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Das Comeback auf vier Rädern

Achim Mörtl beschränkt sich vorerst auf Einsätze bei der Lavanttal- und der Castrol-Rallye, Gas geben will er aber dennoch ordentlich.

Die San Remo-Rallye 2002 im Werks-Subaru war die vorerst letzte Rallye von Achim Mörtl auf vier Rädern. Dann machte er seine „Adventure-Tour“ durch einige Wüstengebiete der Erde – auf zwei Rädern, von Tunesien, nach Marokko, von der Türkei in die arabischen Emirate.

Nach diesem Ausflug in die Rallye-Raid-WM gibt der Kärntner bei der Lavanttal-Rallye am nächsten Wochenende mit einem Mitsubishi Lancer (Gruppe N) sein großes Comeback in einem Rallye-Auto.

Zwei Rallye-Einsätze stehen vorerst einmal auf dem Programm. Und beide sind die „Heimspiele“ des Rosentalers. In einer Woche fährt Mörtl im Lavanttal, Mitte Juni im Krappfeld (Castrol-Rallye).

„Es ist einfach meine große Liebe. Die Rallyes in der Wüste mit der KTM waren eine große Herausforderung und werden auch nicht beiseite geschoben. Schließlich möchte ich 2005 endlich bei der Paris-Dakar starten. Und dafür muss ich heuer sicherlich bei dem einem oder anderen Raid-World-Cup üben. Vermutlich wird es wieder ein Start bei der UAE Desert Challenge in Dubai sein“, so Mörtl.

Für Achim war es auch wichtig, nach den letzten Rallyes 2002, die nicht unbedingt glücklich verlaufen waren, wieder den Kopf frei zu bekommen. „Und das ist mir bei den Wüsten-Rallyes mit dem Motorrad bestens gelungen“, zeigt sich der Kärntner wieder voll Selbstvertrauen.

Ein neuer Co-Pilot an Achims Seite

Natürlich wurde für sein Rallye-Comeback auch ein neuer Beifahrer gesucht. Als Co-Pilot sprang der Deutsche Detlef Ruf ein. Der 33-Jährige blickt auf eine große Vergangenheit zurück und verfügt über viel Erfahrung.

Ruf ist in Österreich kein Unbekannter, fuhr schon mit Markus Mitterbauer, Franz Wittmann und kurz mit Raphael Sperrer. WM-Luft schnupperte er mit seinem deutschen Landsmann Uwe Nittel. Und auch bei der Paris-Dakar hat Ruf Erfahrung gesammelt. Für das VW-Werk fuhr er mit einem Service-LKW, natürlich wie vom Reglement vorgeschrieben im Bewerb.

Eine Rückkehr ohne Druck

Das Comeback ist für Mörtl quasi ein Neustart. Und genau so legt es der Kärntner auch an. „Freilich möchte ich eine gute Figur machen. Eine Top-3-Platzierung in der Gruppe N sollte schon drinnen sein. Aber nicht mit aller Gewalt. Für mich ist sicher Kris Rosenberger der Favorit“, nimmt Mörtl jeden Druck von sich.

„Druck, nein, den gibt es nicht. Ich glaube, dass ich niemanden etwas beweisen muss, das habe ich schon zur Genüge in der Vergangenheit getan.“ Schließlich blickt Mörtl auf 15 Gruppe-N-Siege in Österreich zurück. Dazu der Meistertitel im Jahre 1996.
Übrigens: Seine letzte Rallye in einem Gruppe-N-Auto liegt etwas zurück: Es war die Semperit-Rallye im Jahre 1997.

Viel Unterstützung für den Kärntner

Für die Umsetzung dieser Pläne bedarf es auch einiger Unterstützung. Achim Mörtl möchte sich bei seinen Sponsoren, allen voran beim langjährigen Partner Sebring Technology sowie Villacher Bier, Jacques Lemans, Agip, Context, Tempus und der Kärntner Woche bedanken.

Das Auto: Mitsubishi Lancer EVO VI (Gruppe N)

Die sechste Evolutions-Stufe des Mitsubishi Lancer ist zwar nicht das neueste Auto, aber konkurrenzfähig, beschreibt Achim Mörtl seinen fahrbaren Untersatz, der auf den neuesten technischen Stand gebracht wurde.

Für die Einsätze zeichnet BRR, die neue Rallye- & Tuningschmiede von Staatsmeister Raimund Baumschlager verantwortlich. „Im Grunde ist mein Auto der Gruppe-N-Ableger des Meisterautos von Mundl im Vorjahr“, weiß Mörtl.

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