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Rallye-ÖM: IQ-Jänner-Rallye

Z’sammzählt wird am Schluss

Franz Kohlhofer zeigte bei der IQ-Jänner-Rallye im Audi quattro mehrmals auf, ein gutes Gesamtergebnis wurde ihm aber verwehrt.

Eigentlich hatte Franz Kohlhofer einen außergewöhnlich guten Saisonstart, denn er hatte bei der Rallye, die in Österreich momentan am meisten zählt, eine beachtliche Gruppenführung geschafft, was auch angesichts der 25-Jahres-Feier seit dem ersten Quattro-Sieg durch Franz Wittmann großen Beifall fand.

Aber im Rallyesport, und ganz besonders bei der IQ-Jännerrallye, die durchaus einem Weltmeisterschaftslauf Ehre machen würde, gibt es eine alte Weisheit: Zusammengezählt wird am Schluss.

Bereits die erste SP am Vorabend des Dreikönigsfestes verlief verheißungsvoll, denn Franz Kohlhofer und Erwin Hadolt fuhren auf der Wertungsprüfung Trölsberg die schnellste Zeit in der Gruppe H 10+.

Auf den ersten Prüfungen des zweiten Tages bewies das Team aus der Steiermark ebenfalls sehr viel Souveränität, was ab Prüfung 3 (Pierbach-Mötlas I) sogar mit einer Gesamt-Führung in der Gruppe H belohnt wurde.

Auf SP 6 aber, ausgerechnet beim zweiten Durchlauf dieser Wertungsprüfung, die Franz Kohlhofer und Erwin Hadolt so viel Erfolg gebracht hatte, mussten sie den Anforderungen der IQ-Jännerrallye mit ihren tückischen Schnee- und Eisfahrbahnen Tribut zollen und verloren mehrere Minuten in einer Schneewand.

Erst durch die Hilfe von Christof Klausner, der mit einem Abschleppseil half, konnte die Fahrt wieder aufgenommen werden. Die Gruppe H-Führung war damit natürlich dahin, aber die Rallye wurde mit großem Eifer fortgesetzt, zumal der Audi Urquattro diesmal vom Beginn bis zum Schluß einwandfrei lief und auch der Konkurrenz jederzeit Ähnliches widerfahren konnte.

Tatsächlich gab es nicht wenige Teams, die gleich Viertelstunden-weise Rückstände im Schnee ausgefasst hatten.

SP 7 Windgföll-Weitersfelden I war mit einer zweitschnellsten Gruppe H-Zeit wieder erstaunlich gut gelungen, Erster war – erraten – Christof Klausner. Dafür musste man sich auf SP 9 Lasberg-St. Oswald I, wieder mit Hilfe des Audi-Kollegen Christof Klausner, aus einem Schneefeld befreien, was sich in der Zwischenwertung des ersten Tages nicht allzu gut gemacht hatte. Den Spaß am Fahren hatte man trotzdem nicht verloren.

Am Samstag wurde das Duell um Bestzeiten zwischen Franz Kohlhofer und Christof Klausner mit Begeisterung weitergeführt, auch wenn das eher belanglos war, da die Rückstände bei beiden schon sehr groß waren.

Vor allem Klausner hatte viel durch technische Schwierigkeiten verloren und war überdies nach der ersten Hälfte des letzten Tages durch Getriebeschaden ausgefallen. Franz Kohlhofer und Erwin Hadolt schafften dafür noch einige Spitzenzeiten in der Gruppe H und sicherten sich damit den immer noch sehr guten sechsten Platz in der Gruppe H.

Bezogen auf die zweite Etappe, waren sie sogar das am besten plazierte Team der Gruppe! Schade lediglich, dass auf der in der Messehalle in Freistadt plazierten Videowall, auf der Aufnahmen von der Rallye zu sehen waren, von diesem großartigen Einsatz dennoch nichts gezeigt wurde.

Das Resümee über die Veranstaltung ist gesamthaft ein sehr Positives, wobei sich das Team Kohlhofer vor allem bei Christof Klausner und Klemens Berger für die professionelle und selbstlose Hilfe nach den Ausritten bedanken möchte.

Auch das Publikum war wegen seiner Begeisterung für die in den Herzen vieler immer noch lebende (und dank Privatiers wie Klausner oder Kohlhofer auch real existierende) Audi-Legende eine wertvolle moralische Stütze. Schade nur, daß das Audi-Werk zwar gerne mit „25 Jahre Quattro“ wirbt, die Privatfahrer mit dem Kult-Rallyeauto von damals aber in keiner Weise unterstützt...

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