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ORM: Wechselland-Rallye

Heimo Hinterhofer nach R2-Debüt: Ein „erstes Mal“ wie aus dem Bilderbuch

Heimo Hinterhofer über seine erste Rallye im Adam R2: Wie er im Wechselland den selektiven Regen/Nebel-Freitag überstand. Warum Tina Annemüller ein echter Segen ist. Und wie die besonnene Premierenfahrt dank steil steigender Lernkurve mit zwei Powerstage-Punkten belohnt wurde.

Fotos: Harald Illmer & GM Corp.

„Hilfe! Die Leute glauben, ich bin komplett übergeschnappt oder total abgehoben, zu Recht noch dazu, schau dir an, was auf der Cup-Website steht…“, wandte sich Heimo Hinterhofer an seinen Pressemann. Was war geschehen? In einer Presseaussendung des Adam Rallye Cups wurde Heimo irrtümlich mit einem Zitat aus dem Vorjahr bedacht, als er in seinem zweiten Jahr im Corsa-Cup selbstbewusst erklärte: „Ich will den Cup-Sieg!“ Um diesen kämpfte der mehrfache Berg-Staatsmeister dann auch prompt im Finale, verlor den Showdown jedoch bei einem Abflug.

Heuer jedoch fährt Heimo Hinterhofer zum ersten Mal im Adam R2 Cup und bestreitet nur drei von fünf Rallyes – der „Cupsieg“ wäre so tatsächlich ein „Ziel des Irrsinns“ und war freilich nie ein Thema. Wie auch? Mit drei von fünf Rallyes? Cup-Pressemann Peter Bauregger kümmerte sich umgehend um eine Richtigstellung des Zitats, sodass Heimo Hinterhofer nicht mehr erklären musste, wie er sich das eigentlich vorgestellt hat mit dem „Cupsieg“ – wohl aber wurde die absurde Anekdote zum Running Gag der Cup-Family im Rahmen der großen Heimrallye der Marke…

In deren Vorfeld fieberte Heimo Hinterhofer dem ersten Kontakt mit dem Adam R2 entgegen. Am Donnerstag, den 27. April um punkt 16 Uhr war es dann so weit, Heimo erinnert sich: „Da saß ich also endlich im Adam und ich war voller Emotionen. Leider war es ein Regentest - doch auch die Rallye fand ja am Freitag bei Regen statt, so gesehen hat es also gepasst. Natürlich hätte ich mir für die erste Rallye mit dem Adam trockene Verhältnisse gewünscht.“

Bald wusste Heimo Hinterhofer: „Der Adam R2 ist ein Traum! Bremse und Fahrwerk sind total optimiert, du kannst viel mehr Speed in den Kurven mitnehmen. Es ist halt ein richtiges Rennauto - für jene, die sich darunter wenig vorstellen können nur ein Beispiel: Beim sequentiellen Getriebe musst du beim Schalten weder kuppeln noch vom Gas gehen. Ich bin total begeistert von diesem Auto.“ Nicht umsonst krönte sich der Deutsche Marijan Griebel mit dem Adam R2 zum Junioren-Europameister 2016. Und auch Julian Wagner zeigt heuer mit seiner beherzten Fahrweise und 2WD-Bestzeiten das Potential dieses kleinen, aber pfeilschnellen Boliden auf.

Für Heimo Hinterhofer war es der erste Kontakt mit dem neuen Fahrzeug. Es folgte ein Prozess, der allgemein unter „Learning by doning“ bekannt ist – und zwar unter erschwerten Bedingungen, denn der Freitag gestaltete sich mit Regen und zum Teil dichtem Nebel extrem selektiv: „Am Freitag ist mir auf drei Prüfungen am Start der Motor abgestorben – ich musste erst mit der Launch-Control klarkommen. Gleich auf der ersten Prüfung beschlug sich unsere Frontscheibe so sehr, dass wir nichts mehr gesehen haben. Ich musste schließlich die Heizung auf höchster Stufe laufen lassen, um dieses Problem zu lösen. All diese Dinge gehören zum Lernprozess dazu – wichtig war mir vor allem, an diesem schwierigen Freitag bei diesen extrem rutschigen Verhältnissen auf der Strecke zu bleiben. Ich wollte einfach kein Risiko eingehen und so war bei uns alles safe – aber man hat anhand der Spuren im Schlamm gesehen, wo die Leute überall abgebogen sind…“

„Tina ist super!“

Am Samstag wurde bei Trockenwetter gefahren – jetzt wurde auch emsig am Setup gearbeitet. Heimo Hinterhofer zeigt sich beeindruckt von der professionellen Arbeitsweise seiner neuen Copilotin Tina Annemüller: „Sie ist wirklich super. Wir haben jede Prüfung eine andere Setup-Einstellung probiert und Tina hat immer alles notiert, alle Werte wie Temperatur inklusive, sodass die Mechaniker von Stengg Motorsport all unsere Daten zur Verfügung hatten. Außerdem strahlt Tina im Cockpit eine grundlegende innere Ruhe aus, auch in Extremsituationen.“

Lernkurve: Zwei Powerstage-Punkte am Schluss

Das „Learning by doing“ zeigte sich dann auch fruchtbar, die Lernkurve zeigt nach oben: „Wir sind am Samstag dann immer besser geworden und konnten auf der Powerstage prompt als zweitschnellstes Adam-Team zwei Zusatzpunkte an Land ziehen.“ Insgesamt wurde der souveräne Ersteinsatz auf dem Adam R2 mit Platz drei im Cup honoriert.

Jetzt fiebert Heimo Hinterhofer bereits der Rallye Weiz entgegen, wo er seinen nächsten Einsatz absolvieren wird: „Diese Rallye gehört zu meinen Lieblingsrallyes, ich mag dort die Art der Organisation und natürlich die tollen Sonderprüfungen. Ich finde aber auch die Wechselland-Rallye und die Rallye Liezen sehr gut. Daher sind das auch jene drei Einsätze, die wir heuer bestreiten.“

Heimo möchte sich in Weiz weiter an das große Potential des Adam R2 heranarbeiten: „Optimal wäre natürlich wieder ein Test vor der Rallye – denn ich spüre, dass ich noch sehr viel aus dem Adam herausholen kann.“

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