RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ORM: Waldviertel-Rallye

Böhm: Turboschlauch und Traum geplatzt

Der Allrad-Einsatz von Michael Böhm bei der Waldviertel-Rallye war nicht vom Glück begünstigt: Nach acht Sonderprüfungen war leider Schluss.

Foto: Harald Illmer

Schade! Mit einem einzigen Wort ließe sich das Abenteuer Waldviertel-Rallye 2016 für Michael Böhm abhaken. Das wäre die einfache Version. Aber erstens entspricht das Spartanische nicht dem Naturell des dreifachen 2WD-Staatsmeisters, zweitens bedarf der Einsatz des Niederösterreichers in der höchsten Rallye-Klasse mit einem Mitsubishi Lancer Evo IX doch etwas mehr an Erklärung.

„Dass es angesichts des enorm starken Starterfeldes von gleich 12 R5-Autos nicht leicht werden wird, war mir von Beginn an bewusst“, erklärte Böhm. „Und auch dass ich mit null Kilometer Test im Vorhinein mit diesem Auto keine Bäume ausreißen werd‘. Aber ein Platz unter den Top ten wäre trotzdem schön gewesen.“ Wär‘ durchaus auch machbar gewesen, hätte der Turboschlauch des Mitsubishi auch dieses Ziel vor seinen nicht vorhandenen Augen gehabt. Dieser zog es aber leider vor, sich nach fünf Sonderprüfungen zuerst vom Ansaugstutzen zu lösen, um dann - nachdem ihn die Mechaniker wieder dorthin platziert hatten – nach acht Sonderprüfungen überhaupt zu platzen. „Dann ging leider gar nix mehr“, haderte Michael Böhm, der bis dahin mit seiner diesmaligen Copilotin Tatjana Praschl immer besser harmoniert hatte, mit dem Schicksal. „Das war ein etwas abruptes Ende, wir wären gerne noch länger gefahren.Eigentlich hat es gerade erst begonnen, Spaß zu machen . . .“ Womit am Ende dann doch wieder jenes Wort als einfache Erklärung auftaucht, das jegliche Beschreibungen in eine Schachtel wirft – SCHADE!

Michael Böhm: „Ich möchte es aber trotzdem nicht verabsäumen, mich bei allen zu bedanken, die mir diesen außertourlichen Einsatz in einem Allradler ermöglicht haben – angefangen von meinen Sponsoren über meinen Opel-Teamchef Willi Stengg, der den Start mit dem Mitsubishi genehmigt hat. Und natürlich auch bei Gunthard Puchleitner, dem das Auto ja gehört!“

Die Saisonbilanz des 2WD-Champions fällt, auch wenn nicht alles so war,trotzdem positiv aus: „Die Starts im Opel Adam waren eine tolle Erfahrung und haben mir insgesamt gesehen unglaublich viel Freude gemacht. Dass mir letztendlich nur eine Verletzung den möglichen Gesamtsieg im Cup gekostet hat, ist einfach nur . . .“ (siehe oben)!

News aus anderen Motorline-Channels:

ORM: Waldviertel-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

Alpenfahrt Revival 2026

Weitere Rallyegrößen haben genannt

Herbert Grünsteidl, Josef Pointinger, Gabi Husar u. Günther Janger sind dabei - Rallye-Weltmeister Stig Blomqvist wird auf Saab 96 einer der Starter sein. Plus: Ehrengast Rauno Aaltonen.

EHRC Historic Rally Fafe: Bericht Rosenberger

Der "Technikteufel" war erneut aktiv

Nach den Troubles auf Mallorca war der „Technik-Teufel“ nun auch in Portugal aktiv - Der Subaru Impreza GT Turbo Gr. A von Autosportif blieb schon nach SP1 stehen
- Rosenberger & Co Schwarz glänzten danach mit SP-Bestzeiten und Klassensieg

TEC7 ORM2, Lavanttal Rallye: Bericht

Lokalmatador Lichtenegger holt ORM2-Sieg

Am Ende einer angesichts der wechselnden Witterungsbedingungen schwierigen Rallye gab’s den Premieresieg des jungen Kärntner Lokalmatadors Maximilian Lichtenegger, der gemeinsam mit seinem routinierten Copiloten Bernhard Ettel im Renault Clio Rally3 triumphierte.

WRC Kroatien 2026: Katsuta erbt Sieg

Neuville wirft Sieg weg - Keferböck gewinnt Masters Cup

In der Powerstage wirft Neuville den fast schon sicheren Sieg weg - Katsuta feiert zweiten WRC-Sieg hintereinander. Keferböck/Minor holen sich mit dem WRC Masters Cup Sieg die Tabellenführung zurück.

Ott Tänak zurück bei Toyota

Ex-Weltmeister jetzt Testfahrer für 2027

Ott Tänak, der einst mit Toyota den WRC-Titel errang, kehrt zu seinem damaligen Arbeitgeber zurück: Als Testfahrer für das neue Auto aus Basis der 2027er-Regeln

ARC, Lavanttal: Bericht Gschwandner

Rallyefahrende Fahrschullehrer mit „Bildungsauftrag“

Der Obmann der Austrian Rallye Challenge und des MCL 68 fuhr nach siebenjähriger Pause wieder eine gezeitete Rallye. Traditionelle Rallye als Bühne für wichtiges Verkehrssicherheitsprojekt.