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ORM: Wechselland-Rallye

Baumschlager setzte sich durch

Baumschlager gewinnt die Wechselland-Rallye vor Harrach und Grössing. In der 2WD feiert Böhm den Sieg vor Ebner und Wollinger.

Michael Noir Trawniczek
Foto: Daniel Fessl/www.motorline.cc

7,8 Sekunden waren es letztendlich, die über den Sieg bei der Wechselland-Rallye entschieden haben. Ein erschöpfter, aber überglücklicher Raimund Baumschlager erklärte nach der finalen zweiten Durchfahrt des 32 km langen Pinggau-Rundkurses: „Ich freue mich sehr über diesen Sieg und ich möchte mich bei Peter Ebner für sein sportliches Verhalten bedanken, der gleich zur Seite fuhr, als er uns im Rückspiegel sah. Es ist schön, dass es noch solche Sportsmänner gibt.“

Beppo Harrach gratulierte vor der Zielrampe seinem Konkurrenten und erklärte: „Freilich wäre uns ein Sieg lieber gewesen. Gestern hat uns die Stambach-SP gefehlt, die es im Vorjahr noch gab und die uns immer gut gelegen ist.“ Auch auf der zweiten Durchfahrt des langen Rundkurses lief Harrach auf Kris Rosenberger auf – ob diese Zwischenfälle jene sieben Sekunden ausgemacht haben, die am Ende gefehlt haben? Harrach sagt: „Es könnte sich ausgehen…“

Gerwald Grössing ließ auch am Samstagnachmittag nichts mehr anbrennen und belegte im zweiten Mitsubishi Lancer Evo IX R4 des Ditech Rallye Teams den dritten Platz – als ungefährdete „dritte Kraft“ der ORM…

„Hausherr“ Willi Stengg durfte sich am Ende des für ihn problembehafteten Samstags doch noch über Platz vier freuen. Immer wieder gab es am Subaru Impreza Probleme mit dem Turboschlauch, doch am Ende ging es sich schließlich aus. Wie Initiator Grössing sprach auch Stengg die bevorstehende nächste ORM-Rallye im Schneebergland an, Stengg erklärte: „Dort werde ich sicher starten, denn das ist eine wirklich tolle Rallye.“

Auch Kris Rosenberger musste sich im Laufe der Wechselland-Rallye mit dem einen oder anderen Problem an seinem VW Polo S2000 herumschlagen, am Ende landete er schließlich auf Platz fünf.

Böhm feiert klaren 2WD-Sieg

In der 2WD hieß der Sieger Michael Böhm (Gesamtrang sechs), der „mit einem lachenden und einem weinenden Auge“ zu Protokoll gab: „Wir sind sehr froh, dass wir den Divisionssieg aus dem Vorjahr wiederholen konnten. Es tut mir zugleich sehr leid für meinen Teamchef Max und seinen Co-Piloten Andre, die einen heftigen Unfall hatten – das hat mich an diesem Nachmittag schon auch emotional belastet.“

Was Böhm anspricht: Auf SP 9 krachte Max Zellhofer in einen Baum, dabei zog sich Beifahrer Andre Kachel einen Schlüsselbeinbruch zu. Schon am Samstagvormittag riss sich Achim Mörtl das rechte Vorderrad seines Citroen DS3 R3 aus…

So landete sein Jaga-Teamkollege Peter Ebner als Gesamt-Siebter auf dem zweiten Platz der 2WD, der Wolfsberger freute sich: „Das war mein dritter 2WD-Podiumsplatz in Folge, da kann man schon zufrieden sein.“

Daniel Wollinger war nicht minder froh, schließlich schrieb er an diesem Wochenende ein Stück Motorsportgeschichte: Zum ersten Mal landete ein Opel Corsa Cup-Auto in den Top 10 eines Staatsmeisterschaftslaufs. Wollinger belegte als Gesamt-Achter den dritten Platz in der 2WD und feierte einen weiteren Sieg im Opel Cup.

Walter Mayer landete auf Platz neun, Alois Handler rundete die Top 10 ab.

Pech hatte Christoph Leitgeb, der im Opel Cup auf dem zweiten Platz lag, ehe er im letzten Durchgang mit einem gebrochenen Radträger aufgeben musste. So rückte motorline.cc-Primus Rene Rieder vor auf Platz zwei, auf Platz drei des Cups landete zunächst Gerhard Aigner, doch wegen Fahrens gegen die Fahrtrichtung wurde er disqualifiziert. Alois Scheidhammer erbte so den dritten Platz. Allerdings legte Aigner Protest gegen die Entscheidung ein...eine Entscheidung wird noch heute gefällt.

Den Rallye Pokal der OSK gewann Friedrich Poiss im Mitsubishi Lancer Evo VII überlegen vor Herbert Weingartner.

In der Historischen Rallye Staatsmeisterschaft feierte Johannes Huber im Porsche einen einsamen Sieg, nachdem sein Markenkollege Christoan Rosner schon früh einen Ausfall beklagen musste.

Im Historischen Rallye Pokal war Kurt Göttlicher im Ford Sierra Cosworth nicht zu schlagen.

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