RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Brugger setzt seine Entwicklung fort

Nach seinem soliden Auftritt im Lavanttal folgte beim erstmaligen Antreten im Wechselland eine weitere Demonstration seines Talents.

Fotos: Harald Illmer

In der österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft geht es so eng zu wie schon lange nicht mehr. Raimund Baumschlager, Gerwald Grössing und Hermann Neubauer duellieren sich um den Titel. Dicht hinter dieser Spitzengruppe, der im erweiterten Kreis auch noch Mario Saibel angehört, folgt bereits Chris Brugger in seinem Škoda Fabia S2000.

Das Wechselland präsentierte sich bereits am ersten Tag von seiner unangenehmen Seite. Das vorerst noch sonnig wirkende Wetter verleitete viele Fahrer dazu, mit Slicks in die Sonderprüfungen 1 und 2 zu gehen. Auch Chris Brugger setzte auf diese Strategie und musste bereits auf SP 1 mit dem aufkommenden Regen kämpfen. Der verlorengegangene Grip schlug sich in früheren Bremspunkten nieder. Trotz allem schaffte es Brugger, den sechsten Platz ins erste Service mitzunehmen. "Im Service haben wir das Auto dann auf Regensetup umgestellt. Das hat mir ermöglicht, den sechsten Platz auf SP 3 und SP 4 sicher nachhause zu fahren", so der junge Halleiner.

Am Samstag Vormittag zeigte sich das Wetter von einer etwas freundlicheren Seite und ermöglichte den Piloten, die vier Sonderprüfungen im Trockenen zu absolvieren. Ohne besondere Vorkommnisse sicherte Brugger mit einer souveränen Leistung seinen sechsten Gesamtrang ab.
Nach dem Mittagsservice begannen sich die Ereignisse zu überschlagen. Chris Brugger konnte durch eine strategische Fahrweise die Fehler der anderen Piloten nutzen. Bereits auf dem ersten Durchgang am Rundkurs in Pinggau fiel Hermann Neubauer einem im Weg stehenden Baum zum Opfer, somit war Gesamtrang 5 erobert.

Auf der vorletzten Sonderprüfung legte der junge Salzburger dann den Grundstein für seinen vierten Gesamtrang. Mit einer hervorragenden Fahrt beendete er die elfte Sonderprüfung auf Platz 3, mit nur 2½ Sekunden Rückstand auf den Ersten. Motiviert durch diesen Erfolg konnte es dann in die Powerstage gehen.

"Ich komme um die Kurve, und plötzlich sehe ich Gerwald Grössing da stehen und seinen Reifen wechseln. Da habe ich die Chance auf den vierten Platz erkannt", so Bruggers Resümee der finalen Powerstage. Tatsächlich gelang es ihm, den mit ein bisschen Glück gewonnenen Vorsprung bis ins Ziel zu behalten. Chris Brugger schafft somit bei seinem ersten Antritt bei der Wechselland-Rallye einen hervorragenden vierten Gesamtplatz. "Auf der Powerstage hätte ich eventuell noch die Chance auf einen Punkt gehabt, aber natürlich freue ich mich auch über den vierten Platz auf der letzten Sonderprüfung und den vierten Gesamtplatz. Wichtig ist für uns, dass ich die gesamte Rallye mehr oder minder fehlerfrei im Renntempo gefahren bin und viele Kilometer, sowie Erfahrungen sammeln konnte", zeigte sich Brugger durchaus zufrieden.

News aus anderen Motorline-Channels:

ORM: Wechselland-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

ARC, ET König Rallye: Bericht Friedl

„Big moments“ aber auch heikle Situationen

Eugen Friedl und Helmut Aigner vom MCL 68 konnten sowohl mit einigen kniffligen Situationen als auch mit emotionalen Highlights ein gutes Ergebnis einfahren.

ARC, ET König Rallye: Bericht Neulinger

Marcel Neulinger triumphiert auch in Judenburg!

Marcel Neulinger setzte seine beeindruckende Siegesserie bei der ET KÖNIG Judenburg Rallye 2026 fort und holte den vierten Saisonsieg in der Steiermark!

TEC7 ORM Rallye Backstage - Podcast #4

Gespräch mit Manfred Stohl: Von heiter bis düster

Eine Stunde mit Manfred Stohl - Österreichs WM-Vierter 2006 und nunmehrige Betreiber der Stohl Group ist eines ganz sicher: Geradlinig - und oft auch recht heiter. Seine Prognosen für die Zukunft der Rallye-Weltmeisterschaft sind hingegen düster, seine Aussagen zu Österreichs aktuellen Rallye-Hoffnungen markig.

ORM/ARC, ET König Rallye: Nach SP10

Alles beim Alten an der Spitze

Toyota-Pilot Hermann Neubauer hält bei der ET KÖNIG Rallye im Raum Judenburg nach wie vor die Führung / Sekunden-Duelle um Platz drei und in der ORM 2 (Foto zeigt Günther Knobloch, der knapp vor Christoph Zellhofer die ORM2 anführt)

Zur Einstimmung auf die bevorstehende Rally Akropolis erzählt unser Kolumnist Peter Klein aus jener Zeit, in der schon die Anreise zu dieser Kult-Rallye ein wahres Abenteuer war...