RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ORM: Lavanttal-Rallye

Wollinger: Zweiter 2WD-Sieg in Folge

Daniel Wollinger zeigte bei der stark besetzten Lavanttal-Rallye groß auf und holte sich den nächsten Sieg bei den 2WD-Fahrzeugen.

Fotos: Daniel Fessl; Dominik Fessl

Mit dem sechsten Gesamtrang fuhr er mit Co-Pilot Patrick Forstner zudem in das Spitzenfeld der Staatsmeisterschaft. "Das war wahrscheinlich eine meiner besten Rallyes bisher", bilanzierte ein sichtlich zufriedener Daniel Wollinger im Ziel der Lavanttal-Rallye. Nach mehr als 192 Kilometern auf teilweise staubigen und rutschigen Straßen rund um Wolfsberg konnte sich das Resultat in Form des zweiten 2WD-Triumphs in Folge sehen lassen.

Ausschlaggebend für den jüngsten Erfolg war auch eine neue Herangehensweise des Steirers: "Normalerweise benötige ich immer ein bis zwei Sonderprüfungen, bis ich in Schwung komme. Diesmal wollte ich von Anfang an Gas geben und gleich einmal den Hammer auspacken. Das ist uns bei der zweiten SP in Vorderlimberg so gut gelungen, dass wir gleich einmal 22 Sekunden schneller als der Rest waren."

Dieser Fabelbestzeit ließ Wollinger am Freitag Abend noch zwei weitere folgen, womit für den langen Samstag ein Polster von fast einer Minute geschaffen worden war. Dennoch wollte sich das Duo nicht auf das Verwalten des Vorsprungs verlassen, sondern griff weiter munter an. Wie knapp Freud und Leid beieinander liegen, zeigte die Sonderprüfung Prebl. Wollinger: "In einer schnellen Kurve standen auf einmal zwei Hunde mitten auf der Strecke, denen ich blitzschnell ausweichen musste. Schlussendlich ist es gut ausgegangen, und wir haben nicht allzu viel Zeit verloren. Trotzdem kann man auf diese Weise auch schon einmal ausscheiden."

Wie schnell solch ein Ausfall passieren kann, zeigte wieder einmal die traditionelle Nachmittagsrunde am Samstag mit dem anspruchsvollen Rundkurs Eitweg und der Königs-SP Schönweg. Zahlreiche Favoriten und Konkurrenten wurden Opfer der rutschigen Piste oder der Technik und sahen in weiterer Folge das Ziel nicht. Wollinger sah sich durch diese Ereignisse zum Griff in die Taktiktrickkiste gezwungen:

"Nachdem wir so viel Vorsprung hatten, haben wir früh Reifen gespart und sind acht SP am Stück mit einem Reifensatz auf der Vorderachse gefahren. Für die letzte Runde haben wir doch noch einmal neue Reifen aufgezogen, um bei der Powerstage angreifen zu können. Nach ein paar Kilometern in der Powerstage habe ich aber nachgelassen, um den 2WD-Gesamtsieg nicht zu gefährden. Ehrlicherweise hätten wir die Zeit von Michi Kogler aber ohnehin nicht schlagen können. Er war einfach zu schnell unterwegs, somit hat er die Zusatzpunkte auch verdient geholt."

Mit den Punkten für den zweiten Platz in der Powerstage hielt sich der Schaden jedoch in Grenzen, und ein gewiefter Wollinger ließ sich auf der Zielrampe am Serviceplatz von seinem Team ordentlich feiern: "Meine Mechaniker haben mir ein extrem schnelles Auto zur Verfügung gestellt, bei dem kein einziges technisches Problem auftrat. Auch mein Beifahrer Patrick hat wieder einen super Job gemacht. Das ganze Team arbeitet so hart, und deshalb freut es mich, wenn ich mit dem Sieg etwas zurückgeben kann. Ich bin überglücklich mit dem Resultat und hoffe, dass es im Wechselland so weiter geht."

News aus anderen Motorline-Channels:

ORM: Lavanttal-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

Am 27. und 28. Februar kehrt der Rallyesport nach 15 Jahren zurück in das Triestingtal. Mit der ARC Rallye Triestingtal feiert die Austrian Rallye Challenge einen fulminanten Saisonauftakt....

WRC Monte-Carlo: Nach SP12

Solberg kontrolliert das Geschehen

Toyota bleibt nach elf Wertungsprüfungen beim Saisonauftakt der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) in Monte Carlo mit einer Dreifachführung auf Kurs. Auf Kurs liegen auch Keferböck/Minor mit der Führung im WRC Masters Cup.

WRC Monte-Carlo: Tag 2 (SP9)

Ogier verkürzt Rückstand

Im Duell um P2 hinter Spitzenreiter Oliver Solberg macht "Monte"-Rekordsieger Sebastien Ogier weiter Boden gut - Thierry Neuville hängt kurzzeitig fest. Keferböck/Minor führen weiterhin bei den Masters.

Dacia und KTM haben in Saudi-Arabien gewonnen, aber wie sieht es in den anderen Kategorien aus? - Ein Überblick mit den Ergebnissen der deutschsprachigen Fahrer

WRC Monte-Carlo: Bericht

Oliver Solberg siegt bei Eis und Schnee

Oliver Solberg schreibt Geschichte: Der 24-Jährige gewinnt die Rallye Monte-Carlo 2026 und wird zum jüngsten "Monte"-Sieger in der Geschichte der WRC. Keferböck/Minor gewinnen den WRC Masters Cup.