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ORM: Weiz-Rallye

Keine Tempobolzerei seitens Böhms

Das 2WD-Starterfeld bei der kommenden Weiz-Rallye ist so stark wie heuer noch nie; Michael Böhm bleibt cool und wartet erst mal ab ...

Fotos: Daniel Fessl, Harald Illmer (IG Rallye Fotoservice)

Als Seriensieger kommt das Suzuki-Duo Michael Böhm und Katrin Becker zur Weiz-Rallye. Nach der Rebenland-, der Lavanttal-, der Wechselland- und der Schneebergland-Rallye soll der sechste Staatsmeisterschaftslauf am 7./8. August im Idealfall zum heuer bereits fünften Triumphzug für die 2WD-Champions der letzten beiden Jahre werden. Den Saisonauftakt – die Jännerrallye in Freistadt – hatten die beiden ausgelassen.

Die Weiz-Rallye freilich wird zur bislang größten Herausforderung für Böhm, sowohl fahrerisch ("Besonders der Rundkurs Anger am ersten Tag ist mir noch nie besonders gut gelegen") als auch konkurrenztechnisch ("Wir haben in Weiz das wohl stärkste Starterfeld in der heurigen 2WD-Saison"). Mit PWRC-Welt- und PC-Europameister Andreas Aigner, der mit Co-Pilotin Ilka Minor einen Renault Clio R3 an den Start bringt, und Günter Knobloch in einem bärenstarken Citroën DS3 R3 MAX gehen zwei Kontrahenten mit absoluten Siegchancen ins Rennen.

"Von den Autos her sind die beiden unserem Suzuki Swift S1600, der ja doch schon sieben Jahre auf dem Buckel hat, sicherlich überlegen", weiß Böhm, "aber andererseits müssen sie auch erst einmal ins Ziel kommen." Mit dem jungen Ungarn Kristof Klausz (Renault Clio) ist in Weiz auch der Meisterschaftszweite des Vorjahres mit dabei. Groß ist die Vorfreude auf Weiz besonders bei Katrin Becker. Weil der Lauf unter anderem auch zur deutschen Citroën Rallye Trophy zählt, kommen viele Bekannte der Hessin in die Oststeiermark.

Eine sichere Zielankunft steht für Böhm/Becker im Vordergrund, zumal der eigentliche Gegner in der Meisterschaft, der zweitplatzierte Steirer Daniel Wollinger, diesmal nicht am Start sein wird, womit jede Punkteausbeute automatisch ein Zugewinn wäre. Böhm: "Natürlich will ich überall, wo ich starte, auch gewinnen, sonst wäre ich ja nicht Rennfahrer. Auf der anderen Seite wäre ich dumm, wenn ich mich in eine reine Tempobolzerei reinziehen lassen würde. Mein Gegenspieler ist Wollinger und sonst keiner. Und dem gilt in erster Linie mein Augenmerk. Aber natürlich muss man den Verlauf der Rallye erst einmal abwarten. Dann kann man seine Ziele ja jederzeit neu definieren."

Zwischenstand in der ORM-2WD 2015 vor der Weiz-Rallye: 1. Michael Böhm 111 Punkte; 2. Daniel Wollinger 75 Punkte; 3. Kristof Klausz 34 Punkte; 4. Alois Handler 31 Punkte

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