RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ORM: Waldviertel-Rallye

Die Pressekonferenz zur Waldviertel-Rallye

motorline.cc bringt Impressionen von der ersten öffentlichen Pressekonferenz für die Waldviertel-Rallye, im Wiener Millennium Tower.

Michael Noir Trawniczek

Hier geht's zu den Bildern

Neue Wege hat die heuer rundum erneuerte Waldviertel-Rallye auch mit ihrer diesjährigen Pressekonferenz beschritten: Zum ersten Mal wurde die „PK“ im Wiener Millennium Tower abgehalten, und zwar für die Öffentlichkeit zugänglich...

Die Rallyefans konnten also in einer lockeren Atmosphäre der Veranstaltung beiwohnen und hernach mit den Stars der Szene plaudern. Vor der Pressekonferenz gab es zudem eine Autogrammstunde. Der Zuschauerandrang hat bei dieser Premiere noch keine Probleme verursacht, das Konzept ist ausbaufähig, die Richtung stimmt…

Der längst feststehende Staatsmeister Raimund Baumschlager weilte in Frankreich und konnte daher nicht auftreten – der Skoda-Pilot wird bei den „final rallydays“ diesmal nicht auf seine angestammten heimischen Konkurrenten treffen, sondern von seinem Kongenial aus Polen herausgefordert.

Kajetan Kajetanowicz ist vierfacher polnischer Staatsmeister und konnte heuer zudem den polnischen Europameisterschaftslauf gewinnen. Allerdings wird er im Waldviertel einen vom Lotos Rally Team eingesetzten Subaru Impreza RT R4 pilotieren. Auf einem Skoda Fabia S2000 wird der Tscheche Jaromir Tarabus quasi mit gleichen Waffen gegen Baumschlager antreten…

Sein großer Gegenspieler der letzten Jahre, Beppo Harrach, war gestern einer der Stargäste – und bedauerte, dass er im Waldvielen nicht starten kann, weil sowohl Andreas Schindlbacher als auch Leopold Welsersheimb aus gesundheitlichen Gründen passen müssen.

Die Frage aller Fragen – wie es 2014 weitergeht – konnte Harrach nicht beantworten: „Wir sind zurzeit am überlegen, wir schauen uns alle Optionen an, aber es gibt noch keine konkreten Pläne.“ Auch Gerwald Grössing, der heuer im Team von Harrach fuhr, wird im Waldviertel fehlen…

Ebenfalls dabei war Österreichs bislang erfolgreichster Pilot in der Rallye-Weltmeisterschaft, Manfred Stohl. An den Start wird er jedoch nicht gehen, wenngleich er ein künftiges Comeback grundsätzlich nicht ausschließt: „Möglich ist alles, wie immer. Ich bin ja noch nicht zurückgetreten und auch nicht in Pension gegangen, auch wenn ich nur noch wenige Haare habe.“

Spannend wäre das Debüt von Walter Mayer in einem Peugeot 207 S2000 gewesen, doch der Niederösterreicher kam mit einer Hiobsbotschaft in den Millennium Tower: „Ich habe mir vor einiger Zeit eine Schulter-Luxation zugezogen – ich habe bis zuletzt gehofft, dass ich starten kann, aber es ist leider doch noch zu früh.“

Mario Saibel hingegen wird wieder den rot-weißen BRR Skoda Fabia S2000 zünden. Bei seiner zweiten Rallye in einem S2000-Fahrzeug hält er den Ball ganz bewusst flach: „Auf Schotter ist es meine erste Rallye im S2000, da sind wir noch in einer Lernphase.“

Erstmals einen Mitsubishi Lancer Evo IX wird der frischgebackene ARC-Champion Simon Wagner pilotieren. „Es ist erst meine zweite Schotter-Rallye, aber ich freue mich irrsinnig auf diesen Einsatz.“ Der Evo IX wird wieder von Race Rent Austria eingesetzt, als Co-Pilot fungiert erstmals Pirmin Winklhofer.

Mit einem Evo IX startet diesmal auch Michael Kogler, der wieder mit seinem früheren Stammbeifahrer Jürgen Heigl antritt.

