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ORM: Lavanttal-Rallye

Glückliche Zielankunft für Mike König

Bei der Lavanttal-Rallye feierten Mike König und Thomas Zeiser ihre Premiere als Duo, nachdem König dort zuletzt 2006 gestartet war.

Bildquelle: Kielhauser Racepics

Im topvorbereiteten, nunmehr bereits 27 Jahre alten Opel Astra gingen König und Zeiser in die Rallye – wohlwissend, dass die Zeiten, als man in der Klasse aufs Podest fahren konnte, vorbei sein würden. Einerseits kamen in den letzten zwei Jahren nicht ganz so alte. leistungsstärkere Fahrzeuge vom Typ Swift S1600, R3-Hondas etc. sowie Fahrzeuge der M1-Klasse neuerer Generation in die Klasse, andererseits nagt der Zahn der Zeit langsam auch am Fahrer, weshalb dieser nicht mehr ganz so risikobereit wie die "jungen Wilden" ist.

Trotzdem war König nach dem ersten Tag negativ überrascht, dass man in der Klasse gerade einmal so in den Top 8 lag, was in der Gesamtwertung zwar Top 45 von 90 gestarteten Autos bedeutete, den Piloten aber eigentlich nicht zufriedenstellte. Nachdem auch ein "Generalangriff" am zweiten Tag mit von Sponsoren zur Verfügung gestellten neuen Reifen nicht half, haderte der Pilot immer mehr mit sich selbst, wiewohl er das Gefühl hatte, alles gegeben zu haben. Erst eine Kopfwäsche durch Beifahrer und Team (man dürfe halt fahrzeugtechnisch auch nicht Äpfel mit Birnen vergleichen) konnte das Gemüt wieder beruhigen.

Fahrer und Co-Pilot hatten dann auch wieder Spaß an der Sache und ließen den Astra fliegen, so gut sie konnten. Dem Hochgefühl folgte aber bereits im Mittagsservice die erneute Ernüchterung, als Chefmechaniker Martin einen Riss in der Getriebeaufhängung bemerkte. Auf den ersten zwei Nachmittagsprüfungen machte sich dieser allerdings noch kaum bemerkbar, man konnte immer noch ans Attackieren denken. Damit war aber nach dem letzten Service Schluss, als Martin diagnostizierte, dass die Aufhängung nun richtig gerissen sei und man schaumgebremst daran denken könne, ins Ziel zu rollen.

Das setzten Zeiser und König dann auch um, wobei man auf der letzten Sonderprüfung noch einmal mehr als zweieinhalb Minuten verlor, weil sich das Getriebe entschied, die Gänge nicht mehr bzw. nur mehr vereinzelt aufzunehmen, wenn sich Motor/Getriebe während eines Lastwechsels hin- und herbewegten. Somit kam im Ziel über Gesamtrang 45 und Klassenrang neun keine überschäumende Freude auf, aber man war froh überhaupt im Ziel zu sein. Trotzdem stand einem geselligen Beisammensein mit den bayrischen Freunden im Rahmen der Siegerehrung nichts im Wege, bei der die bayerisch-österreichische Bierkultur hochgehalten wurde.

Der Opel Astra wurde in der Zwischenzeit bereits von Martin Geiger zerlegt und der heimischen Opel-Ersatzteilspezialist Gernot bereits mit der Suche nach passendem Ersatzteil beauftragt, damit einem Start in einem Monat bei der zum Mitropa Cup zählenden Opatija-Rallye nichts im Wege steht.

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