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ORM: Rebenland-Rallye

Guter Auftakt für den Rallye Club Perg

Im Rebenland waren drei Teams und eine Co-Pilotin vom RCP dabei, mit zwei Klassensiegen kann sich das Ergebnis durchaus sehen lassen.

Fotos: Harald Illmer; Marco Mayrhofer

Als erstes RCP-Mitglied findet man den jungen Mauthausner Julian Wagner auf der Ergebnisliste. Dieser jagte seinen Opel Adam R2, den er heuer in der gesamten Rallye-ÖM fahren wird, in gewohnter Manier von Anfang an schnell über die Sonderprüfungen zwischen und auf den Weinbergen rund um Leutschach. Nach der vierten Sonderprüfung lag Wagner in der Wertung der zweiradgetriebenen Fahrzeuge dementsprechend auch in Führung und hatte dabei auch einige bedeutend stärkere Fahrzeuge hinter sich gelassen. Auf SP 5 folgte jedoch ein Reifenschaden, der ihn etwa 25 Sekunden kostete.

Danach entschied sich Wagner etwas Tempo herauszunehmen, da durch die vielen Bergaufpassagen gegen die stärkeren R3-Fahrzeuge ein hohes Risiko eingegangen hätte werden müssen, um den Rückstand wieder wettzumachen. Dennoch wurde ein klarer Sieg in der Juniorenwertung eingefahren, und auch mit dem dritten Platz in der 2WD-Wertung ist man sehr zufrieden. "Wir haben unseren Auftrag erfüllt. Wir sind als bestplatzierter Opel im Ziel angekommen und konnten wieder wichtige Erkenntnisse über das Fahrzeug sammeln. Danke an mein Team und meine neue Co-Pilotin für die perfekte Arbeit", freute sich Wagner.

Einen Klassensieg konnten Bernd Gebetsberger und Richard Zwirner bei ihrem ersten gemeinsamen ÖM-Lauf einfahren. Bis auf Schaltprobleme am ersten Tag verlief die Rallye, die für den aus dem Raum Leutschach stammende Gebetsberger eine Heimrallye ist, sehr gut. Für Zwirner, für den es erst seine zweite Rallye war, geht die Lernkurve durch die anspruchsvollen Sonderprüfungen steil nach oben.

Der VW Golf 2 GTI wurde durch das Rallyeteam Grufeneder wie immer bestens vorbereitet, lediglich bei langen Bergabpassagen machten sich Bremsprobleme durch Überhitzung bemerkbar. "Es ging uns schon viel besser als noch vor zwei Wochen im Waldviertel. Durch den vielen Splitt, der durch oft sehr tiefe Cuts herausgefahren wurde, mussten wir uns ständig extrem konzentrieren, um in der Spur zu bleiben, was uns aber sehr gut gelungen ist", berichtete Gebestberger.

Als einziges Damenteam bestreiten auch in der Saison 2017 Victoria Hojas und ihre Rallye-Club-Perg-Co-Pilotin Daniela Reiterer gemeinsam die Rallyestaatsmeisterschaft. Bei einer großteils problemlos verlaufenden Rallye konnten sich die Beiden stetig steigern und zum Schluss mit einer 32. Gesamtzeit durchaus ihr Potential aufzeigen. Letztendlich erreichten sie mit ihrem Opel Corsa OPC den dritten Platz in der Klassenwertung und Platz 37 im Gesamtklassement.

Neben der Austrian Rallye Challenge stehen auch ausgewählte ÖM-Läufe auf dem Programm des Rigler Racing Team, darunter auch die Rebenland-Rallye, bei der Gerald Rigler und sein Co-Pilot Martin Roßgatterer zum zweiten Mal ihren neuen Ford Fiesta R5 einsetzten. Trotz der starken Konkurrenz von drei WRCs sowie zehn weiteren R5-Fahrzeugen konnte das RCP-Team von Beginn an Top-10-Zeiten fahren.

Auf der 14. von 16 Sonderprüfungen wurde ihm jedoch der bereits erwähnte, herausgecuttete Splitt zum Verhängnis. Die freie Spur wurde nicht optimal getroffen, wodurch der gelbe Fiesta von der Strecke rutschte und seitlich beschädigt wurde. Da dabei auch die Radaufhängung in Mitleidenschaft gezogen wurde, musste man das Handtuch werfen, kann aber auf eine bis dahin sehr gut verlaufene Rallye zurückblicken.

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