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ORM: Weiz-Rallye

Eine heiße Angelegenheit für alle

Bis zu 40 Grad im Freien – und die Teilnehmer des sechsten Rallye-ÖM-Laufs in der Oststeiermark erwarten im Cockpit gar bis zu 70 Grad.

Fotos: Robert May, IG Rallye Fotoservice; Rallyeteam Ziesler

Mit einem Shakedown im nahen Mühlwald, wo seinerzeit auch schon Sonderprüfungen gefahren wurden, geht die Weiz-Rallye 2015 am Freitag ab 8 Uhr Früh praktisch in ihre "Aufwärmrunde". Dass der sechste Staatsmeisterschaftslauf des Jahres nicht nur sportlich eine sehr heiße Sache wird, weiß jeder, der in den letzten Tagen die Wettervorhersagen mitverfolgt hat. Werte bis zu 40 Grad werden für Freitag und Samstag prognostiziert.

Auf die Teams, die in den verschiedensten Meisterschaften und Cup-Bewerben um Punkte und Siege kämpfen, kommen enorme Belastungen zu – 70 Grad im Cockpit sind bei solchen Außentemperaturen keine Seltenheit. Viele vertrauen auf ihre Grundkondition, viele auf ihre mentale Stärke, auch die bewährte in Eukalyptus getränkte feuerfeste Unterwäsche wird möglicherweise ein Umsatzhoch verzeichnen ...

Da ist es fast ein Segen für alle Beteiligten, dass der neue, straffere Zeitplan den Start vor der Stadthalle Weiz erst um 18:30 Uhr vorsieht. Um 19 Uhr beginnt die Punktejagd dann mit dem Rundkurs Anger und weiteren drei Sonderprüfungen, die allesamt ohne Service über die Bühne gehen, bevor der erste Rallyetag zu Ende geht.

Zehn weitere anspruchsvolle Sonderprüfungen werden die Protagonisten dann am Samstag selbst ohne die angesagten 40 Grad ins Schwitzen bringen. Vor allem auch deshalb, weil enorme Hitze im Normalfall stets auch fruchtbarer Nährboden für heftige Gewitter ist – Erinnerungen ans Vorjahr werden da wach, als auf Thannhausen, der vorletzten Sonderprüfung, urplötzlich die Welt unterzugehen schien.

Vor allem für Hermann Neubauer, der mit eineinhalb Minuten Vorsprung in die Prüfung gegangen war und aus dieser nicht mehr herauskam. Der Traum des Salzburgers vom ersten Rallye-ÖM-Sieg platzte wegen Aquaplanings an einem Baum. Heuer hat der Fiesta-S2000-Pilot die Chance, diesbezüglich mit der Weiz-Rallye abzurechnen.

Doch nicht nur die Auftritte von Rekordchampion Raimund Baumschlager (Škoda Fabia R5), Hermann Neubauer (Ford Fiesta S2000), Fabian Kreim (GER/Škoda Fabia R5), Teemu Suninen (FIN/Škoda Fabia S2000) oder 2WD-Doppelstaatsmeister Michael Böhm (Suzuki Swift S1600) stehen im Mittelpunkt.

Eine bemerkenswert hohe Anzahl an steirischen Piloten bewirkt ein ebenso hohes Lokalkolorit. Praktisch jeder der insgesamt 26 Lokalmatadore vertraut auf seine eigene Fangemeinde, die stimmgewaltig vor Ort weilt – was auch schon in den letzten Jahren eines der Erfolgsgeheimnisse der Weiz-Rallye war.

Die 26 steirischen Piloten bei der Weiz-Rallye 2015:

• Andreas Aigner (Renault Clio R3)
• Arnold Bauer (Suzuki Swift Sport)
• Johann Derler (BMW E36 M3)
• Bernhard Engelmann (Ford Escort RS 2000)
• Stefan Fritz (Renault Mégane Maxi)
• Gert Göberndorfer (Opel Ascona B i2000)
• Heimo Hinterhofer (Opel Corsa OPC)
• Johannes Käfer (Suzuki Swift S1600)
• Günther Knobloch (Citroën DS3 MAX)
• Franz Kohlhofer (Subaru Impreza WRX)
• Mike König (Opel Astra GSI)
• Josef Lammer (Citroën AX)
• Christoph Lieb (Opel Corsa OPC)
• Hans Jörg Matzer (Renault Clio)
• Thomas Mosburger (Opel Corsa OPC)
• Walter Pfeffer (Mitsubishi Lancer Turbo)
• Gunthard Puchleitner (Mitsubishi Lancer Evo IX)
• Anton Reisenhofer (Opel Ascona B)
• Harald Schloffer (Mazda 323 GTR)
• Andreas Schögler (Volvo 142 S)
• Günther Stampfl (Opel Ascona A)
• Roland Stengg (Opel Corsa OPC)
• Willi Stengg (Opel Adam R2)
• Christian Tucsanyi (Mazda 323 GTR)
• Daniel Zieser (Opel Corsa OPC)
• Nikolas Ziesler (Peugeot 208 R2)

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