziel erreichte, hielt der Dakar-Rekordsieger Platz eins, aber es musste auf Sainz gewartet werden. Als der Vorjahressieger schließlich die letzte Zeitkontrolle erreichte, blieb die Uhr bei 3 Stunden, 5 Minuten und 56 Sekunden stehen.

Damit absolvierte Sainz die Strecke um 25 Sekunden schneller als Peterhansel und sicherte sich den Etappensieg. Dritter wurde Ex-WRC-Fahrer Martin Prokop, der einen Ford Raptor fährt. Bester Toyota im Ziel war Giniel de Villiers als Siebter.

Peterhansel sieht den Doppelerfolg von Mini aber kritisch: "Spät zu starten hat uns geholfen, aber morgen wird es anders, wenn wir die Strecke eröffnen müssen. Das war überhaupt nicht unsere Strategie, weil wir wussten, dass die Navigation in der zweiten Etappe noch schwieriger wird."

Auch Loeb lässt viel Zeit in der Wüste liegen

Keinen optimalen Einstand erlebte das neue BRX-Team. Sebastien Loeb büßte insgesamt 24 Minuten ein, weil er nach drei Reifenschäden die Räder wechseln musste. Besser lief es für seinen Teamkollegen Nani Roma, der Achter wurde.

Die beiden deutschen Co-Piloten fielen etwas zurück. Timo Gottschalk (Beifahrer von Jakub Przygonski in einem Toyota) ist nur noch Neunter, weil er teilweise die Strecke eröffnen musste. Dirk von Zitzewitz (Beifahrer von Yazeed Al-Rajhi in einem Toyota) büßte durch drei Reifenschäden knapp 20 Minuten ein.

Für die Gesamtwertung bedeutet das heutige Ergebnis (inklusive Prolog), dass Sainz acht Sekunden vor Peterhansel führt. Prokop ist mit knapp drei Minuten Rückstand Dritter. Das SRT-Duo Mathieu Serradori und Yasir Seaidan komplettiert die Top 5.

Mit zwölf Minuten Rückstand ist Al-Attiyah auf Platz zehn zurückgefallen. Dafür hat der Toyota-Pilot morgen eine bessere Ausgangsposition, während Sainz und Peterhansel die zweite Etappe an der Spitze eröffnen müssen.

"Wir wollten den Prolog gewinnen und haben erwartet, dass wir heute Zeit verlieren", verrät Al-Attiyah seine Taktik. "Morgen kommt die wichtige Etappe. Ich bin sehr glücklich, wie es bis jetzt gelaufen ist, weil wir keine Fehler gemacht haben."

Am Montag geht es von Bisha nach Wadi Al Dawasir weiter. 685 Kilometer müssen bewältigt werden, wobei die gezeitete Speziale mit 457 Kilometern deutlich umfangreicher ist als heute. Es warten die ersten Dünengürtel auf die Teilnehmer.

Ergebnis der 1. Etappe (Top 10):
01. Sainz/Cruz (Mini Buggy) - 3:05.56 Stunden
02. Peterhansel/Boulanger (Mini Buggy) +0:25 Minuten
03. Prokop/Chytka (Ford) +3:18
04. Serradori/Lurquin (Century) +6:33
05. Seaidan/Kuzmich (Century) +8:10
06. Al-Qassimi/Panseri (Peugeot) +8:13
07. de Villiers/Haro Bravo (Toyota) +8:59
08. Roma/Winocq (BRX) +9:39
09. Przygonski/Gottschalk (Toyota) +9:46
10. Al-Attiyah/Baumel (Toyota) +12:34

Gesamtwertung nach der 1. von 12 Etappen (Top 10):
01. Sainz/Cruz (Mini Buggy) - 3:12.20 Stunden
02. Peterhansel/Boulanger (Mini Buggy) +0:08 Minuten
03. Prokop/Chytka (Ford) +2:59
04. Serradori/Lurquin (Century) +6:13
05. Seaidan/Kuzmich (Century) +7:53
06. Al-Qassimi/Panseri (Peugeot) +7:53
07. de Villiers/Haro Bravo (Toyota) +8:43
08. Roma/Winocq (BRX) +9:22
09. Przygonski/Gottschalk (Toyota) +9:22
10. Al-Attiyah/Baumel (Toyota) +11:58

Motorsport-Total.com

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