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Pech für Achim Mörtl

Unglaubliches Pech für Achim Mörtl, auf dem Weg zum Meistertitel in der Gruppe N geht das Differenzial kaputt, die Entscheidung ist vertagt.

Es waren keine Sektflaschen eingekühlt, es waren keine Meister-T-Shirts gedruckt, es waren keine Feierlichkeiten vorbereitet. Achim Mörtl und sein Co-Pilot Sigi Schwarz hatten, genau so wie das Renosport-Team des Tschechen Jan Stepanek, auf sämtliche Meisterfeier-Vorbereitungen verzichtet.

Man wollte unter keinen Umständen irgend etwas „verschreien“, das Schicksal nicht herausfordern. Der Kärntner Subaru-Pilot war – wie erwartet – sehr beherrscht in die 28. ARBÖ Admont Steiermark-Rallye gestartet, schließlich wollte er vor 25.000 begeisterten Rallye-Fans nichts riskieren und seinen dritten Staatsmeistertitel einfahren.

Dabei hätte ihm ein dritter Rang in der Gruppe N zum vorzeitigen Titelgewinn gereicht, völlig unabhängig davon, was sein Hauptkonkurrent Hermann Gaßner erreicht hätte.

Diese Rechnung schien perfekt aufzugehen: Nach dem Auftakt auf dem enorm schwierigen und schnellen Rundkurs von Treglwang im Paltental standen die „Klassiker“ über die Kaiserau und auf den Buchauer Sattel (Weng) auf dem Programm.

Der Kärntner lag danach mit seinem Subaru Impreza auf einem sicheren dritten Rang in der Gruppe N, vor ihm hatte der Bayer Hermann Gaßner die Spitze übernommen, Lokalmatador Gerwald Grössing lag mit einer starken Leistung auf dem zweiten Platz.

„Alles im Grünen Bereich“, resümierte Mörtl im Service, er war mit sich, dem Auto und allen anderen Umständen komplett zufrieden. Auch bei seinem Co Sigi Schwarz war die Stimmung bestens.

Dabei hatte sich der Gastwirt aus Steyrling unmittelbar vor der Rallye eine Grippe eingefangen: „Wenn ich an gestern denk’, dann bin ich wirklich froh, daß es mir heute schon wieder um so viel besser geht…“, war Sigi wohl gestimmt und erleichtert.

Wenige Stunden später kam dann aber alles anders. Die Positionen hatten sich zwar ebensowenig verändert wie die Zeitabstände, Mörtl war dem Local-Hero Grössing dicht auf den Fersen, lag voll auf Meisterschafts-Kurs.

Plötzlich war ein Krachen aus den Eingeweiden des Subaru zu vernehmen und dem Duo Mörtl/Schwarz war sofort klar, dass das nichts Gutes zu bedeuten hatte. Das Krachen entpuppte sich als Differentialschaden, und der beendete urplötzlich sämtliche Träume vom vorzeitigen Titelgewinn.

„Es ist einfach unfaßbar“, war Achim Mörtl unmittelbar nach dem Ausfall schwer deprimiert. Das ist das absolut Schlimmste, was uns passieren konnte. Wir waren genau im Plan, hatten alles unter Kontrolle, unser dritter Platz war absolut ungefährdet. Und dann so etwas. Ich kann es einfach nicht glauben, ich kann es nicht glauben. Ich fahr’ jetzt einfach nach Hause.“

Acht Starts, fünf Siege, ein zweiter Platz und zwei unverschuldete, technisch bedingte Ausfälle – das ist die bisherige Bilanz von Achim Mörtl, der jetzt bei der OMV Waldviertel-Rallye von 27. bis 28. Oktober alles auf eine Karte setzen muß.

Bei einem weiteren Sieg von Hermann Gaßner würde ihm dort schon ein dritter Platz in der Gruppe-N reichen, um den mehr als verdienten doch noch Meistertitel einzufahren...

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