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Rallye-ÖM: Castrol-Rallye

Gigantenkampf in der Gruppe A

Mörtl, Baumschlager & Doppelreiter - Letzterer nur, wenn sein Auto fertig wird - werden neben Hideg, Kramer & Co neuerlich um den Sieg fighten.

Die letzte Rallye vor der Sommerpause scheint, was den Gruppe A Sieg und damit auch die Gesamtwertung betrifft, ein echter Knüller zu werden. Da ist einmal das Duell der beiden Führenden in der Meisterschaft, Lokalmatador Achim Mörtl gegen Titelverteidiger Raimund Baumschlager (beide Mitsubishi).

Auf Grund der letzten Ergebnisse muss natürlich auch David Doppelreiter mit dem Skoda WRC in diese Auseinandersetzung mit einbezogen werden, noch ist allerdings unklar, ob das Octavia WRC nach dem schweren Crash des abwechselnd fahrenden Piloten Tamas Tagai rechtzeitig fertig wird.

Es gibt aber auch gefährliche Außenseiter wie den Kärntner Rallyespezialisten Alfred Kramer, der schon sehr oft aufgezeigt hat, in seiner Heimat besonders schnell zu sein, Kärnten Kenner Ruben Zeltner der mit deutscher Lizenz startet, einer der schnellsten Ungarn Krisztian Hideg (alle Mitsubishi) und Asphaltspezialist Andreas Waldherr (VW KitCar).

David Doppelreiter hat sich nach seinem erfolgreichen Auftritt bei der Bosch Super Plus Rallye auch in Kärnten sehr viel vorgenommen: „Das Wichtigste ist erst einmal, dass das Auto fertig wird, denn vom momentanen Speed her, kann ich mit der Spitze absolut mithalten, das haben die Zeiten in der Steiermark eindeutig gezeigt."

"Ohne unser kleines technisches Problem hätte ich dort beide Wertungen locker gewonnen. Für Kärnten, wo ich Achim Mörtl sehr stark erwarte, wünsche ich mir trockenes Wetter, bei Regen müssten wir viel am Fahrwerk umbauen, dass ist nie gut. Die Meisterschaft ist für mich weiter kein Thema, ich denke nur von Rallye zu Rallye.“

Lokalmatador Achim Mörtl sieht sich diesmal nicht als Favorit bei seiner Heimrallye obwohl der Druck sehr groß ist: „Ich vermute, David Doppelreiter wird auf Grund seiner zuletzt gezeigten Leistungen vorne wegfahren. Wichtig für mich ist es daher mich vor Baumschlager in der Wertung einzureihen. Es zählt nur die Meisterschaft, da bin ich vor Baumschlager platziert."

"Beide haben wir ein Streichresultat, mein Vorsprung in der Meisterschaft beträgt vier Punkte, darauf muss ich jetzt aufbauen. Heimvorteil gibt es keinen, Raimund ist hier öfter gefahren als ich. Eines ist klar, um heuer gewinnen zu müssen bedeutet mehr zu investieren, neue Teile zu kaufen, die Billig-Variante mit der Baumschlager früher Meister geworden ist, ist vorbei. Mit meinem Auto bin ich, was diese Tatsache betrifft, bei Stohl Racing gut aufgehoben.“

Raimund Baumschlager fixierte im letzten Jahr bei der Castrol Rallye mit Platz Drei in der Gruppe A schon vorzeitig den Meistertitel: „So einfach geht es heuer nicht. Die Konkurrenz ist sicher stärker geworden. Für mich heißt der Favorit auf den Gesamtsieg in Kärnten heuer David Doppelreiter."

"Mein ganzes Interesse gilt im Hinblick auf die Meisterschaft natürlich Mörtl. Ich traue mir schon zu den Kärntner in
seiner Heimat zu schlagen. Voraussetzung ist natürlich, dass mein Auto besser läuft als zuletzt in der Steiermark, wo ich die Missgeschicke von drei Rallyes zusammen, bewältigen mußte.“

Nicht zu unterschätzen sind der Kärntner Alfred Kramer, der Ungar Krisztian Hideg und Mitsubishi Kollege Ruben Zeltner. Ruben bezeichnet diese Rallye als eine seiner Lieblingsrallyes. Er hat hier schon sehr gute Resultate eingefahren, im letzten Jahr wurde er in der Gruppe A Zweiter hinter Harrach und Dritter der Gesamtwertung.

Hideg wiederum ist für jede Überraschung gut, der Ungar ist ein ganz schneller Mann und hat sich seit Saisonbeginn in Österreich stetig steigern können.

Bei Alfred Kramer gilt der Leitsatz bei jedem seiner Starts in Kärnten: „Ich werde diese Rallye gewinnen, ein anderes Ziel gibt es für mich nicht.“ Dieser Spruch hat viel Wahrheitsgehalt, sehr oft lag Kramer schon in seiner Heimat vorne, scheiterte dann aber an diversen Defekten.

Natürlich hat auch Andreas Waldherr mit dem VW KitCar eine Chance sich unter die Top Ten zufahren, er könnte einen Punktezuwachs in der ÖM-Tabelle gut gebrauchen.

Der Wiener Gastronom Waldemar Benedict wird mit seinem Renault Clio seine Fans wieder begeistern, sein Wunsch ist es diesmal ins Ziel zu kommen und das mit einem Platz unter den ersten Zehn.

Auch das ewig alte Duell zwischen Mario Saibel und Johann Holzmüller wird interessant werden, Die beiden sind in der Meisterschaft nur um einen Punkt getrennt. Hier ist jeder Ausgang möglich.

In der Gruppe A gibt es noch zwei internationale Mitropacup Starter. Der Deutsche Thomas Wallenwein ist mit dem Mitsubishi kein unbeschriebenes Blatt in Österreich, interessant wird der Start des Slowenen Miha Rihtar auf einem Toyota Celica GT Four sein.

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