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Rallye-ÖM: Castrol-Rallye

Good luck, good performance

Sepp Pointinger war auch bei der Castrol-Rallye eine historische Größe, gemeinsam mit Ehefrau Gertrude holte man neuerlich den Klassensieg.

Alles wie gehabt: Auch bei der Castrol Pölstal Judenburg-Rallye, der Nachfolge-Veranstaltung der Castrol-Rallye im Gebiet St. Veit an der Glan (Kärnten), heißt der bestplazierte Teilnehmer unter den Historischen Sepp Pointinger. Wieder hat der Routinier aus Mauerbach einen ersten Platz geschafft, und wieder mit Ehefrau Gertrude als Beifahrerin. Es scheint definitiv seine Saison zu sein.

Der Beginn auf dem Rundkurs Pöls versprach zunächst extreme Spannung, Pointinger lag um 1,4 Sekunden in Führung, vor den wie erwartet stärksten Herausforderern, nämlich Christian Rosner und Harald Gottlieb mit ihrem Porsche 911.

Mit lediglich 3,6 Sekunden Rückstand auf Rosner lagen auch Konrad Friesenegger und Jürgen Hilmbauer mit dem Opel Kadett GT/E erfreulich dicht an der Spitze, danach kam lange nichts. Auf der zweiten Prüfung vergrößerten sich jedoch die Abstände, und auch die Reihung änderte sich: Christian Rosner führte nun 6,4 Sekunden vor Pointinger. Auch der Abstand der Führenden zu Konrad Friesenegger vergrößerte sich.

Zwischen Rosner und Pointinger, der auf der besonders anspruchsvollen Prüfung Oberzeiring die Führung bei den Historischen zurückgewinnen konnte, blieb es zunächst spannend, wobei Pointinger seine Führung bis zur Abschlußprüfung des ersten Tages, den Rundkurs in der Judenburger Innenstadt, behaupten konnte.

Zu Beginn der zweiten Tagesetappe setzte sich dann der beherzt attackierende Christian Rosner dank einer Zeitstrafe des Teams Pointinger durch. Es war auch eine fahrerisch hart erarbeitete Führung, denn auf den Prüfungen 8 und 9 fuhr Rosner Bestzeit unter den Historischen.

Auch auf der zehnten Prüfung war Christian Rosners Porsche schnellster Historischer, hier sogar 14,6 Sekunden vor Pointinger. Danach aber erlitt der Porsche-Pilot der Rallye-Gemeinschaft Triestingtal ein unglaubliches Pech und mußte einmal mehr in dieser Saison einen Ausfall hinnehmen, da er Schwierigkeiten mit dem Motor bekam.

Damit standen wieder einmal alle Zeichen klar für einen Pointinger-Sieg, denn Rino Muradore mit seinem Ford Sierra Cosworth als Zweitbester bei den Historischen konnte natürlich mit seinem über vier Minuten betragenden Rückstand keinen Angriff mit Erfolgsaussicht mehr starten.

Längst draußen war zu diesem Zeitpunkt auch schon Konrad Friesenegger, dem nach dem Ende des ersten Tages eine kaputtgegangene Ventilfeder zur Aufgabe gezwungen hatte. Nun war bei Pointinger & Pointinger nur noch Durchkommen angesagt, was bei dieser anspruchsvollen Rallye immer noch ein hartes Stück Arbeit war.

Wie man sich aber leicht vorstellen kann, haben sie es geschafft, schließlich war es nicht die erste schwierige Veranstaltung in diesem Jahr, wo sie mit großem Vorsprung gewonnen hatten. Und der Escort zeigte sich ebenfalls von seiner guten Seite, was ja auch immer wichtig ist.

Statt eines banalen Zu-Ende-Fahrens gab es jedoch zu aller Freude dann auch noch einen riesigen Knalleffekt durch eine drittschnellste Gesamtzeit beim zweiten Durchlauf der Prüfung Seckau. Dies brachte sie auch in der Gesamtwertung um vier Plätze nach vorne.

Dieses Kunststück wäre unter normalen Umständen auf keinen Fall zu schaffen gewesen, auch nicht von Sepp Pointinger, aber ein großer Teil der Vordermänner war in einen so heftigen Regen gekommen, daß sie unnatürlich an Tempo verloren hatten. Bei Pointinger hatte der Regen schon wieder nachgelassen.

Die guten Geister waren auf seiner Seite, auch sonst, und so war bis zum Schluß weder sein Sieg bei den Historischen noch sein 14. Gesamtrang in Frage gestellt.

Schmerzlich vermißt wurden diesmal die Porsche-Piloten Gernot Zeiringer und Johannes Huber, die es wahrscheinlich um einiges spannender gemacht hätten, ungeachtet dessen wird angesichts des hervorragenden Ergebnisses im Gesamtklassement jedoch niemand Zweifel an der extrem guten Leistung von Sepp und Gertrude Pointinger haben.

In der Meisterschaft der Historischen hat Sepp Pointinger wieder ein wenig an Vorsprung dazugewonnen, er liegt nun als Erster 10 Punkte vor Walter Kunz und 13 Punkte vor Oswald Posch.

Nach dem zuletzt sehr prall gefüllten Terminkalender ist vorerst eine längere Pause angesagt, ein Wiedersehen mit den Historischen (und damit auch mit Sepp und Gertrude Pointinger) gibt es bei der BP Ultimate-Rallye im Gebiet von Krumbach. Termin: 7. bis 9. September.

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