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ORM: Rebenland-Rallye

Baumschlager triumphiert im Rebenland

Raimund Baumschlager feiert beim zweiten Rebenland-Abenteuer der ORM einen klaren Sieg vor Harrach und Grössing. Achim Mörtl beim Comeback 2WD-Sieger.

Michael Noir Trawniczek
Foto: Walter Vogler

Raimund Baumschlager feiert bei der zweiten Ausgabe der Rebenland-Rallye einen letztendlich deutlichen Sieg über seinen Widersacher Beppo Harrach – der Skoda Fabia S2000-Pilot feuerte von der ersten Sonderprüfung an ein Bestzeitenfeuerwerk ab, während Harrach vor allem am Freitag auf den ersten Prüfungen darüber klagte, dass er noch kein optimales Setup für seinen Mitsubishi Lancer Evo IX R4 gefunden habe…

Am Samstagvormittag lag Harrach meist nur noch wenige Sekunden hinter Baumschlager, auf SP 8 und auf der allerletzten Prüfung, SP 13, gelangen Harrach seine einzigen SP-Bestzeiten. Am Ende feierte Baumschlager den Sieg mit einem Vorsprung von exakt 28 Sekunden.

Baumschlager jubelte: „Es lief alles wunschgemäß, wir sind sehr zufrieden.“ Harrach bedauerte: „Wir konnten uns leider nicht mit einem Test auf die Rallye vorbereiten, was sicher ein Nachteil war. Immerhin konnten wir uns danach steigern – man darf auch nicht vergessen, dass wir nicht im stärksten Auto sitzen.“

Grössing als „dritte Kraft“

„Wir sind derzeit die dritte Kraft in Österreich“, verlautbarte Gerwald Grössing schon im Vorfeld der Rallye...

Nach einem kurzen Duell mit Kris Rosenberger übernahm Grössing in seinem R4-Mitsubishi, dem Vorjahresauto von Harrach, schon am Freitag den dritten Platz und gab diesen nicht mehr ab.

„Was Grössing verspricht, hält er auch“, erklärte der Forstwirt selbstbewusst am Ende der Rallye.

Rosenberger verlor am Samstagvormittag seinen vierten Platz, nachdem sein VW Polo S2000 einen Teil der Kardanwelle ausspuckte – am Nachmittag jedoch eroberte Rosenberger den vierten Platz wieder zurück.

Für die Lavanttal-Rallye gab es eine Kampfansage in Richtung Gerwald Grössing – in Kärnten soll es zwischen Gerwald Grössing und Kris Rosenberger ein spannendes Duell um den dritten Platz geben...

Grandioses Mörtl-Comeback

Achim Mörtl feiert sein Comeback in der Rallye-Staatsmeisterschaft mit einem überlegenen Triumph in der 2WD-Klasse und einem tollen fünften Gesamtrang – der Kärntner im Jaga Motorsport Citroen DS3 R3 konnte fast eine volle Minute Vorsprung auf seinen 2WD-Verfolger Michael Böhm im Suzuki Swift S1600 herausfahren, der auf Gesamtrang sechs landete.

Hermann Gaßner erlebte eine bittere letzte Sonderprüfung – wegen eines schadhaften Turboladers verlor er rund zwei Minuten und damit den fünften Gesamtrang, der bayrische Mitsubishi-Pilot konnte die Rallye immerhin auf Platz sieben beenden. Landsmann Robert Pritzl landete in seinem Subaru Impreza direkt hinter Gaßner auf Platz acht.

Peter Ebner belegte im zweiten Jaga Motorsport Citroen als Gesamt-Neunter den dritten Platz der 2WD – für die bevorstehende Heimrallye des Jaga-Teams wollte Ebner einen Doppelsieg des Rennstalls nicht ausschließen. Lachend erklärte er: „Da werden uns die Fans anheizen, wir werden unser Bestes geben.“

Eine nicht immer zufriedene Asja Zupanc konnte im Gaßner-Evo IX die Rallye letztendlich auf dem zehnten Gesamtrang beenden.

Wagner überlegener Historischer

Bei den Historischen feierte Porsche 911-Pilot Karl Wagner einen deutlichen Sieg vor seinem Markenkollegen Christian Rosner. Drittschnellster Historischer war der Italiener Paolo Pasutti auf einem Porsche 911 Coupe vor einem mit seiner Leistung unzufriedenen Johannes Huber im Porsche 911 SC Carrera RS.

Klemens Haingartner, der im dritten Jaga-Citroen sind R3-Debüt gab, musste die Rallye mit einer immerhin bereits abklingenden Verkühlung beginnen und landete schließlich hinter Mörtl, Böhm, Ebner, Matej Grudnik (Renault Twingo R2) und Alan Pajk im Citroen C2 R2 auf dem sechsten Platz der 2WD. Haingartner wird erst bei der Weiz-Rallye wieder in den DS3 steigen.

Wollinger & das Jungtalent

Daniel Wollinger nützte die Rebenland-Rallye, um seinen modifizierten Opel Corsa Cup-Boliden einem Test unter Rennbedingungen zu unterziehen ¬ der regierende Opel Corsa OPC Rallye Cup-Champion zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis, dem 17. Gesamtrang sowie Platz sieben in der Zweiradwertung.

Ein Kompliment sprach Wollinger seinem jungen Markenkollegen Andreas Kainer aus, der bei seiner erst zweiten Rallye nur acht Sekunden hinter Wollinger landete.

Kainer bedankte sich bei Stengg Motorsport für die Chance, das Cup-Auto fahren zu dürfen und begibt sich nun auf Sponsorensuche. Ein weiteres Jungtalent also, das es wert wäre, unterstützt zu werden…

Die Veranstalter können einmal mehr auf eine erfolgreiche Rebenland-Rallye zurückblicken.

Der schwere Unfall von Fritz Waldherr ging letztendlich glimpflich aus, keiner der Beteiligten erlitt schwere Verletzungen.

Schon in drei Wochen steht in Kärnten mit der Lavanttal-Rallye die nächste ORM-Rallye auf dem Programm.

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