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ORM: Lavanttal-Rallye

Der MCL 68 bei der Lavanttal Rallye

Auch bei der vierten österreichischen Rallye 2014 standen mit Michael Böhm, Alois Handler und Alfred Leitner drei Fahrer aus den Reihen des MCL 68 am Start.

Text: MCL 68
Foto: Werner Schneider

Michael Böhm haderte noch immer an dem seiner Aussage nach völlig unnötigen Eigenfehler bei der Rebenland Rallye.

Das Löwenquartett Handler / Scherz sowie Leitner / Noll waren schwer motiviert und wollten im südlichsten Bundesland weiter an ihren für 2014 vorgegebenen Marschrouten festhalten.

Leitner hat sich ja bekanntlich den Sieg im OSK Pokal P1 zur Aufgabe gemacht und Alois Handler würde gerne den dritten Platz in der Endabrechnung der DIV II Staatsmeisterschaft belegen.

Der erste Tag verlief für das MCL Trio absolut nach Plan. Michael Böhm belegte Platz 2 in der Division II ohne unnötige Attacken zu reiten, sollte doch der Erstplatzierte im weiteren Verlauf der Saison eher nicht mehr in Österreich an den Start gehen.

Fredi Leitner gab im ersten Regrouping an, wie (fast) immer den Beginn verschlafen zu haben und gelobte sogleich Besserung für den zweiten Durchgang. Sensationellerweise war er dann tatsächlich bei Dunkelheit um 25 Sekunden schneller. Der Herr Chauffeur lobte den perfekten Schrieb und die perfekte Ansage der charmanten rechten Hälfte im 206er Löwen.

Trotzdem überlegt die technische Abteilung des Peugeot Tasch Rallye Team, einen zusätzlichen Tönungsstreifen im Gesichtsfeld des Fahrers homologieren zu lassen, um Fredi quasi den nicht so geliebten "Rallyemorgen" ersparen zu können und ihm die schnelle Nacht suggerieren zu können...

Der wie gewohnt lockere aber gleichzeitig messerscharf analytische Alois Handler beendete Tag 1 nur rund 15 Sekunden hinter den zweitbesten Österreicher in der DIVII. Auch hier stimmte die Marschroute perfekt.

Im wetterleuchteten Gesicht erkannte man jedoch den Gedanken für den nächsten Tag, eine Revidierung der Marschroute nach oben vorzunehmen....

Der zweite Tag begann für Michi Böhm denkbar schlecht, ein Schaden im Schaltmechanismus des sequentiellen Getriebes veranlasste dem Piloten den Gang manuell über die geöffnete Motorhaube einzulegen. Drei Minuten gingen somit ebenso wie der angepeilte Sieg in der DIVII verloren.

Am Start der SP 7 ging dann völlig unerwartet das Aggregat vom leitnerschen 206er aus. Alle Improvisationskunst half nichts der Wagen blieb stumm.
Später sollte sich herausstellen, dass die Einheit der Zündspule ihren Dienst quittiert hatte. Die bis dahin tadellose Leistung blieb also unbelohnt.

Auf SP 10 erwischte es auch Michael Böhm. Gott sei dank an einer eher langsameren Stelle, verließ ein Vorderrad seinen angestammten Platz, welches ebenfalls das unabwendbare Aus bedeutete.

Jetzt kam die Stunde des Alois Handler, mit der Bürde die MCL 68 Fahnen alleine hochhalten zu müssen und vom Beifahrer Andreas Scherz dementsprechend gepusht, setzte er zum Angriff auf die österreichische DIVII Führung bei dieser Rallye an.

Mit einem Husarenritt auf der letzten Sonderprüfung, fing er noch den bis dato führenden Gerhard Aigner im Opel Corsa OPC ab und beendete diese Rallye als bester Österreicher in der DIV.II

Es ist nach dem dritten Meisterschaftslauf zwar noch etwas früh um Rechenbeispiele anzustellen, doch scheint gewiss, dass man nun mit Michael Böhm und Alois Handler zwei heiße Eisen den Staatsmeisterschaftstitel der DIV II betreffend im Feuer hat.

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