Nach einem vollen Jahr Rennpause wird Lokalmatador Christian Mrlik das Comeback wagen – sein Subaru Impreza WRX wird nicht von Stohl Racing, sondern von Stengg Motorsport eingesetzt, auf dem „heißen Sitz“ wird Julia Bauer Platz nehmen.

Spannung verspricht der Titelkampf in der 2wd-Staatsmeisterschaft zwischen Michael Böhm und Peter Ebner.

Böhm, im Zellhofer Suzuki Swift S1600 am Start, hat zwei Punkte Vorsprung, laboriert noch an den Folgen seines Motorradunfalls.

Ebner (Jaga Motorsport Citroen DS3 R3) wiederum meint: „Ich habe nichts zu verlieren – vielleicht ist ja genau das meine Chance.“

Die Rallyefans können den Opel Corsa OPC Rallye Cup-Boliden von Wolfram Doberer aus nächster Nähe betrachten, der Mariazeller, der seine Co-Piloten stets über die Bezirksblätter castet, stellte seinen Beifahrer für die Waldviertel-Rallye vor.

Kurt Göttlicher sorgt gemeinsam mit Christian Maier für ein spannendes Finale in der Division II des Historischen Rallyepokals. Dem Ford Sierra Cosworth-Piloten fehlt ein halber Punkt auf Maier…

Christian Baier kennen viele aus der Oldtimer-Szene, mit seiner Frau Margot gewann er 2007 die Ennstal-Classic, seit einiger Zeit pilotieren die beiden ein Vorkriegsmodell, eine Lea Francis bei verschiedenen Gleichmäßigkeitsrallyes.

Was nur wenige wissen: Baier fuhr 2001 eine einzige Rallye, in Admont, allerdings als Co-Pilot. Bei der Waldviertel-Rallye kehrt er in die Rallye-Staatsmeisterschaft zurück, als Co-Pilot von Kurt Peherstorfer in einem Ford Escort 1600.

News aus anderen Motorline-Channels:

ORM: Waldviertel-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

EHRC Historic Rally Fafe: Bericht Schindelegger

Sensationeller EHRC-Start in Fafe

Das Rallyeteam Schindelegger hat in Fafe bei der historischen Schotter- Europameisterschaft mit Gesamtplatz 6 einen Traum-Saisonstart hingelegt.

Mitropa Cup: Vorschau Rally Porec

24 MRC-Teams bei 27. Rally Porec

Erst zum zweiten Mal im Meisterschaftskalender vertreten, gehen 24 Teams des Mitropa Rally Cup (MRC) bei der Rally Porec in Kroatien an den Start.

ARC, Lavanttal: Bericht Gschwandner

Rallyefahrende Fahrschullehrer mit „Bildungsauftrag“

Der Obmann der Austrian Rallye Challenge und des MCL 68 fuhr nach siebenjähriger Pause wieder eine gezeitete Rallye. Traditionelle Rallye als Bühne für wichtiges Verkehrssicherheitsprojekt.

Achim Mörtl Kolumne: Rückblick Lavanttal

Achim Mörtl: "Lengauer schneller als er kann"

"Simon Wagner fährt so schnell wie er muss, Michael Lengauer fuhr schneller als er kann" - so lautet die Analyse unseres motorline.cc-Kolumnisten, Ex-Staatsmeister Achim Mörtl.

CZ, Rally Sumava Klatovy: Vorschau Wagner

Wagner in CZ: Angriff auf den Titel!

Simon Wagner und Hanna Ostlender greifen auch 2026 wieder in der Tschechischen Rallye-Meisterschaft an – und das mit einem klaren Ziel: Nach dem Vizemeistertitel im Vorjahr soll nun der volle Angriff auf den Titel erfolgen.

WRC Kroatien: Spätes Drama um Neuville

Neuville nach spätem Drama "am Boden zerstört"

Trotz klarer Führung endet Thierry Neuvilles Rallye in Kroatien im Desaster: Nach dem folgenschweren Patzer erhält der Belgier Rückendeckung von Hyundai