RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye-ÖM: Lavanttal-Rallye

Bewährtes und Neues

Wenn man zum ersten Mal mit einem neuen Auto fährt, und erst recht bei der Lavanttal-Rallye, ist größte Vorsicht angebracht, weiß Willi Rabl jun.

Vor weniger als zwei Jahren startete Willi Rabl Junior in sein Rallye-Comeback, das zugleich auch sein Motorsport-Comeback war. Zunächst herrschte große Unsicherheit, aber danach stellten sich rasch Erfolgserlebnisse ein. Vor einem Jahr kam die Lavanttal-Rallye, eine völlig neue Erfahrung, mit nichts vergleichbar, was davor war.

Wieder große Unsicherheit, zudem stark gestiegene Konkurrenz in der Dieselklasse, dem bisher ausschließlichen Betätigungsfeld von Willi Rabl seit seiner Motorsport-Rückkehr (er fuhr auch die Rundstreckenrennen in Bahrain und Dubai mit Dieselautos). Es sollte über die gesamte Saison betrachtet sehr schwierig bleiben, mit dem Serienmotor gegen die Kitcars in der Klasse anzukämpfen, ganz zu schweigen von der Konkurrenz des Erdgas-Mitsubishi von Beppo Harrach.

Es gab aber auch einen echten Höhepunkt: Die Herbst-Rallye, bei der sich Willi Rabl am Ende an der neunten Stelle wiederfand. Und am ersten Platz in der Dieselwertung.

Bemerkenswert ist außerdem, daß Willi Rabl seit der Dunlop-Rallye 2005 bisher nie mit einem anderen Auto als dem serienmäßigen 5er-Dieselgolf angetreten war. Genau hier gibt es die auffälligste Änderung: Das VW-Rallyeteam Austria hält ab sofort ein IVer-Kitcar für ihn bereit, wie es schon Andreas Waldherr, Hannes Danzinger oder auch Michael Kogler gefahren sind (neben einigen anderen).

Dieses ist zwar älter, aber in der Motorleistung und hinsichtlich des Fahrwerks um einiges „rennwagenhafter“ als das bisher benützte Auto. Es sieht auch aus wie ein richtiges Kampfgerät, und wer sich noch erinnert, welch einen großartigen Auftritt eines von diesen Golf-Diesel-Kitcars bei der Herbst-Rallye 2006 hatte (beinahe eine Gesamtführung durch Michael Kogler), der hat an dem großartigen Leistungsvermögen dieses Wagens keinen Zweifel. Auch in der Staatsmeisterschaft haben immer wieder einige Fahrer gezeigt, daß man damit unter die ersten Zehn einer Rallye kommen kann, mit viel Glück und Einsatz auch unter die ersten Fünf.

Wenn man aber zum ersten Mal mit diesem Auto fährt, und erst recht bei der Lavanttal-Rallye, ist jedoch größte Vorsicht angebracht. Sowohl was den Umgang betrifft, als auch hinsichtlich der Prognosen. Die dort vorherrschenden Streckenverhältnisse gelten als extrem Zweirad-unfreundlich, und um zumindest bergab einen kleinen Teil von der durch fehlende Traktion verlorenen Zeit zurückzugewinnen, muß man sowohl das Auto als auch die Strecke perfekt kennen. Und in dieser glücklichen Lage, das muß man sagen, ist Willi Rabl im Moment noch nicht.

Er hat jedoch die Möglichkeit, dies als Probelauf anzusehen und zu verwenden, gegebenenfalls mit dem Zusatz, sich am Fortschritt bei den Zeiten zu erfreuen. Der Beginn wird besonders mühsam sein und einiges an Zurückhaltung erfordern, sonst passiert allzu schnell ein Dreher oder im ungünstigeren Fall ein Ausritt, der das Ende der Rallye bedeuten kann.

An dieser Stelle darf allerdings auch darauf hingewiesen werden, daß Willi Rabl II bisher so gut wie jede Rallye beendet hat – die vorige Saison lief überhaupt ohne Ausfälle ab. Das geht natürlich nur dann, wenn man nicht nur ein zuverlässiges Auto hat, sondern auch als Fahrer auf der sicheren, wenn auch schnellen Seite unterwegs ist. Mit dieser bisher vorgeführten Fahrzeugbeherrschung sollte es möglich sein, die Rallye sicher zu beenden und sich eingehend mit dem Auto anzufreunden.

Das ist bei Beifahrerin Uschi Breinessl nicht mehr nötig – die Fotografin hat bereits eine Rallye hinter sich, und zufällig war es gerade die bisher erfolgreichste Veranstaltung von Willi Rabl. Die positive Erfahrung über die gemeinsam erbrachte gute Leistung war eine Einladung zur weiteren Zusammenarbeit, daher wird man Willi Rabl und Uschi Breinessl heuer öfter als Team bei den Rallyes sehen.

Eine gewisse Anlaufphase wird unvermeidbar sein, aber nach einigen Rallyes könnten sich schon Podestplätze einstellen.

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-ÖM: Lavanttal-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

ET König Rallye: Bericht TEC7 HRM & ORC

Wagner siegt - Karlhofer mit Sensations-Comeback

Karl Wagner und Gerda Zauner gewinnen eine turbulent-großartige ET König Judenburg-Rallye - für Aufsehen sorgte Lancia-Spezialist Martin Karlhofer, der erstmals seit 2004 wieder bei einer Rallye an den Start ging und prompt mit einigen Bestzeiten aufhorchen ließ. Bei den Österreichischen Rallye Classics gewannen Alex Strobl und Cathy Schmidt.

ERC, Rom: Vorschau Opel Junior Team

Junioren gehen als Mitfavoriten in die Hitzeschlacht

Zweiter Lauf der Rallye-Junior-Europameisterschaft 2026 bei der Rally di Roma Capitale. Doppelführung für das ADAC Opel Rally Junior Team mit Timo Schulz und Tom Heindrichs. Claire Schönborn möchte vor historischer Kulisse das Momentum aus den Vogesen nutzen.

ARC, Mühlstein Rallye: Startklar!

SG Toolbox Mühlstein Rallye startet durch!

Am 7. und 8. August steigt die SG Toolbox Mühlstein Rallye 2026 mit Zentrum in Schwertberg / Novum ist ein spektakulärer Shakedown am Freitagabend / Der neue Namens-Sponsor SG Toolbox ist ein oberösterreichisches Unternehmen mit hoher Motorsport-Affinität.

ARC, ET König Rallye: Bericht Neulinger

Marcel Neulinger triumphiert auch in Judenburg!

Marcel Neulinger setzte seine beeindruckende Siegesserie bei der ET KÖNIG Judenburg Rallye 2026 fort und holte den vierten Saisonsieg in der Steiermark!

ARC, ET König Rallye: Bericht Baumschlager

Starkes Comeback nach Schulteroperation!

Das Comeback von Raimund Baumschlager nach seiner Schulteroperation verlief erfolgreich: Der Rekordstaatsmeister holte gemeinsam mit Co-Pilot Thomas Zeltner in Judenburg einen starken vierten Platz.

Die 40. Auflage der Jännerrallye findet erst vom Donnerstag, 6. 1. 2028, bis Samstag, 8. 1. 2028, in Freistadt statt. Die Gründe dafür sind terminliche, organisatorische und menschliche