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ORM: Škoda Rallye Liezen

Comeback und „Fremdgang“ auf dem Berg

Heimo Hinterhofer gibt am Wochenende im italienischen Cividale ein Kurzzeit-Comeback als Bergrennfahrer - dort, wo er 2014 zum dritten Mal in Folge Berg-Staatsmeister wurde, zündet er einen Peugeot 208 R2. Dieses Auto wäre auch eine Option für 2018, der Einsatz dient dem Kennenlernen. Bei der Waldviertel-Rallye kehrt Heimo in den Adam R2 zurück.

Fotos: GM Corp., Hinterhofer

Bei der Skoda Rallye Liezen mussten Heimo Hinterhofer und seine deutsche Copilotin Tina Annemüller eine herbe Enttäuschung hinnehmen: Gleich auf der ersten Sonderprüfung zeigte sich das sonst so kraftvolle Aggregat des Adam R2 brustschwach...

Nach der vierten Prüfung schließlich musste man das angeschlagene Auto auf der Verbindungsetappe abstellen, wie Heimo berichtet: „Es war überhaupt kein Öl mehr im Motorraum und bevor es zu einem Motorschaden kommt, ist es in so einem Fall gescheiter, den Wagen abzustellen. Schade, denn beim Shakedown hat der Adam R2 noch einwandfrei funktioniert, da war das Auto wirklich perfekt.“

Glücklicherweise ist der Einsatz bei der Waldviertel-Rallye bereits fixiert - Heimo nickt: „So hätte ich die Saison im Adam R2 Cup nicht beenden wollen. Wir sind jetzt beim großen Saisonfinale im Waldviertel dabei und ich freue mich schon sehr auf diese Rallye.“

Comeback auf heiß geliebter Bergrennstrecke

Zuvor steht jedoch ein ganz besonderer Einsatz auf dem Programm, und zwar schon am kommenden Wochenende: Heimo Hinterhofer gibt ein Kurzzeit-Comeback auf der Bergrennstrecke! Beim großen Finale der heimischen Berg-Staatsmeisterschaft im Rahmen des in Italien stattfindenden Bergrennens Cividale-Castelmonte wird Heimo Hinterhofer einen Peugeot 208 R2 zünden.

Eine Besonderheit ist dieser Einsatz aus vielerlei Gründen. Zum einen krönte sich Hinterhofer im Jahr 2014 genau bei diesem Rennen zum dritten Mal in Folge zum Staatsmeister seiner Kategorie. Zum anderen ist dieses Bergrennen für Heimo der absolute Top-Favorit.

Die Strecke hat es Heimo angetan: „Das ist kein typisches Bergrennen, die Strecke ähnelt vielmehr einer Rallye-Sonderprüfung: Sie ist schmal und unruhig, es gibt einen Sprung und rund einen Kilometer lang geht es sogar bergab.“

Ob sich Heimo wohl einsam im Cockpit fühlen wird? Schließlich fährt er seit drei Jahren mit Copilotin. Heimo lacht: „Ich glaube nicht. Die Strecke ist außerdem nur 6,3 Kilometer lang, die kann ich mir daher ganz gut merken.“ Zudem kennt und liebt er diese Strecke wie oben erwähnt...

Erster Kontakt mit Peugeot 208 R2

Neu ist für Heimo Hinterhofer dafür der Peugeot 208 R2, der vom slowenischen Team Oktan Sport eingesetzt wird. Heimo erklärt: „Das ist ein sehr professionelles Team, das auch schon in der Rallye-Europameisterschaft (ERC) erfolgreich an den Start gegangen ist.“ Zu den aktuellen Piloten dieses Teams gehören die bekannten Größen Aleks Humar (Slowenien), Laszlo Nemet (Ungarn) oder neuerdings auch die Britin Catie Munnings.

Für Heimo Hinterhofer ist der „Fremdgang“ eine Möglichkeit, sich den Peugeot -- ein direktes Konkurrenzauto des Adam in der R2-Kategorie - näher anzusehen: „Zurzeit ist ja noch nicht ganz geklärt, wie es mit dem Adam R2 Cup weitergehen wird - da ist es eine gute Gegelegenheit, einmal den Peugeot 208 R2 auszuprobieren. Denn das wäre auch eine mögliche Option für 2018.“

Sportliche Ziele steckt sich Heimo für das Bergrennen nur bedingt - der Hintergrund: „Der Peugeot gehört zur Klasse A bis 1600 ccm. Allerdings werden in der Berg-ÖM die Autos bis 2000 ccm mitgewertet, da haben wir also allein vom Hubraum her keine Chance. Zudem ist bei unserem Rallyeauto auch das Gewicht höher - aber wir werden trotzdem versuchen, vorne mitzufahren.“

Am Freitag vor dem zweitägigen Berg-Event (Samstag Training, Sonntag Rennen) erhält Heimo Hinterhofer in Maribor die Gelegenheit, den ihm bislang völlig unbekannten Boliden zu testen. Heimo erklärt: „Nach diesem Test auf einer Strecke am Rande der slowenischen Hauptstadt geht es gemeinsam mit dem Team von Oktan Sport direkt weiter nach Italien. Ich freue mich schon sehr auf das bevorstehende Wochenende.“

Wer Heimo Hinterhofer in Berg-Action sehen will: Ein Onboard-Video zeigt ihn beim Bergrennen St. Anton im Jahr 2014:

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